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Euro könnte massiv abwerten - Palladium erreicht neue Hochs

21.04.2017  |  Markus Blaschzok
Die britische Premierministerin Theresa May hatte diese Woche Neuwahlen für das Vereinigte Königreich angekündigt. Dabei betonte sie, dass es vom Brexit kein Zurück gäbe. Sie wolle den Briten aber die Chance lassen, noch vor Beginn der Austrittsverhandlungen neu zu wählen. Der Brexit ist eine Absage an eine politische EU, jedoch nicht an gemeinsamen Freihandel in Europa.

Es bleibt die Sorge der Marktteilnehmer, Frankreich könnte dem britischen Beispiel folgen und aus der EU austreten sowie die EWU verlassen. Bei einem Sieg der Front National unter Le Pen bei den an diesem Wochenende bevorstehenden Wahlen wäre dieses Szenario durchaus möglich. Auch wenn Le Pen einen "Nationalen Aufstand" gegen den radikalen Islam verspricht und die Grenzen wieder sichern will, damit "Terroristen nicht wie Touristen" durch das Land reisen können, so dürfe der neuerliche Terrorakt des Islamischen Staates in Paris die Wahlen kaum mehr beeinflussen.

Zu häufig sind diese Anschläge mittlerweile, sodass die Fronten in der Bevölkerung wohl längst verhärtet sein dürften. Ebenso wie Wilders in den Niederlanden, dürfte es Le Pen schwer haben eine Mehrheit zu erringen. Nach Umfragen liegt Le Pen hinter dem jungen Emmanuel Macron, der wirtschaftsliberaler ist als Le Pen. Da das gesamte Parteienspektrum in Frankreich noch weiter links angesiedelt ist als in Deutschland, wäre Macron eine kleine Revolution zumindest in der Wirtschaftspolitik - eine echte Wende ist von ihm hingegen nicht zu erwarten.


Der Euro könnte schnell weitere 15% an Wert verlieren

Nebst dem Brexit würde ein Frexit dem Euro einen Tiefschlag versetzen und diesen bei einem Austritt Frankreichs aus der Währungsunion womöglich an den Rand des Abgrunds führen. Auf die Deutschen kämen dann Ausfälle in Billionenhöhe zu sowie gigantische Vermögensverluste durch eine drastische Abwertung des Euros. Es gibt jede Menge Brandherde in Europa und die unkontrollierte Immigration bringt die Staaten sowie deren Wohlfahrtssysteme an den Rand des Kollapses.

Die Schuld trägt das politische Europa Brüssels sowie das Zwangskorsett des Euros, das eine nachhaltige natürliche sowie tragfähige Entwicklung unmöglich macht. Ein nachhaltiger Anstieg der Wirtschaftsleistung ist unter diesen Umständen utopisch und man kann froh sein, wenn der Niedergang des Wohlstands in Europa langsam und ohne größere sozialen Unruhen vonstattengeht.

Wie folgender Chart zeigt, fiel der Euro im Jahr 2014 von 1,40 $ auf nur 1,05 $ im Tief. Seit zwei Jahren konsolidiert der Euro nun auf diesem niedrigen Niveau. Die Masse der Marktteilnehmer geht davon aus, dass der Euro in Bälde wieder zur Stärke zum US-Dollar neigen dürfte. Dies halten wir im Augenblick für eine fatale Fehleinschätzung, denn bei einem möglichen schrittweisen Exit der europäischen Geldpolitik handelt es sich bisher nur um Gerüchte und wilde Spekulationen.

Fakt ist, dass die US-Notenbank die Zinsen immer weiter anheben will in diesem Jahr, während die EZB monatlich 60 Mrd. Euro an neuem Baumwollgeld drucken wird und die Niedrigzinsen noch weiter über das Ende von 2017 sichern will. Alleine das reicht aus, um den Euro auf neue Tiefs zu führen. Der Terminmarkt spricht dabei eine eindeutige Sprache und die Last der nackten Longs auf den Euro wiegt immer schwerer, sodass die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Einbruch des Euros zum Dollar in den kommenden Monaten im Augenblick relativ hoch zu sein scheint.

Der Euro könnte noch einmal 15% auf 0,90 $ abwerten, wenn sich die Geldpolitik in Europa und den USA nicht völlig ändert und in das Gegenteil verkehrt. Auf einen steigenden Euro zu setzen birgt im Moment sehr hohe Risiken.

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Der Euro könnte vor einem erneuten Einbruch stehen und die Parität zum Dollar erreichen


Gold in Euro wird massiv ansteigen

Wer dann nicht längst mit Gold und Silber vorgesorgt hat, könnte all seine Ersparnisse verlieren. Sollte der Euro in den kommenden Monaten um 15% abwerten, so dürfte der Goldpreis in Euro um etwa den gleichen Prozentsatz im Preis ansteigen. Der Preis würde dann schnell bis auf das Hoch des Jahres 2013 bei 1.380 Euro je Feinunze klettern.

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Der Goldpreis in Euro steht womöglich vor einem neuen Sprung


Der Chart zeigt, dass sich der Goldpreis in Euro bereits seit drei Jahren wieder im Aufwärtstrend befindet. Angesichts der katastrophalen und aussichtslosen Lage, in der sich Europa befindet, ist davon auszugehen, dass der grün eingezeichnete Aufwärtstrend Bestand haben wird. Der Preisanstieg könnte sogar noch an Fahrt aufnehmen, wenn es zu weiteren politischen Erdbeben kommt, wovon wir stark ausgehen.

In keinem Fall wird der Goldpreis jetzt in eine erneute Phase der mehrjährigen Konsolidierung oder einen Bärenmarkt übergehen. Die Chancen im Verhältnis zum Risiko scheinen enorm gut zu sein und jeder sollte zumindest einen Teil seines Vermögens in Edelmetalle zur Absicherung seines Vermögens stecken.



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