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Erholung kommt (aber evtl. erst nach der US-Wahl)

19.10.2016  |  Florian Grummes
1. Silber in USD

Rückblick
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Nach dem spektakulären Anstieg im Juni, folgte ab Anfang Juli eine zähe und verwirrende Seitwärtsbewegung am Silbermarkt. Nach einer Serie tieferer Hochs gewannen die Bären zunehmend an Gewicht und konnten nach über drei Monaten das Dreieck schließlich Anfang Oktober im Bereich um 18,75 USD nach unten aufbrechen. Hier hatten zahlreiche Marktteilnehmer ihre Stopps platziert. Außerdem hatte sich nach der langen Seitwärtsphase und der sinkenden Volatilität viel Energie aufgestaut.

Konsequenterweise stürzte der Silberpreis parallel mit dem Goldpreis und den Minenaktien nach unten und fand erst ziemlich genau an seiner steigenden 200-Tagelinie (17,18 USD) Halt und Unterstützung. Hier hängen die Notierungen nun seit sieben Handelstagen fest, ohne dass es zu einer nennenswerten Erholung oder einer Gegenbewegung gekommen wäre.

Der Edelmetallsektor ist ohne Zweifel angeschlagen, bislang spielt sich die Korrektur aber in einem gesunden und normalen Rahmen ab. Seit Wochenbeginn deutet sich zunehmend eine Erholung an.


Silber Monatschart:

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Der logarithmische Monatschart für den Silberpreis fördert derzeit doch recht unterschiedliche Erkenntnisse zu Tage. Einerseits ist der Aufwärtstrend seit dem Ausbruch aus dem fallenden Keil zu Jahresbeginn nach wie vor intakt. Im Juli wurde die ehemalige Aufwärtstrendlinie in rot erreicht, an der die Notierungen nach der steilen Rally logischerweise abprallen mussten. Die nachfolgende Korrektur hat den Silberpreis nun auf etwas tiefere Niveaus zurückgeführt und bis dato eine große rote Kerze für den Monat Oktober hinterlassen.

Der Parabolic Sar Indikator (16,85 USD) wurde dabei aber nicht erreicht, sondern verläuft immer noch knapp unterhalb des aktuellen Preisgeschehens. Kann Silber sich nun vom aktuellen Niveau erholen, bleibt es hier im großen Bild bei einem Kaufsignal. Dieses bullische Setup wird zudem vom MACD-Kaufsignal klar unterstützt und bestätigt. Der Indikator macht bisher überhaupt keine Anzeichen einer Trendwende. Einzig das dazugehörige MACD-Histogramm hat zuletzt an Schwung verloren.

Dem gegenüber steht jedoch ein klares Verkaufssignal bei der Stochastik, welches typischerweise nicht innerhalb von einem Monat ausgestanden ist. Sollten wir uns tatsächlich in einem neuen Bullenmarkt befinden, muss die Stochastik nicht bis in die überverkaufte Zone zurücklaufen. Der Blick auf die Jahre 2005 - 2008 macht aber klar, dass es hier für beide Signallinien durchaus noch in den Bereich um 60 Punkte zurückgehen könnte. Dazu würde es aber wiederum langen, wenn Silber eine Zeitlang seitwärts laufen würde. Ein deutlicher Abverkauf ist dazu nicht notwendig.

Insgesamt haben die Schrammen und Kratzer auf dem Chart in den letzten Wochen zugenommen, dennoch bleibt die Ausgangslage bullisch, solange sich Silber oberhalb von 17,00 USD halten kann. Es gibt daher keinen Grund, das übergeordnete Kursziel im Bereich um 26,00 USD abzuschreiben. Im Gegenteil, diese Kursregion müsste nach wie vor bis zum Frühjahr 2017 erreichbar sein.

Im ganz großen Bild jedoch bringt erst ein Monatsschlusskurs oberhalb von 26,50 USD den entscheidenden Befreiungsschlag. Dann wäre der Weg in Richtung der Allzeithochs um 50,00 USD frei. Davon sind wir aktuell nach wie vor meilenweit entfernt. Silber verfügt damit langfristig über ein exorbitant hohes Potential und sollte in jeden Rücksetzer (wie aktuell) weiter akkumuliert werden.


Silber Wochenchart:

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Auf dem logarithmischen Wochenchart ist der Silberpreis Anfang Oktober unter die wichtige Unterstützungslinie um 18,50 USD gerutscht. Die Freude über den Ausbruch Ende Juni währte also nicht allzu lange. Die vermutete SKS-Formation hat sich damit zerschlagen. Immerhin wurde aber das steigende untere Bollinger Band (16,86 USD) trotz des scharfen Rücksetzers bislang verfehlt. Sollte diese solide Auffangstation in den nächsten Wochen wider Erwarten nicht halten, dürfte der Silberpreis bis zur nächsten Unterstützung um 16,00 USD durchgereicht werden.

Allerdings ist die Stochastik mittlerweile derart stark überverkauft, dass eine unmittelbare Erholung deutlich wahrscheinlicher ist. In diesem Fall stellt die gebrochene Unterstützungslinie um 18,50 USD natürlich das erste Erholungsziel dar. Ob das aber für eine Trendwende beim MACD ausreicht, wird sich zeigen müssen. Aktuell meldet der Indikator jedenfalls noch ein etabliertes Verkaufssignal. Der RSI-Indikator hingegen hat die überhitzten Zustände vom Juni vollständig abgebaut und steht weder einer Erholung noch einer größeren Aufwärtsbewegung entgegen.

Obwohl der Silberpreis in die Seitwärtsspanne aus dem Jahr 2015 zurückgefallen ist, muss der Wochenchart in der Summe aufgrund der extrem überverkauften Lage mit "vorsichtig bullisch" bewertet werden. Zumindest eine Erholung bis 18,50 USD ist äußerst wahrscheinlich. Ein Anstieg über 18,50 USD bestätigt die Bullen und sollte im Anschluss einen Anstieg bis an die nächst höher gelegene Widerstandszone im Bereich um 21,60 - 22,20 USD nach sich ziehen. Bis dahin müssen sich die bullischen Marktkräfte aber erst einmal sammeln und jede Menge Arbeit leisten.

Erst unterhalb von 16,00 USD müssen wir die gesamte Aufwärtsbewegung seit Jahresanfang als eine Bärenmarktrally klassifizieren.


Silber Tageschart:

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