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Goldpreis bekommt Unterstützung

24.07.2017  |  Prof. Dr. Thorsten Polleit
Zum aktuellen Preis ist die "Währung Gold" eine attraktive Versicherung - mit Wertsteigerungspotential.

Das Ansteigen der US-Kurzfristzinsen, das im Frühjahr 2013 eingesetzt hat, war mit einem merklichen Rückgang des Goldpreises verbunden. Die Goldhaltung verteuerte sich (wenn die Zinsen steigen, entgehen dem Goldhalter Erträge, die er mit dem Halten von Schuldpapieren erzielen kann). Und folglich gingen Nachfrage und Preis des gelben Metalls zurück.

Mit den steigenden Zinsen fiel auch die Goldnachfrage der institutionellen Investoren. Das zeigte sich in den abnehmenden Beständen der Gold-Exchange-Traded-Funds (ETFs). Seit Anfang 2016 hat sich das Bild jedoch geändert: Trotz steigender Zinsen haben die Bestände der Gold-ETFs zugenommen - und das hat dazu beigetragen, den Goldpreis zu unterstützen. Es gibt weitere Anzeichen, die dafür sprechen, dass sich der Goldpreis weiter erholen könnte.

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Ausgangspunkt der Überlegungen ist unsere (vorsichtige) Einschätzung, dass das Gold mittlerweile nicht mehr teuer, sondern eher billig ist. Dazu sei an dieser Stelle auf unser (bereits häufig gezeigtes) "Basismodell" verwiesen, in dem die amerikanische Geldmengenausweitung der Goldpreisentwicklung gegenüber gestellt wird. Bei einer solchen Betrachtung zeigt sich mittlerweile ein deutliches "Aufholpotential" des Goldpreises.

Die "Stimmungslage" auf den Finanzmärkten ist in den letzten Monaten zusehends positiv(er) geworden - und entsprechend hat die Risikoscheu der Investoren und damit auch die Nachfrage nach Risikoabsicherung merklich abgenommen. Es ist daher zu vermuten, dass die "Versicherungsprämien" für Inflations- und Zahlungsausfallrisiken, die Teil des Goldpreises sind, deutlich gefallen sind; das Gold ist folglich zu einer preisgünstigen Versicherung geworden.

Auf den Future-Märkten für Gold und Silber haben Hedge Fonds in den letzten fünf Wochen (gemessen an der letzten Datenveröffentlichung der CFTS am 11. Juli 2017) ihre Wetten gegen Gold und Silber erhöht. Das dürfte die Preise für Gold und Silber belastet haben. Eine Gegenbewegung - die jedoch eher für die kurzfristige Preisentwicklung des Goldes relevant sein dürfte - wird zusehends wahrscheinlicher.

Bedeutsam für die längerfristige Entwicklung des Goldpreises dürften natürlich vor allem die Geldpolitiken bleiben. Die Zentralbanken versuchen, die Konjunkturen in Gang zu halten und den Bankenapparat zu gesunden. Daher sind auch ihre Möglichkeiten, die Zinsen anzuheben, begrenzt. (Siehe hierzu den Aufsatz auf Seite 4) Höhere Zinsen kann die Weltkonjunktur vermutlich auch gar nicht mehr "aushalten" angesichts der überall hohen Schuldenlasten.

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Quelle: Thomson Financial. (1) Kurs-Gewinn-Verhältnis.


Merklich steigende Zinsen würden viele ohnehin schon überdehnte Staats- und Bankschuldner in Bedrängnis bringen, die Konjunktur ververlangsamen und die Kreditqualität verschlechtern. Das wiederum würde die Banken erneut belasten - eine Entwicklung, die die nächste Krise einläuten kann, und die die Regierungen und ihre Zentralbanken zu vermeiden suchen.


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