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Ein altes Börsensprichwort…

13.01.2017  |  Folker Hellmeyer
Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.0632 (08.04 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.0598 im europäischen Handel markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 114.74. In der Folge notiert EUR-JPY bei 122.00. EUR-CHF oszilliert bei 1.0723.

Wie geht dieses in den letzten Monaten häufig geltende Sprichtwort von der Börse noch? Politische Märkte haben kurze Beine heißt es da…nun können diese kurzen Beine aber auch Strecke machen und einige Zeit in einer Richtung laufen, wie wir seit der US-Wahl gesehen haben.

Nun stecken in den Kursen viele Erwartungen an den designierten US-Präsidenten, den man mit viel Vorschusslorbeeren ausgestattet hat, ohne auch nur etwas konkretes in der Hand zu haben. Deshalb fällt der Fokus so stark auf die Trump-Pressekonferenzen, bisher ohne inhaltlichen Input.

So lange die US-Politik die hoch gesteckten Erwartungen an die Trumponomics nicht (partiell) erfüllen kann, bleibt das Aufärtspotenzial an den Aktienmärkten und für den US-Dollar begrenzt. Aber ein Grund zum Schwarzmalen sind die fehlenden Signale nun auch nicht gleich, weshalb sich die Kursverluste in engen Grenzen halten und die insgesamt positive Stimmung immer noch hält. Schließlich steht die Amtseinführung noch aus und dann sollte man Trump das zugestehen, was man bei jedem Präsidenten tut: die ersten 100 Tage dienen der Einarbeitung in die Amtsgeschäfte. Die Erwartungsstory bekommt zwar Dämpfer, aber keinen Einbruch.

Angesichts der global erfrischenden Konjunkturdaten zeigt sich, dass die Erwartungen an die großen Notenbanken ebenfalls neue Traktion bekommen haben. Die Fed in Form ihres neuen stimmberechtigten Mitglieds Harker betont, dass man gewillt ist den Zinserhöhungszyklus zu forcieren. Aktuell gibt es nebenher eine Dabatte um die Fed-Bilanzsumme, die mit 4,5 Billionen USD durch die QE-Maßnahmen sehr groß geworden ist und ein Abschmelzen immer mehr in den Erwartungshorizont rückt.

Die Mahnungen der Ratingagentur Fitch, die den USA mit Verlust der Bestnote drohen, sehen wir entspannt. Bei der größten Ratingagentur S&P gilt seit geraumer Zeit die zweithöchste Einstufung AA+, was immer noch schmeichelhaft ist, wenn man dieselben Maßstäbean alle Länder anlegt. Das Refinanzierungsniveau bleibt hiervon nahezu unberührt.

Auf Seiten der EZB zeigte sich im letzten Protokoll, dass das Skeptiker-Lager von Draghis Geldpolitik eine gewisse Dimension erreicht hat, die es für den zukünftigen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik braucht. Zwar konnte eine erneute Lockerungsrunde nicht verhindert werden, aber der Rat gilt als gespalten. Die Verlängerung des Wertpapierkaufprogramms fand mit Nichten eine eindeutige Zustimmung, was zeigt, dass die Bewertung der aktuellen Situation im EZB-Rat deutlich auseinander klafft.

Zur Vollständigkeit reichen wir noch einen Datensatz aus Europa nach:

Wie wir erwartet hatten, zeigt sich die europäische Industrielandschaft gerade in bester Produktionsverfassung. Im November lag der Wert statt erwarteter 0,5% bei stolzen 1,5%. Der Jahresvergleich liegt bei 3,2% und somit auf dem höchsten Level seit einem Jahr. In herausragender Verfassung zeigt sich die Industrie in Irland, wo die Produktion um sagenhafte 16,3% kletterte.

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© Moody´s economy.com


Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den USD gegenüber dem Euro favorisiert. Erst ein Ausbruch über das Widerstandsniveau bei 1.0670-1.0700 eröffnet neue Opportunitäten und dreht den Bias wieder ins Positive.

Viel Erfolg!


© Moritz Westerheide
Bremer Landesbank



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