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Scharfe Kritik an Zentralbanken lässt Gold glänzen

13.01.2017  |  Redaktion
Christopher Mahon von der internationalen Investmentverwaltungsgesellschaft Baring Asset Management ist überzeugt: 2017 wird das Jahr sein, in dem es zu Normalität wird, dass Politiker mit den Zentralbanken hart ins Gericht gehen. Aus diesem Grund setzt er auf Gold, wie er in dieser Woche in einem Interview mit Bloomberg sagte.

In dem heute veröffentlichten Artikel heißt es, dass die Zentralbanken bislang nur wenig Kritik an ihrem geldpolitischem Kurs hinnehmen mussten. "Dieses Jahr ist der Wendepunkt", meint jedoch der Investmentexperte Mahon. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten ließe sich heute die Tendenz feststellen, dass Politiker die Autonomie der Notenbanken infrage stellen.

Mahon zufolge wird sich dieser Trend noch viele Jahre lang fortsetzen und verstärken. "Diese sehr asymmetrische Reaktion der Zentralbanken [auf wirtschaftliche Entwicklungen] begann um das Jahr 1985 und es hat Jahre gedauert, bis die Leute anfingen, das als Problem wahrzunehmen."

Mittlerweile müssen sich die Zentralbanken von der Politik jedoch einiges gefallen lassen. Den Angaben nach hat Donald Trump der Federal Reserve in den USA vorgeworfen, mit ihrer Zinspolitik eine "dicke, fette, hässliche Spekulationsblase" an den Märkten geschaffen zu haben. Die britische Premierministerin Theresa May sagte, dass sich der Kurs der Bank of England ändern müsse und Finanzminister Wolfgang Schäuble äußerte die Ansicht, dass die EZB ihren Anteil zum Vormarsch des Populismus in Europa beigetragen habe.

Christopher Mahon geht davon aus, dass der Goldpreis steigen wird, wenn politische Interventionen dazu führen, dass die Zentralbanken ihre Inflations- und Wachstumsziele verfehlen. Dem Artikel zufolge hat er daher 4% seines 2,1-Millarden-$-Fonds in Gold investiert.

Für diejenigen, die das Vertrauen in die Notenbanken verlieren, könnte Gold zum letzten Zufluchtsort werden, da sich das Edelmetall dem Einfluss des Staates entzieht. Matthew Turner, ein Ökonom des Finanzdienstleisters Macquarie Group, wies in diesem Zusammenhang gegenüber Bloomberg darauf hin, dass Gold noch immer als Währung angesehen wird, weil es lange Zeit der Mittelpunkt des globalen Finanzsystems war - eine Währung, die "nicht von Regierungen herausgegeben und nicht von Regierungen kontrolliert wird."


© Redaktion GoldSeiten.de



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