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Sie wurden gewarnt: Die Lage ist viel ernster als gedacht!

14.09.2017  |  Steve St. Angelo
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Nur zur Erinnerung: Der VIX misst das Ausmaß der Angst an den Märkten. Wenn der Volatilitätsindex ein Tief erreicht, ist der Markt überzeugt, dass alles in bester Ordnung ist. Wenn er dagegen nach oben schnellt, beherrschen Angst und Panik die Stimmung der Investoren und in den Straßen fließt Blut.

Die Federal Reserve und die anderen Zentralbanken spielen weiterhin Monopoly und drucken Geld und kaufen Assets im Wert von Billionen von Dollar. Die Party wird jedoch bald vorbei sein. Das böse Erwachen steht allen gehebelten Schrottinvestments und Ponzi-Systemen bevor. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie ernst die Lage tatsächlich ist, wollen wir noch einen Blick auf eine entscheidende Entwicklung im Energiesektor werfen, die Auswirkungen auf alle anderen Bereiche hat.


Warum es zum großen Marktcrash kommen wird

Obwohl ich mich selbst ebenfalls zur Gemeinschaft der alternativen Medien zähle, bin ich doch immer wieder erstaunt über das mangelnde Wissen der meisten Edelmetallanalysten in Sachen Energie. Ich respektiere die Arbeit der meisten Gold- und Silberkommentatoren, aber sie vergessen in ihren Analysen den wichtigsten Faktor: den sinkenden Erntefaktor, auch bekannt als EROI (Energy Returned On Energy Invested).

Wie oben erwähnt, telefoniere ich oft mit Vertretern verschiedener Branchen. Gestern hatte ich beispielsweise die Gelegenheit, mich 90 Minuten mit Bedford Hill von der Hill's Group zu unterhalten. Das war ein sehr interessantes Gespräch. Bedford weiß, dass wir erledigt sind, aber leider verstehen wahrscheinlich nur 0,01% der Bevölkerung die Details seiner Arbeit. Hier ist eine kurze Erklärung zur Hill's Group:

"Die Hill's Group ist eine Vereinigung von beratenden Ingenieuren und professionellen Projektmanagern. Unser Ziel ist es, unsere Kunden durch die Bereitstellung relevanter und zeitgemäßer Fähigkeiten, die zur Führung ihrer Organisationen notwendig sind, zu unterstützen.

Die Ermittlung der weltweiten Ölreserven und ihrer Erschöpfung stellt langfristigen Planern, Organisatoren und Politikern entscheidende Informationen zur Verfügung, die sie im Zuge des heutigen rasanten Wandels brauchen werden."


Ich habe Bedford gefragt, ob er ebenso wie ich glaubt, dass der hyperinflationäre Kollaps in Venezuela eher auf den fallenden Ölpreis als auf die korrupte, kommunistische Regierung zurückzuführen sei, und er pflichtete mir bei. Bedford sagte, dass der Energieaufwand zur Förderung des venezolanischen Schweröls höher sei, als der Markt sich derzeit leisten könne. Er meinte, dass Venezuela noch immer genügend Gewinn machen könnte, um die korrupte, ineffiziente Regierung zu finanzieren, wenn der Ölpreis bei 80 $ läge. Doch bei einem Ölpreis von weniger als 50 $ geht die gesamte Wirtschaft des Landes zugrunde.

Während unseres Telefonats diskutierte Bedford sein ETP-Modell des Ölpreises, welches Sie im folgenden Chart sehen. Dieses Modell bringt jeden Studenten oder Anhänger der Österreichischen Wirtschaftsschule zum Verzweifeln:

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Bedford hat gemeinsam mit einer Gruppe von Ingenieuren tausende Stunden damit zugebracht, die Daten in das Modell einzupflegen, die schließlich die ETP-Kostenkurve hervorbrachten (schwarze Linie). Diese Kurve zeigt die durchschnittliche Höhe der Produktionskosten in der Ölindustrie. Die roten Punkte entsprechen dem tatsächlichen Ölpreis für West Texas Intermediate (WTI). Wie sie sehen, korreliert die Entwicklung des Ölpreises mit der ETP-Kostenkurve. Diese Korrelation deutet darauf hin, dass der Marktpreis für Rohöl von den Produktionskosten bestimmt wird, nicht von Angebot und Nachfrage.

Die ETP-Kostenkurve stieg an, bis sie 2012 einen Wendepunkt erreichte. Dann überschritt sie ihr Maximum. Die schwarze Linie, die im rechten Teil des Charts wieder steil abfällt, repräsentiert den "maximalen Verbraucherpreis", d. h. den höchsten Preis, den sich die Endkonsumenten leisten können. Mit Angebot und Nachfrage hat das, wie gesagt, nichts zu tun. Entscheidend sind vielmehr die Produktionskosten und die verbleibende Nettoenergie in jedem neu geförderten Barrel Öl.

Ich habe beschlossen, die roten Punkte für die Jahre 2014-2016 ebenfalls in den Chart einzufügen. Diese zusätzlichen Daten zum jährlichen Ölpreis liegen noch immer innerhalb oder in der Nähe der Kurve des maximalen Verbraucherpreises. Bedford zufolge wird der Ölpreis bis 2020 weiter sinken. Allerdings war der Durchschnittspreis 2015 und 2016 viel niedriger, als Bedford und sein Team berechnet hatten, daher ist es gut möglich, dass wir in den nächsten Jahren eine gewisse Volatilität erleben.


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