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Sie wurden gewarnt: Die Lage ist viel ernster als gedacht!

14.09.2017  |  Steve St. Angelo
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Während Bear Stearns mehr und mehr toxische hypothekenbesicherte Wertpapiere (Mortgage Backed Securities) zukaufte, stieg der Aktienkurs der Bank in den Himmel. Zu Beginn des Jahres 2007, auf dem Gipfel des US-Immobilienbooms, notierte die Aktie beim Rekordniveau von 171 $. Doch leider nehmen eines Tages alle hochverschuldeten Schrottanlagen und Ponzi-Systeme ein unrühmliches Ende. Die Party bei Bearn Stearns dauerte zwar sehr lang, aber das böse Erwachen kam schließlich recht plötzlich.

Innerhalb von nur etwas mehr als einem Jahr stürzte der Aktienkurs der Bank um ganze 98% ab - auf gerade einmal 2 $. Die Finanzmedien und -analysten hatten den Anlegern zuvor natürlich noch versichert, dass Bear Stearns ein gesundes Unternehmen sei, und eine positive Entwicklung vorhergesagt. Als die Bank beispielsweise im März 2008 mit Problemen zu kämpfen hatte, antwortete Jim Cramer von der CNBC-Sendung "Mad Money" einem besorgten Anrufer:

Peter: "Sollte ich mir bei Bear Stearns in Bezug auf die Liquidität Sorgen machen und mein Geld abziehen?"

Jim Cramer: "Nein! Nein! Nein! Bear Stearns geht es gut. Lassen Sie Ihr Geld, wo es ist. Bear Stearns steckt nicht in Schwierigkeiten. Wenn überhaupt, dann ist eine Übernahme wahrscheinlicher. Ziehen Sie Ihr Geld nicht ab. Das wäre einfach nur dumm. Seien Sie nicht dumm."

  • Dienstag, 11. März 2008, "Mad Money", CNBC. (Quelle)


Viele Anleger folgten Jims Rat. Was geschah mit der Investmentbank, nachdem Jim Cramer ihr einen ausgezeichneten Gesundheitszustand bescheinigt hatte?

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Am Dienstag, den 11. März, lag der Kurs der Bear-Stearns-Aktie bei 60 $, doch nur fünf Tage später war er um 85% gefallen. Die oben verlinkte Webseite, auf der ich das Zitat gefunden habe, weist darauf hin, dass Cramer unter Umständen das Geld auf einem Bankkonto und nicht Anlagekapital gemeint haben könnte. Er hat allerdings nicht deutlich gemacht, ob er von Spareinlagen oder dem Zustand und Aktienkurs des Unternehmens sprach.

Doch wie dem auch sei - der Wert der Bear-Stearns-Aktie lag in Wirklichkeit schon Jahre vor dem Crash von 2008 bei NULL. Wenn die Finanzanalysten sich ernsthaft mit den Fundamentaldaten des Hypothekenmarktes und der Bilanz der Bank befasst hätten, wäre ihnen schon Jahre zuvor bewusst geworden, dass Bear Stearns durch und durch faul war. Aber so ist es eben die Art der Wall Street und der Zentralbanken - alles ist in Ordnung, bis eines Tages plötzlich nichts mehr in Ordnung ist. Und dieser Tag ist nah.


Rekordtief beim Volatilitätsindex signalisiert künftige Probleme

Obwohl ich bereits in früheren Artikeln einige Charts des Volatilitätsindex VIX veröffentlicht habe, dachte ich, dass dieser hier das kommende Desaster an den US-Aktienmärkten besser illustrieren würde.

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Der Volatilitätsindex VIX (rot) ist im Verhältnis zum US-Aktienindex S&P 500 (grau) auf den niedrigsten Stand seiner Geschichte gefallen, während der S&P ein neues Allzeithoch erreicht hat. Ein Blick auf das Jahr 2007 verrät uns, dass der VIX damals ebenfalls extrem niedrig lag - just zu dem Zeitpunkt, als der Kurs von Bear Stearns bei 171 $ einen neuen Rekord verzeichnete. Ist das nicht ein schöner Zufall?


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