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Das Risiko: Falsche Preise, falsches Handeln

06.08.2017  |  Prof. Dr. Thorsten Polleit
Die Zentralbanken sorgen dafür, dass auf den Finanzmärkten die Risiken, die im Wirtschafts- und Finanzsystem lauern, unterschätzt werden.

Auf den Finanzmärkten ist derzeit nicht mehr allzu viel von Risikoscheu zu erkennen. Die Aktienkurse jagen von einem Allzeithoch zum anderen, während die Risikoeinschätzung der Marktakteure - gemessen an der erwarteten Schwankung der amerikanischen Aktienkurse (der Volatilität) - sich einem fast 27-jährigen Tiefpunkt angenähert hat (Abb. 1).

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Quelle: Thomson Financial. (1) Vix-Index


Aber nicht nur auf den Aktienmärkten scheint die Sorglosigkeit um sich gegriffen zu haben, scheint die Risikoscheu der Investoren wie weggeblasen zu sein, sondern vor allem auch auf den Kreditmärkten. Beispielsweise sind die Preise für Kreditausfallversicherungen - die sogenannten "Credit Default Swap Spreads" - jüngst weiter gefallen und haben sich damit ihren Vor-Krisenniveaus angenähert (Abb. 2).


Die Rolle der Zentralbanken

Von entscheidender Bedeutung für diese Entwicklungen sind die Geldpolitiken der Zentralbanken, allen voran die Geldpolitik der US-amerikanischen Federal Reserve (Fed). Sie hat als de facto Weltzentralbank die Zinsen auf extrem niedrige Niveaus geschleust, und dabei sind ihr die übrigen Zentralbanken gefolgt. Auch nach den letzten Zinserhöhungen der Fed (sie hat ihren Leitzins seit Dezember 2015 von 0,0 - 0,25 Prozent auf nunmehr 1,0 - 1,25 Prozent erhöht) sind die Kreditkosten nahe ihrem historischen Tiefpunkt geblieben (Abb. 3).

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Quelle: Thomson Financial. (2) Für 5-jährige Bankanleihen


Vor allem ist der langfristige Abwärtstrend der Zinsen ungebrochen. Wie schon in den Jahrzehnten zuvor scheint sich die Geschichte zu wiederholen: Der Leitzins wird von seinen Tiefständen wieder etwas angehoben. Aber er erreicht nicht wieder sein Vor-Krisenniveau. Und der Langfristzins setzt dabei unbeeindruckt seinen Weg Richtung Nulllinie fort.

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Quelle: Thomson Financial



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