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Stefan Gleason: 6 Behauptungen, mit denen die Gegner der Edelmetalle völlig falsch liegen

09.09.2017
Gold hat eine beachtliche Menge an Kritikern. Die typischsten Einwände gegen Gold als Geld oder als Safe-Haven-Asset innerhalb eines diversifizierten Anlageportfolios sind unangebracht, doch die Anti-Gold-Mythen sind allgegenwärtig. Multimilliardär Warren Buffet hat zu Gold beispielsweise einmal spöttisch angemerkt:

"Es wird in Afrika oder irgendwo anders aus der Erde geholt. Dann schmelzen wir es ein, heben ein neues Loch aus, vergraben es wieder und bezahlen ein paar Leute dafür, dass sie darum herum stehen und es bewachen. Es hat keinen Nutzen."

Das bringt uns zur ersten falschen Behauptung der Gold-Kritiker:


Mythos Nr. 1: "Gold hat keinen Nutzen"

Warren Buffet zählt zweifellos zu den erfolgreichsten Investoren der Welt. Aber das bedeutet nicht, dass er ohne Vorurteile ist. Seine Geschäfte konzentrieren sich in erster Linie auf den Banken- und Versicherungssektor. Mit dem Fiatwährungssystem hat er buchstäblich ein Vermögen gemacht. Er hat sich an der Rettung des Finanzsystems durch den Staat beteiligt (und davon profitiert).

Zusammen mit den meisten anderen Titanen der Wall Street und des Bankenwesens hat er die Präsidentschaftskandidatur von Hillary Clinton unterstützt. Vielleicht - aber nur vielleicht - hat Buffets Feindseligkeit gegenüber Gold etwas mit seinen umfassenden, symbiotischen Verbindungen zum Establishment der Politik, des Bankensektors und der Geld- und Währungspolitik zu tun.

In jedem Fall ist die Behauptung, Gold habe keinen Nutzen, falsch. Das gelbe Metall wurde vom Markt gerade wegen seiner zahlreichen nützlichen Eigenschaften als Geld gewählt, einschließlich seiner Übertragbarkeit, Dauerhaftigkeit, Teilbarkeit und Seltenheit. Gold dient außerdem auch aus dem Grund als Mittel zur Vermögenssicherung, weil es im Gegensatz zu Banknoten noch mehr Anwendungsbereiche hat als die Verwendung als Zahlungsmittel.

Selbst wenn wir Gold nicht in Tresoren horteten, würden wir es mit hohem Kostenaufwand zu Tage fördern und gewinnen, um es für Elektronik, Schmuck, Kunstgegenstände und in der Architektur einzusetzen. Im wirtschaftlichen Sinne ist physisches Gold im Wert von 50.000 $ genauso nützlich, wie ein Sportwagen für 50.000 $ - so legt es der Markt fest.

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Mythos Nr. 2: "Gold ist das Geld der Vergangenheit. Digitale Kryptowährungen sind das Geld der Zukunft."

Jede Generation lässt sich einen neuen Grund einfallen, um Gold als "barbarisches Relikt" zu betrachten. Zuerst war es das Aufkommen des Papiergeldes. Dann die Gründung der US-Notenbank Federal Reserve. Jetzt ist es der Aufstieg der internetbasierten Kryptowährungen, die von einigen als die Technologie angepriesen werden, die Gold als Geld überflüssig machen wird.

Die Wahrheit ist, dass keine Papierwährung und keine elektronische Währung je die einzigartigen monetären Eigenschaften von Gold replizieren kann. Die Zentralbanken kaufen ebenfalls weiterhin Gold. Abgesehen davon sind auch neue Kryptowährungen mit Gold- und Silberdeckung bereits in Arbeit. Eine Währung, die die Annehmlichkeiten digitaler Transaktionen mit der Sicherheit einer Deckung durch echte Edelmetalle bietet, könnte Bitcoin eines Tages vom Thron der Kryptowährungen verdrängen - und die Gold- und Silbernachfrage gleichzeitig um Milliarden von Dollar anwachsen lassen.


Mythos Nr. 3: "Die Edelmetallpreise können nicht steigen, wenn die Fed die Zinsen erhöht."

Die Hartnäckigkeit, mit der sich dieses Märchen hält, ist schon verblüffend, wenn man bedenkt, wie oft es widerlegt wurde. Der Goldpreis bildete im Dezember 2015 einen bedeutenden Boden. Das war genau zu dem Zeitpunkt, als die Fed den US-Leitzins erstmals wieder anhob. Während die US-Notenbank die Geldpolitik in den letzten Jahren straffte, hatten Gold und Silber ansehnliche Rallys vorzuweisen. In den 1970er Jahren, als die Zinssätze dramatisch in den zweistelligen Bereich stiegen, schoss der Goldpreis parallel dazu ebenfalls in die Höhe, bis die nominalen Zinsen 1980 schließlich über der Inflationsrate lagen.

Die Entwicklung des Goldpreises steht mit den realen, inflationsbereinigten Zinsen in Zusammenhang, nicht mit den Nominalsätzen. Wenn die Realzinsen negativ sind oder ein Anstieg der Inflation erwartet wird, ist das normalerweise bullisch für die Edelmetalle.


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