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Stagflation kündigt sich an: gut für Gold, schlecht für Aktien

18.03.2017  |  Claus Vogt
Weltweit ziehen die Verbraucherpreise an

Vorige Woche habe ich für Sie an dieser Stelle bereits den Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland thematisiert. Nun ist diese Entwicklung allerdings nicht auf Deutschland beschränkt, sondern ein weltweites Phänomen. Das sollte Sie nicht weiter verwundern, da alle Zentralbanken rund um die Welt seit Jahren die Weichen auf Geldentwertung gestellt haben. Und das in einem Ausmaß, wie es die Welt noch nie gesehen hat.

Bis vor kurzem befeuerte diese völlig verantwortungslose Geldpolitik vor allem die Finanzmärkte sowie die Immobilienmärkte und schuf die umfassendste Spekulationsblase aller Zeiten. Schon oft habe ich Sie davor gewarnt: Wenn diese Blase platzt, wird eine Krise folgen, die das Geschehen von 2008 weit in den Schatten stellen wird. Denn die ökonomischen Fehlentwicklungen und Ungleichgewichte sind heute sehr viel größer als vor acht Jahren, während die weltweite Staatsverschuldung seither dramatisch zugenommen hat. Jetzt mehren sich die Zeichen, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist und der unvermeidliche Abschwung bald beginnen wird. Schauen wir uns zuerst die Entwicklung der US-Konsumentenpreise an.


Klarer Anstieg der US-Konsumentenpreise: Die Fed läuft hinterher

Der folgende Chart zeigt Ihnen die Entwicklung des US-Konsumentenpreisindex seit 1998. Wie Sie sehen, hat die offiziell zugegebene Geldentwertung auch in den USA deutlich Fahrt aufgenommen. Im Februar betrug sie bereits 2,8%. Sie ist also 1,8 Prozentpunkte höher als der von der US-Zentralbank erst am Mittwoch, den 15. März 2017 minimal angehobene Leitzins. Dennoch konnte sich die Fed erneut nur zu einer minimalen Zinserhöhung von 0,25 Prozentpunkten auf eine Spanne von 0,75% bis 1,0% durchringen. Eine der Geldwertstabilität verpflichtete Geldpolitik sieht für mich anders aus.

Dennoch wird sich diese kleine Zinsanhebung wahrscheinlich als das Zünglein an der Waage herausstellen, das den laufenden Aufschwung beenden wird. Denn der Wirtschaftsaufschwung der vergangenen Jahre ist extrem fragil und wird nach Jahren der Nullzinspolitik selbst kleinste Zinserhöhungen nicht verkraften. Außerdem zeigen sich trotz der die Finanzmärkte beherrschenden Trump-Euphorie bereits deutliche Zeichen eines beginnenden Abschwungs.


US-Konsumentenpreisindex, Veränderung gegenüber Vorjahr in %, 1998 bis 2000

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Die Geldentwertung hat nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA Fahrt aufgenommen. (Die grauen Balken kennzeichnen Rezessionen.)
Quelle: St. Louis Fed


Rezessionswarnung und deutliche Schwächezeichen der US-Wirtschaft

Der nächste Chart zeigt Ihnen die jährliche prozentuale Veränderung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP). Hier erkennen Sie sehr gut, wie schwach der künstliche Aufschwung der vergangenen Jahre gewesen ist, der seine Existenz einer Kombination aus einer drastischen Erhöhung der Staatsverschuldung und einer ultralaxen Geldpolitik zu verdanken hat.



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