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Geldmengen wachsen weiter

27.10.2006  |  Dr. Jürgen Müller
Die Geldmengen sind ein wichtiges Kriterium um zu erkennen, ob die Straße der Inflation weiterhin befahren wird, oder ob bereits in Richtung Deflation abgebogen wurde.

Bekanntermaßen publiziert der amerikanische Zusammenschluß privater Institutionen zur Wahrnehmung zentraler Bankaktivitäten seit März diesen Jahres die M3-Geldmenge des Dollars nicht mehr (Pressemitteilung "Discontinuance of M3" vom 16.3.2006). Weithin tragisch ist dies m.E. jedoch aus zwei Gründen nicht:

a) M2 als Indikator blieb von den Sparmaßnahmen der FED bislang verschont und zeigt klar den Trend zur weiteren Inflationierung des Dollars an. Nachfolgend ein Graph M3 vs. M2 der letzten 25 Jahre, der belegt, dass wir ein gleichlaufendes Geschwisterpaar vor uns haben. Die absoluten Größen der Skalen erscheint nebensächlich um zu erkennen, ob die Inflationsspirale weiterhin gedreht werden kann ohne den Argwohn der Menschen herauszufordern.

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Quelle: Federal Reserve Bank of St. Louis (www.stlouisfed.org)


b) Eine amerikanische Investorengruppe (die leider auf E-Mail Anfragen nicht antwortet) veröffentlicht unter der Adresse www.nowandfutures.com den aus den Einzelkomponenten errechneten Wert von M3 (siehe Artikel "US-Geldmenge M3 zurück" vom August diesen Jahres). Aktuell zeigt deren Chart für M3 ein sich weiterhin beschleunigendes Wachstum der Geldmenge an.

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Quelle: nowandfutures.com


Just diese Woche erreichte das jährliche Wachstum zum erstenmal seit 2002 wieder zweistellige Raten, die absolute Geldmenge die elfte Billionen (in Zahlen: 11.000.000.000.000). FED-Chef Bernanke zeigt sich zwar - Zitat - "besorgt über die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Welt" (Quelle: Reuters), trotzdem wurde die 2-jährige Phase der Zinsanhebungen nun anscheinend abgeschlossen und die US-Märkte antizipieren konstante oder gar fallende Zinssätze, während die EZB weiterhin die Sätze anhebt. Der Dow erreicht nominal betrachtet Höchstmarke um Höchstmarke. Gerüchte um das Plunge Protection Team ranken sich im Internet, leicht zu manipulierende Aktien würden wegen der bevorstehenden Kongreßwahlen gestüzt/gepusht und Gold/Silber würden gedrückt, um die Inflationsspekulanten wieder mal zu bestrafen (Kostolany zu Saiger: "Die Goldanleger müssen immer wieder bestraft werden, denn wenn diese Inflationsspekulanten überhand nehmen sollten, wäre das ganze System vom Zusammenbruch bedroht." Quelle: Midas Goldbrief, 25.09.2006).

Das aktuelle Bild beim Gold ergibt sich für mich wie folgt:

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Quelle: 321gold.com


Ein Rücksetzer kann in Kostolany´scher Sichtweise immer erfolgen (550? 500?), doch solange das große Bild intakt bleibt, besteht am Spielausgang nach den vollen 90 Minuten Spielzeit keine Frage:
  • Staatsverschuldungen gehen weiter (siehe aktuelles Beispiel Verkauf deutscher Flugsicherung - 1 Milliarde Gewinnerhoffnung)
  • Deflationsgefahr in den USA durch Abkühlung der Konjunktur respektive Immobilienmarkt, inkl. weltweiter Auswirkungen.
  • Daher weitere Inflationierung der Fiat-Währungen unvermeidlich (siehe Grafiken oben. Marc Faber im letzten Smart Investor zur Japan-Krise: "Die Japaner haben schon Geld gedruckt, aber zu wenig um die Deflation zu vermeiden". Mit Verlaub, die Amerikaner um Hubschrauber-Ben werden diesen Fehler beflissentlich zu vermeiden wissen)
  • Baby-Boomer Generationen in USA/Europa gehen ab 2008 in den Ruhestand: Demografie-Schlinge zieht sich langsam aber unaufhörlich zu.





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