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Nachdenken über den Sicherungswert von Gold und Silber

11.08.2017  |  Dr. Dietmar Siebholz
Mit großen Eifer stürze ich mich aus der Entfernung auf alle Nachrichten, die aus Deutschland herüberkommen und alle sind so erschreckend, dass man es kaum noch glauben kann. Und die Politik ist hilflos, lässt ihre Bürger allein und produziert Gesetze, nach deren Zweck man lange suchen oder meist einfach unterstellen muss, dass sie sich gegen die "eingeborene Bevölkerung" richten werden.

Da sich diese Entwicklung in keiner Weise umkehren lässt, weil Mathematik, Physik und die allseits bekannten kulturellen Vorgaben unveränderbar sind (und sie ohnehin gemäß der aktuellen Politik von unseren Repräsentanten gar nicht verändert werden sollen), ist es wohl sinnvoller, die Randfelder des täglichen Lebens mehr in den Mittelpunkt zu rücken wie z.B. die Kapitalverwendung.

Und hier sind wir nun bei den Vermögensanlagen und den Edelmetallen. Es ist schon lange her, dass ich hier meinen Kommentar abgegeben habe. Es hat sich auch nicht so viel geändert. Was immer noch gilt, ist die Tatsache, dass die großen Spieler am Edelmetallmarkt weiter ihre Manipulationen betreiben, immer zu deren Vorteil. Es ist ganz einfach:

Die kleinen und großen Spekulanten werden durch riesige (die großen Investmentbanken haben ja unendlich viel Liquidität und bringen dann meist in den Geisterstunden die Preise durch Leerverkäufe nach unten) Short-Sales frustriert. Dann reagieren die Spekulanten in Panik, verkaufen ihre Long-Positionen und treiben die Edelmetallpreise noch weiter nach unten und ganz, ganz weit unten decken die Investmentbanken ihre Shorts ein und lassen verbrannte Erde zurück. Sie warten dann auf die nächste Chance, wieder den Markt nach ihrem Gusto zu manipulieren.

Ich kann nicht schätzen, was die Großen in den letzten 20 Jahren für Milliarden mit diesem Procedere abgezogen haben und - keine Überraschung für mich - die Warnterminbörsen-Kontrollorgane haben noch keinen Grund für ein Eingreifen gefunden. Ja, das ist wahrer Kapitalismus, die Gewinne ins Kröpfchen, die Verluste - na, dann schreien wir nach dem Staat. Habe ich da etwas vom System falsch verstanden?

Die Risikobereitschaft wirkt auf die Gewinne, sagt man. Oder ist es nicht wirklich so, dass die Großen den Staat am Nasenring vorführen? Ich bin davon fest überzeugt. Die Investmentbanken haben die Staaten als Geisel genommen. Auch im Edelmetallmarkt. So blind kann selbst die verkalkteste Behörde nicht sein, diesen Missbrauch nicht irgendwann einmal zu erkennen.

Was hat das mit Gold und Silber zu tun? Ganz einfach, Gold und Silber muss man haben, um sein Vermögen langfristig gegen das Unvermeidliche abzusichern. Und das Unvermeidliche ist, dass das ohne Gegenleistung zugunsten der Banken und der Staaten frisch geschöpfte Geld irgendwann einmal in den realen Umlauf kommt und dann wird uns die Aufblähung ( = Inflation von lateinisch inflare = aufblähen) die Quittung ausstellen. Und irgendwann einmal wird man sein Papiergeld nicht mehr zweckkonform einsetzen können. Dafür ist dann das Edelmetall zuständig.

Ein Gesprächspartner hat mich nun gefragt, wann man was kaufen sollte. Hier ist meine Antwort. Ein Grundbestand von Gold - mehr noch für Silber sollte einfach schon vorhanden sein oder müsste nun bald bei den relativ günstigen Kursen gekauft werden.

Der Anteil von Edelmetallen am Gesamtvermögen müsste, um Sicherungswirkungen für das Gesamtvermögen zu erzielen, schon höher sein als 20%. Und wie sollte es aufgeteilt werden? Das ist Ansichtssache, aber ich rate, folgendes zu bedenken. Der Raub an seinen Bürgern ist die einzige Lösung, die unser Staat angesichts der kumulierten Lasten zum Ausgleich seiner (also richtigerweise unserer) Verluste noch vollziehen kann. Machen Sie sich keine Illusionen: So wird es - nein, so muss es kommen. Was heißt das?

Ihr Gold, wenn Sie es nicht anonym gekauft haben, wird das erste Raubziel sein, bei Silber wird es schon sehr viel schwieriger, denn Silber ist ja überwiegend ein wichtiges Industriemetall und ein Verbot wäre problematisch. Und wenn es doch auch gegen Silber gehen sollte, dann hat man immer noch die Möglichkeit, Industriebetrieben das von denen gesuchte Metall direkt anzubieten. Und genau dafür habe ich ja unsere Firma gegründet, um dann mit den Metallen legalen Handel treiben zu können. Daran wird mich niemand hindern können.

Welche Signale würden mich veranlassen, meinen Silber- und etwas weniger zwar auch den Goldbestand schnell und erheblich aufzustocken?

  • 1. Die Gold - Silberpreis-Relation übersteigt den Wert von 1:80 (derzeit 1:77), also wäre der Startschuss für den zusätzlichen Silberkauf gar nicht mehr soweit …

  • 2. Der Silberpreis fällt unter 14,50 US-$. Teuer produzierende Minen haben Gesamtkosten von ca. 13,00 US-$ pro Unze und werden dann kurz über lang vom Markt verschwinden müssen; damit wird das Angebot fallen und sich so die Relation von Angebot und Nachfrage wesentlich verändern.

  • 3. Die EU bricht auseinander (für mich unvermeidlich) und der EURO wird davon heftig getroffen; ein Tausch vom Papier- (= legalem Falschgeld) zum harten realen Geld aber schon lange davor ist extrem wichtig.

Und Gold? Solange es geht, anonym kaufen, Belege genauso aufbewahren wie beim Silber (man braucht sicherlich einmal diese Belege, wenn der Staat vollends durchdrehen wird und er wird, das sage ich Ihnen unverblümt (!!!).


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