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Jim Rogers: Der nächste Crash wird "der größte, den ich je erlebt habe"

12.06.2017  |  Redaktion
Der Milliardär und Rohstoffinvestor Jim Rogers glaubt, dass die nächste Wirtschaftskatastrophe vor der Tür steht. In einem kürzlich auf ZeroHedge veröffentlichten Interview sagt er, dass die Weltwirtschaft angesichts der enorm hohen Kurswerte an den Finanzmärkten noch anfälliger sei als im Jahr 2008.

Als Auslöser der nächsten Krise kommen nach Ansicht des Investmentexperten verschiedene Ereignisse in Frage, beispielsweise die Pleite eines US-Rentenfonds, von denen viele derzeit mit Problemen zu kämpfen haben. Auch die Entwicklung in China ist in seinen Augen besorgniserregend, insbesondere das Schuldenwachstum des Landes. Einer Studie von Goldman Sachs zufolge liegt die reale Verschuldung mittlerweile bei etwa 250% des Bruttoinlandsprodukts. Eine Welle von Insolvenzen deutet nach Angaben von Bloomberg zudem darauf hin, dass die Unternehmensschulden noch deutlich höher sind als bislang angenommen.

Rogers gibt jedoch auch zu bedenken, dass ein völlig unerwartetes Ereignis den Crash einleiten könnte: "Es geschieht immer dort, wo wir nicht hinsehen. [...] Es könnte ein Land sein, das wir nicht auf dem Radar haben. Es könnte alles mögliche sein." Er weist darauf hin, dass die Krise 2007 mit dem Staatsbankrott Islands begann - damit hatte niemand gerechnet.

Sollte sich die Wirtschaftslage dramatisch verschlechtern, wäre die US-Notenbank Fed nach Ansicht des Investors wahrscheinlich machtlos, da die Zinssätze bereits sehr niedrig sind und die Bank ihre Bilanz durch die bisherigen Anleihekäufe bereits auf 4,5 Billionen $ aufgebläht hat. Das werde sie zwar nicht davon abhalten, verschiedene Maßnahmen einzuleiten, doch diese werden nach Einschätzung von Rogers nicht die gewünschte Wirkung erzielen: "Sie werden es versuchen, aber es wird nicht klappen. Sie werden ein paar Rallys auslösen, aber diesmal wird es nicht funktionieren."

Als Folge der Krise könnten wir Jim Rogers zufolge das Verschwinden zahlreicher Banken und anderer Institutionen erleben: "Lehman Brothers gab es seit mehr als 150 Jahren. Weg. [...] So etwas werden wir beim nächsten Mal viel häufiger erleben, seinen es Museen oder Krankenhäuser oder Universitäten oder Finanzgesellschaften." Rogers rechnet eigenen Angaben zufolge damit, dass die kommende Krise die größte wird, die er in seinem Leben gesehen hat.



© Redaktion GoldSeiten.de



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