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Gold: Wackelige Zwischenerholung

17.05.2017  |  Florian Grummes
1. Gold in USD

Rückblick:

Die vor vier Wochen klar geäußerte Skepsis hat sich mittlerweile bewahrheitet. Mit dem ersten Wahldurchgang in Frankreich endete die viermonatige Rally am Goldmarkt abrupt und mit einem Gap nach unten. Seitdem ist der Goldpreis zunehmend unter Druck geraten und zwischenzeitlich bereits bis auf 1.214 USD gefallen. Rückblickend war ich zuletzt auf der Unterseite offensichtlich etwas zu optimistisch geworden und hätte besser meine zuvor vermutete Handelsrange von 1.180/1.200 bis 1.300 USD beibehalten. Insgesamt hält sich der Goldpreis aber ziemlich exakt an meinen Fahrplan.

Die seit knapp einer Woche angelaufene Erholung kann zwar noch nicht überzeugen, dürfte aber noch Potential nach oben haben.


Gold in USD Monatschart:

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Im großen Bild läuft der Goldpreis auf dem arithmetischen Monatschart seit fast sechs Jahren in ein riesiges symmetrisches Dreieck. Dessen obere Begrenzungslinie liegt momentan bei ca. 1.284 USD, die untere Begrenzungslinie hingegen bei ca. 1.125 USD. Der Goldpreis selber notiert aktuell im oberen Drittel dieser Handelsspanne. Grundsätzlich ist ein Rückfall bis zur unteren Begrenzungslinie nicht auszuschließen, allerdings erscheint ein derart tiefer Rücksetzer momentan eher unwahrscheinlich.

Ungünstig auf Sicht der kommenden Monate ist das erneute Verkaufssignal bei der Stochastik. Ebenso droht bei weiterer Kursschwäche ein Verkaufssignal beim MACD-Indikator.

Gleichzeitig kann man argumentieren, dass Dreiecke meist in die übergeordnete Trendrichtung aufgelöst werden. Trotz der Korrektur seit 2011 ist damit ein Ausbruch nach oben wahrscheinlicher. In jedem Fall dürfte der Ausbruch aus dem Dreieck für eine deutliche Zunahme der Volatilität bzw. der Dynamik sorgen. Solange die Kurse aber in die Spitze des Dreiecks hineinlaufen, fällt die Volatilität für gewöhnlich.

Bis zum Sommer wird der Goldpreis also höchstwahrscheinlich innerhalb des Dreiecks zunächst auf der Unterseite nach Unterstützung und einem Boden suchen. Der nächste Angriff auf die obere Begrenzungslinie weicht diese hingegen weiter auf und könnte bereits den Ausbruch bringen.

In der Summe muss der Monatschart aufgrund des Rücksetzers auf "neutral" zurückgestuft werden. Dennoch spricht im großen Bild weiterhin fast alles für einen erfolgreichen Ausbruch nach oben. Dieser dürfte aber wohl erst im zweiten Halbjahr gelingen. Bis dahin müssen sich die Goldbugs gedulden.


Gold in USD Wochenchart:

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Auf dem arithmetischen Wochenchart wurde der große Befreiungsschlag zunächst abgeblasen. Nach vier Monaten Rally sorgte die überkauften Lage Ende April für eine kurz- bis mittelfristige Trendwende. Allerdings ist das grundsätzlich konstruktive Chartbild trotz des scharfen Rücksetzers noch nicht zerstört.

Auf dem Wochenchart wird aber klar, dass ein Rückfall bis in die starke Unterstützungszone 1.180 - 1.200 USD durchaus realistisch ist und unbedingt eingeplant werden sollte. Insbesondere die Stochastik präsentiert sich im mittelfristigen Zeitfenster nach wie vor mit einem Verkaufssignal und benötigt weiterhin fallende oder zumindest seitwärts laufende Kurse, um ihre überverkaufte Zone zu erreichen. Der MACD-Indikator droht ebenfalls zu kippen.

Knapp unterhalb der genannten Unterstützungszone 1.180 - 1.200 USD verläuft bei derzeit ca. 1.156 USD die Verbindungslinie der beiden Tiefs vom Dezember 2015 und Dezember 2016. Diese langsam steigende Aufwärtstrendlinie wäre wohl das "worst case"-Szenario der laufenden Korrektur. Auf dem Weg dorthin warten auf die Bären aber derart viele Verteidigungsstellungen der Bullen, so dass es wenn überhaupt nur sehr zäh weiter nach unten gehen dürfte.

Zusammengefasst muss auch der Wochenchart auf "neutral" zurückgestuft werden. Ein Rückfall bis in die Zone 1.180 - 1.200 USD erscheint derzeit am wahrscheinlichsten und würde pünktlich zum Sommer wohl eine weitere geniale Einstiegschance mit sich bringen.


Gold in USD Tageschart:

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Auf dem logarithmischen Tageschart war meine pessimistische Einschätzung vor vier Wochen immer noch zu optimistisch! Keine der zahlreichen Unterstützungen konnte die Bären aufhalten!


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