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Viele Gründe für physische Edelmetalle!

29.08.2006  |  Dr. Jürgen Müller
Dieser Artikel ist bereits vorab in der fünften Ausgabe des "Rohstoff Spiegels" erschienen. Den kostenlosen Newsletter von GoldSeiten.de können Sie hier abonnieren: www.rohstoff-spiegel.de.


Die Leser meiner Artikel wissen, dass meine monetäre Zuneigung den physischen Edelmetallen gilt. Noch leidlich in Erinnerung die Tage, in denen ich mein gesamtes Geld der Vermögensberatung einer deutschen Großbank anvertraut hatte (seit dem Abzug dieser Gelder hat sich der freundliche Bankmitarbeiter nie mehr bei mir gemeldet.

Ab und an kommt noch ein EDV-erstelltes Brieflein geflattert, dass jedoch ungeöffnet seinen Weg in die Ablage unter dem Schreibtisch finden muss).

Man hat es schon oft gelesen und überfliegt es zumeist dann sehr schnell. Es muss aber immer und immer wieder wiederholt werden, dass physische Metalle kein zukünftiges Versprechen, sondern einen Wert in sich darstellen, den seit Tausenden von Jahren niemand nennenswert oder auf Dauer erniedrigen konnte. Es wurde gesucht, gefunden, gehoben, gereinigt und in Form gebracht. Durch seine Knappheit und vielfältige Verwendbarkeit ist es auf der ganzen Welt begehrt und geschätzt und sollte daher in der heutigen Zeit ein strategisches Grundinvestment darstellen, welches zu keiner Zeit zur spekulativen Disposition stehen sollte.

Wenden wir uns der Frage zu, welche Form von Edelmetallen man kaufen sollte. Münzen, Barren, Gold, Silber? In Anlehnung an Adam Hamilton von Zeal LLC habe ich eine dreiteilige Pyramide entwickelt, die aus dem Fundament "Versicherung", dem Mittelbau "Investment" und der Spitze "Spekulation" besteht.

Das Fundament sollte aus kleinen, handelbaren Einheiten bestehen, d.h. z.B. 1 Unze Silbermünzen, oder kleine Einheiten von Goldmünzen (Zehntel- oder Zwanzigstel-Unzen Stücke). Ich persönlich bevorzuge Silber (Maple Leaf und/oder American Eagle), einfach, da der Wert dieser Stücke der geringste ist. Wenn Sie heute zu einem Bäcker gehen, zahlen sie schließlich auch nicht mit einem 500-Euroschein oder wollen Sie den ganzen Laden auf einmal kaufen und ausessen?

Diese Versicherung hat also den Sinn, eine Absicherung für den Fall darzustellen, dass die staatliche Papierwährung im täglichen Zahlungsverkehr nicht mehr akzeptiert werden sollte. Im seinem letzten Buch "Erinnerungen eines Europäers" beschreibt Stefan Zweig die Zeit der Hyperinflation so, dass Städter Standuhren, Bärenfelle, Orient-Teppiche etc. zu den Bauern geschleppt haben, um dort für ihre Habseligkeiten etwas zu essen zu bekommen. Kaufen Sie heute lieber Silbermünzen, die lassen sich später einfacher transportieren und werden vermutlich das bessere und gewünschtere Zahlungsmittel sein. Ihre Ansprechpartner können www.proaurum.de, www.westgold.de oder www.muenzhandlung-pickel.de sein. In der Schweiz www.zpmo.ch. Ein österreichischer Münzhändler ist mir leider nicht bekannt.

In der Stufe der Investition sollte man darauf achten, möglichst viele Unzen für sein Geld zu bekommen, d.h. möglichst große Einheiten zu kaufen. Beim Gold ab 100 g, beim Silber möglichst den 5-kg-Barren oder noch besser den 1000-Unzen-Standardbarren. Achtung: Vorher Sackkarre kaufen oder dem Sohn Taschengeldaufbesserung geloben, wenn er das Handling übernimmt. Diese Stufe hat den Sinn, Kapital über eine mögliche kommende Krise hinwegzuretten, um nach dem Gewitter wieder in der ersten Startreihe zu stehen (Kauf von dann billigen Immobilien, Unternehmensbeteiligungen etc.). Für diese Stufe empfehlen sich die drei in Deutschland ansässigen Einkaufsgemeinschaften: www.vermoegenssicherung.de (Popp AG Walsrode), www.vermoegensbetreuung.com (Wilhelm Peinemann in Göttingen) oder unsere Einkaufsgemeinschaft www.goldsilber.org.

Über die Spitze unserer Pyramide, namentlich die Spekulation, möchte ich an dieser Stelle nur wenige Worte verlieren, da sie, wie der Name schon sagt, eben Spekulation ist. Minenaktien sollten die Performance der Metalle übertreffen. Doch was, wenn ich in "Sons of Gwalia" oder Croesus investiert war oder bin? Diese Firmen schafften es sogar, in einem Bullenmarkt an die Wand zu fahren. Wobei wir hier wieder bei den anfänglichen Versprechen wären, die uns alle Papiere suggerieren wollen.

Soviel zu der Form des Investments. Bei Interesse finden sie weitere Informationen in meinem Buch "Generation Gold", Kapitel 6.

Das Thema Lagerung zeichnet sich zumeist dadurch aus, dass niemand was darüber sagen kann oder will. Und in der Tat bleibt in diesem Bereich viel der Phantasie des Einzelnen überlassen. Als grundsätzlichen Tipp kann man das Eichhörnchen-Prinzip nennen, nie alle Nüsse in ein Loch zu stecken, sondern mehrere Löcher zu graben. Geht eine Nuss verloren, schmecken die verbliebenen umso besser. Bei größeren persönlichen Goldvorkommen sollte man erwägen, diese in einem Land zu lagern, welches in seiner Geschichte beweisen durfte, die Rechte seiner Bürger schützen zu können. Meine Präferenz geht diesbezüglich in Richtung Liechtenstein.


Gegen ein Silberverbot sprechen folgende Punkte:

a) Zu kleiner Markt, ein Verbot durchzusetzen und zu kontrollieren, würde vermutlich mehr kosten als bringen.

b) Industrieller Verbrauch: Man kann meines Erachtens kein Teilverbot durchsetzen. Die Industrie darf es haben und verwenden, private Investoren jedoch nicht?

c) Die Besteuerung von Silberbarren mit 16% Umsatzsteuer: Der Staat betrachtet Silber nicht mehr als Edelmetall, sondern als Industrierohstoff. Dies bestätigt auch die aktuelle Auffassung des BaFins, dass physische Edelmetalle generell keine Finanzinstrumente darstellen. Und

d) Aus den genannten Gründen a) bis c) gab es noch nie ein Silberverbot.

Bei der Lagerung in Bankschließfächern würde ich kleine Institute, z.B. Genossenschaftsbanken oder Sparkassen der deutschen Großfinanz vorziehen. Im Falle einer Insolvenz des Institutes fallen die Inhalte der Schließfächer nicht in deren Insolvenzmasse. Staatlich auferlegte Schließungen stellen jedoch eine potentielle Gefahr dar. Die kleinen Münzen aus dem Fundament unserer oben beschriebenen Pyramide sollten im unmittelbaren Umfeld gelagert werden.

Wie Ted Butler und Izzy Friedman bin auch ich der Meinung, dass wir uns derzeit nicht nur in einer Edelmetall-Hausse befinden, sondern, dass wir vor einer fundamentalen Neubewertung dieser Märkte stehen, die vom Prinzip her kein Ende mehr nehmen muss. Die Gründe in Kurzform: Wird das Nixon´sche Experiment enden, wird die Welt wahrscheinlich wieder zu gedecktem Warengeld zurückkehren müssen, etwas anderes werden die Leute nicht mehr akzeptieren.


Demographie:

Die Weltbevölkerung wird noch bis 2050 auf 10 oder 11 Milliarden Menschen steigen (Stichworte Indien und China). Mehr Menschen, mehr Nachfrage nach Edelmetallen.


Geologie:

Peak-Silber und Peak-Gold sind vermutlich nahe wie Peak-Oil nahe ist. Trifft eine beständig steigende Nachfrage (Demographie) auf ein nicht mehr zu steigerndes Angebot (Geologie), wird das Ergebnis aus meiner Sicht ein dauerhaftes neues und selbstredend höheres Preisniveau sein. Ich kann daher den Begriff "Hausse" mit dem Edelmetallmarkt nicht sinnvoll in Verbindung bringen. Die Quintessenz aus dem zuletzt Gesagten ist jedoch die, dass es heute gilt, eine Art Familienschatz anzulegen. Und welche bessere Form hierfür gibt es als 10 oder 20 Gramm pro Kubikzentimeter? Welch wunderbare Mitgift, die uns zwischen den Ohren mit auf den Weg gegeben wurde.


© Jürgen Müller
www.goldsilber.org
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