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Warum die Manipulation der Silberpreise enden muss

10.01.2017  |  Steve St. Angelo
Eine Sache, die jeder Silberinvestor wissen will, ist wann die Manipulationen des Silberkurses endlich der Vergangenheit angehören werden. Man kann ihnen keinen Vorwurf machen. Ist ist extrem frustrierend mit anzusehen, wie der Preis des weißen Metalls Stück für Stück sinkt, insbesondere während sich der Dow Jones bereit macht, die 20.000-Punkte-Linie zu überschreiten.

Zudem geht die Stimmung an den Edelmetallmärkten weiter den Bach hinunter. Die Finanzmedien wie CNBC denken unterdessen darüber nach, demnächst Baseballmützen mit der Aufschrift "Go 25.000 Dow Jones" zu verteilen. Nichtsdestotrotz befinden sich die allgemeinen Aktienmärkte in ernsten Schwierigkeiten, wie Wolf Richter in seinem Artikel "What The Heck's Happening To Our Share Buyback Boom?" ("Was zur Hölle ist mit dem Boom der Aktienrückkäufe los?") aufgezeigt hat. In dem Beitrag hat er diesen Chart veröffentlicht und Folgendes geschrieben:

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"Die Aktienrückkäufe sind im dritten Quartal um 28% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken, auf nunmehr 115,6 Milliarden Dollar. Nach Angaben von FactSet ist das der stärkste Rückgang im Vergleich zum Jahr davor seit dem Septemberquartal 2009. Damit wurde nun ein zweites Quartal in Folge ein Minus verzeichnet. Im ersten Quartal 2016 hatten die Aktienrückkäufe noch einen Wert von 168 Milliarden Dollar und wurden nur vom dritten Quartal 2007 übertroffen, bevor der große Crash begann."

Es scheint zudem, als habe der Dow Jones ein Niveau erreicht, das von einer Spekulationsblase zeugt. Das wird diejenigen mit leuchtenden Dollarzeichen in ihren Augen natürlich nicht davon abhalten, auf den fahrenden Aktienmarktzug aufzuspringen, der geradewegs auf die Katastrophe zurast. Hier zeigt sich das traurige Versagen der menschlichen Psyche. Statt vorsichtiger, vernünftiger und standhafter zu werden, wenn sich die Märkte völlig wahnsinnig verhalten, ist das Gegenteil der Fall. Gier und Geiz führen im Gehirn der verblendeten Investoren zu Fehlfunktionen.

Das Beste, was wir tun können, wenn es wirklich bergab geht, ist jedenfalls unseren Freunden, Kollegen und Verwandten, die nicht auf uns hören wollten, nicht "Ich hab's dir ja gesagt" an den Kopf zu werfen. Besser, wir halten den Mund. Ich sehe aber kein Problem darin, ein T-Shirt mit der Aufschrift "Gott sei Dank haben Edelmetalle meinen Arsch gerettet" zu tragen. Respektvoll und subtil.

Gut, jetzt wollen wir aber zu den Beweisen für das künftige Ende der Silbermanipulationen kommen.


Um die Preismanipulationen zu durchschauen, müssen wir die wahren Fundamentaldaten verstehen

Obwohl die Deutsche Bank endlich mit der Wahrheit herausgerückt ist und Belege für ihre Preismanipulationen am Silbermarkt vorgelegt hat, änderte das kaum etwas am fallenden Kurs. Nachdem am 8. Dezember auf ZeroHedge ein Artikel über die Einflussnahme der Deutschen Bank veröffentlicht wurde, fiel der Preis ironischerweise um weitere 8%.

Für den ohnehin schon desillusionierten Silberinvestor war das wahrscheinlich besonders bitter. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, den vorliegenden Artikel zu schreiben. Obwohl der jüngste Rückgang der Silberpreise an den Papiermärkten für viele Anleger ziemlich frustrierend war, zählt letztlich der wahre Wert des Edelmetalls - und der wird von den Märkten völlig missverstanden.

Um zu verstehen, wie der Silberkurs manipuliert wird, müssen wir zuerst den Mechanismus der Preisbildung kennen. Diesen werde ich am Beispiel von Pan American Silver erklären, einem der größten primären Silberproduzenten der Branche. Leider glaubt die Mehrheit der Marktteilnehmer noch immer, dass Angebot und Nachfrage die entscheidenden Preisfaktoren sind. Auch ich war früher davon überzeugt. Die Realität sieht jedoch anders aus. Ich habe diesen Umstand bereits in verschiedenen Artikeln dargelegt, doch ich will Pan American Silver als weiteres Beispiel anführen.

Hier sehen Sie einen aktuellen Chart, der den geschätzten Break-Even-Punkt des Unternehmens zwischen 2004 und 2016 zeigt:

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Der Chart wirkt auf den ersten Blick vielleicht ein wenig kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach. Die Obergrenze des blauen Bereichs stellt den Silberkurs dar, bei dem Pan American meinen Schätzungen zufolge die Gewinnschwelle überschreitet und einen Profit macht. Die weiße Linie ist der durchschnittlich erzielte Silberpreis in einem Jahr. Die grünen und roten Zahlen geben jeweils die geschätzten Gewinne oder Verluste je Unze an.


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