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David Smith: Bei einem Marktkollaps geht alles ganz schnell - bereiten Sie sich jetzt vor!

06.02.2017  |   Mike Gleason
Mike Gleason: Heute habe ich das Vergnügen, David Smith zu unserem wöchentlichen Interview begrüßen zu dürfen, den Chefanalyst des Newsletters The Morgan Report. David, frohes neues Jahr! Schön, dass Sie wieder bei uns sind. Wie geht’s Ihnen?

David Smith: Danke Mike, gut. Ich bin gespannt auf das Jahr, das vor uns liegt. Ich glaube, wir werden jede Menge interessante Ereignisse erleben.


Mike Gleason: Danach sieht es auf jeden Fall aus. Wie immer haben wir auch heute wieder viel zu besprechen, also fangen wir am besten gleich an. Die Edelmetallkurse haben heute wieder etwas nachgegeben, aber im Allgemeinen haben sich Gold und Silber Anfang dieses Jahres gut entwickelt. Wie ist die Lage den Edelmetallmärkten zur Zeit? Was war der Grund für die positive Preisbewegung in den ersten Wochen des Jahres? Glauben Sie, dass der Trend Bestand haben wird?

David Smith: Es gibt derzeit viele verschiedene Strömungen und es ist zum Teil wirklich nicht leicht, daraus schlau zu werden. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass Anleger einen Plan haben, der berücksichtigt, dass es zahlreiche Unbekannte gibt. Wenn Sie jedoch wie wir von Gold und Silber überzeugt sind, dann sollten Sie auf jeden Fall kaufen.

Der einfachste Weg ist die Durchschnittspreismethode, bei der Sie jeden Monat unabhängig vom aktuellen Kurs eine bestimmte Menge kaufen. Wenn Sie versuchen, all die Kursschwankungen und Rücksetzer genau abzupassen, haben Sie am Ende nur mehr Sorgen und machen es sich unnötig schwer. Außerdem wird es dann schwieriger Entscheidungen zu treffen, die nicht auf Gefühlen basieren. Es ist möglich - wenn nicht gar wahrscheinlich - dass Sie das große Ganze aus den Augen verlieren, wenn Sie versuchen, immer den allergünstigsten Preis zu erwischen, statt sich bewusst zu machen, dass wir uns bei den Edelmetallen in einem langfristigen Aufwärtstrend befinden, der wahrscheinlich noch mehrere Jahre lang anhalten wird.


Mike Gleason: Die Ausgangslage ähnelte 2017 stark dem Beginn des letzten Jahres. Im Dezember 2015 und 2016 wurde der Leitzins in den USA angehoben, jeweils das einzige Mal im Jahr. Der Dollar scheint überbewertet zu sein und Gold und Silber machen einen recht überverkauften Eindruck. Im letzten Jahr haben die Edelmetallkurse und die Aktien der Minengesellschaften einen fantastischen Start hingelegt. Was erwarten Sie in diesem Jahr? Rechnen Sie mit einer Wiederholung der Entwicklungen von 2016?

David Smith: Ich denke auch, dass eine gewisse Ähnlichkeit besteht. Ich erinnere mich noch daran, dass die ersten Wochen im letzten Jahr nicht gerade Mut machten für den Edelmetall- und den Minensektor. Vor allem am 19. Januar hatte es den Anschein, als würden neue Tiefs verzeichnet und als würden die Kurse anschließend auf diesem niedrigen Niveau bleiben. Doch bei Börsenschluss hatten sich die Tiefs als Bärenfalle erwiesen. Der Markt hat sich stabilisiert und nicht mehr zurückgeblickt.

Ich weiß nicht, ob sich die Preise so stark entwickeln werden, wie in den ersten fünf oder sechs Monaten letzten Jahres, aber ich denke, dass die Performance besser sein wird, als die meisten erwarten. Für Anleger, die vom Nutzen der Edelmetallinvestitionen überzeugt sind, besteht das Risiko vor allem darin, nicht oder nicht voll investiert zu sein. Ich glaube, dass die Kurse auf lange Sicht mit enormer Energie nach oben gedrückt werden, auch wenn wir immer wieder volatile Tage erleben werden.


Mike Gleason: Die Stimmung der Investoren ist im Moment im Allgemeinen ziemlich negativ gegenüber den Edelmetallen. Viele glauben, dass es mit Donald Trump im Weißen Haus keinen Grund gibt, Gold oder Silber zu besitzen. Wie schätzen Sie dieses Sentiment ein? Sie tauschen sich selbstverständlich oft mit Ihren Kontakten im Minensektor und im Edelmetallsektor im Allgemeinen aus. Was erfahren Sie dabei über die Marktstimmung? Sind die Leute verhalten optimistisch? Ist derzeit einfach nicht so viel los?

David Smith: So wie ich das sehe, ist die Stimmung unter den Edelmetallproduzenten viel besser als unter den Anlegern. Wissen Sie, wenn Sie versuchen, sich bei Ihren Investitionsentscheidungen nach dem Verhalten der Mehrheit zu richten, werden Sie damit nicht allzu gut fahren. Man muss wirklich eine konträre Strategie verfolgen. Aber das ist schwierig. Es ist nicht leicht zu kaufen, wenn viele der Meinung sind, dass die Preise noch weiter fallen werden.

Wenn Sie lieber warten, bis alle glauben, dass die Kurse steigen, sollten Sie allerdings Folgendes bedenken: Erstens liegt die Mehrheit bei Wendepunkten meistens falsch. Zweitens haben Sie zu diesem Zeitpunkt dann den Großteil der Kursgewinne schon verpasst. Das Sentiment ist ein Indikator, der anzeigt, wann die Gelegenheit besteht zu günstigeren Preisen zu kaufen, und er funktioniert am besten, wenn man entgegen der allgemeinen Meinung an den Märkten handelt, statt sich der Stimmung anzuschließen.


Mike Gleason: Was können Sie uns zu Palladium sagen David? In letzter Zeit hat sich dieses Metall besser entwickelt als die anderen Edelmetalle. Vielleicht beginnen die Gold- und Silberkurse jetzt nachzuziehen. Im letzten Jahr hatte Palladium ebenfalls die beste Performance unter den Edelmetallen und wir haben auch früher schon erlebt, dass Palladium die Führung in diesem Sektor übernimmt. Denken Sie, dass das auch aktuell wieder der Fall sein könnte? Was steckt hinter dieser Korrelation?

David Smith: Ich denke, wir beobachten etwas Ähnliches wie Ende 2013 und Anfang 2014. David Morgan und ich hatten das damals in einem Artikel kommentiert und darauf hingewiesen, dass Palladium den Gold- und Silberkursen oft vorauseilt. Die beiden anderen Edelmetalle folgen dann ein wenig später nach. Nach der Veröffentlichung dieses Artikels ist der Palladiumpreis um fast 300 $ je Unze gestiegen und Gold und Silber entwickelten sich auch recht gut.

Die Gründe könnten diesmal anders sein, aber ich glaube, dass wir eine Art Echo dieser Entwicklung erleben werden. Am Palladiummarkt gibt es zunehmende Schwierigkeiten beim Angebot. Außerdem nimmt die Nachfrage zu, nicht nur seitens der Industrie, sondern auch seitens der Investoren.



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