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Armes Amerika: Von Platz Eins fort an den Katzentisch! (Teil 1/2)

23.09.2017  |  Prof. Dr. Hans J. Bocker
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Für die Dollarsklaven weltweit galt die gnadenlose Verpflichtung, Zinsen brav abzuliefern, sich ständig weiter zu verschulden und bedingungslos, Tag und Nacht einen vielstimmigen, aber bestens orchestrierten Lob-Choral mit dem schlichten Text devot abzusingen:

"Oh großes Amerika und allmächtige FED befiehl, wir alle folgen mit fliegenden Niedrigzins-Fahnen in den Hochfinanzhimmel", zumindest aber in dessen steuerfreien Vorhof, wenngleich zuletzt immer öfters murrend und knurrend. Die Finanzhalbgötter an der Spitze dieser historisch einmaligen Machtpyramide neigten jedoch zum Größenwahn nach ungestörten Jahrzehnten im Hochfinanzrausch. So erklärte der Chef von Goldman Sachs öffentlich, dass er und seine Bank, "das Werk Gottes" täten, doch dieser beispiellose Hochmut kommt immer vor dem großen Fall.

Und vielleicht öffnet sich derzeit die in die Tiefe führende, vom Zinsrost zernagte Falltür ins dunkle Crash-Labyrinth, wo die Seelen aller bankrott verstorbenen Staaten wohnen und dort in bester Gesellschaft ihr schlechtes Karma abbüßen.

Überschreitet ein Machtmissbrauch mit betrügerischen, endlosen Ketten von Täuschungen ein bestimmtes Maß an Zeit und Intensität, schreiten Natur - oder deren wirtschaftliche Gesetze - korrigierend ein. Und die vom Inflations-Lochfraß stark befallenen Scharniere dieser tödlichen, durchgefressenen Falltür beginnen bereits hörbar zu quietschen. Wieso es derzeit so laut quietscht und wie die vom Crash-Panoptikum zu erwartenden möglichen Folgen aussehen, soll im Folgenden kurz analysiert werden. Ich gehe dabei erstmals das höchst gefährliche Risiko ein, mich auf ein Datum festzulegen.

Hat ein Prophet recht, gilt er als Genie, stimmt das Datum dann nicht, gilt er bestenfalls als Clown oder Schwachsinniger im senilen Endstadion (was auf manchen Webseiten leider oft genug zu verfolgen ist). Was wird es diesmal sein?

Zunächst wird dieses Geräusch am 7. Oktober 2017 überdeutlich hörbar, ein Datum, dass später mit Schicksalsdaten wie dem 1. September 1939 oder dem 11. September 2001 verglichen werden könnte. Die noch größte Supermacht der Erde beginnt, wie die sprichwörtliche Kuh auf dem Dorfteich, auf dem von ihr selbst geschaffenen Finanz-Glatteis auszurutschen und alles Strampeln dürfte kaum helfen. Eine massive Transformation des Weltfinanzsystems, einschließlich eines Keulenschlages gegen die Allmacht des Dollars, und wider die Supermacht der arroganten FED, sind längst überfällig.

Derlei massive Umbrüche und Umstellungen verursachen stets Krisen- und Chaos-Situationen, besonders wenn sie ohne Vorwarnung über eine ahnungslose Gesellschaft hereinbrechen. Diesmal betrifft dieser Reinigungs- und Normalisierungsprozess aber die USA selbst und zwar im Kern. Die dortige Regierung, nebst Verwaltung, scheinen sich, wie zahlreiche Hinweise belegen, auf eine von militärischer Macht bestimmte Zukunft einzurichten und aktiv vorzubereiten.

Fast alle Polizeifahrzeuge erhalten schwere Schutzvorrichtungen, gulagähnliche Camps entstehen, Massen von vergitterten Gefängniswaggons stehen auf Nebengleisen, kugelsichere Verkleidungen an Streifenwagen gehören inzwischen zum Straßenbild. Starke Panzerungen an Einsatzfahrzeugen fallen sogar Touristen ins Auge. Alles nur reiner Zufall?

Bekannte Experten erwarten in Kürze Zustände wie in der großen Depression der 30er Jahre, bestenfalls eine Kopie der griechischen Zustände der letzten Jahre. Vielleicht widerlegen die kommenden Ereignisse den fundamentalen Ausspruch von Henry Kissinger: "Wer das Geld kontrolliert, kontrolliert die Weltwirtschaft, die globale Politik, die Geld- und Zahlungsströme." Vielleicht wird er auch in völlig neuer und unerwarteter Weise interpretiert, jedoch ganz anders als sich das der gute Kissinger einst dachte, denn wer kontrolliert die Kontrollierenden? Genau hier aber bahnt sich ein drastischer Wechsel, ganz speziell im Kontrollmechanismus, an.

Im Zentrum des kommenden Finanzorkans steht der IWF, also die Zentralbank der Zentralbanken, mit Christine Lagarde am Lenkrad. Wer also den IWF kontrolliert, der beherrscht das Weltfinanzsystem unsichtbar, und im Hintergrund, und kann jedes Land finanziell langfristig stärken oder kurzfristig verkrüppeln. Die Macht des IWF ist eher subtiler Natur und nicht so offensichtlich wie die Macht des FBI, der NSA und des mit Abstand größten Militärapparates der Welt, also des amerikanischen.

Der IWF gleicht einem Puppenspieler, der unsichtbar im Hintergrund die Fäden zieht, wobei die sichtbaren Figuren (kreditnehmende Länder) dann vorne tanzen oder jede andere gewünschte und natürlich amerikafreundliche Bewegung ausführen. Die US-Regierung war der Kopf und das Großhirn des Spielers, die Fed plus Großbanken die Wirbelsäule, die BIZ nebst anderen Zentralbanken die Augen, der Zins die Muskelspannung und der Blutdruck, die Dollar-Geldpressen das Herz, die Schulden die Exkremente, die Inflation der Schweiß, die Finanzmedien der Speichel, der Dollarfluss das Blut, der Steuerzahler der Blutspender, und der IWF die Hand mit manipulierenden Fingern.

Der IWF ist eine internationale Organisation mit 188 Mitgliedsstaaten. In der IWF-Charta steht klar und deutlich, dass für alle bindenden Beschlüsse 85% aller Stimmen notwendig sind, aber die USA hatten sich im Vorfeld ein automatisch geltendes Stimmrecht von mehr als 16% schlauerweise reserviert. Damit aber war Amerika bisher in der Lage, gegen alle Beschlüsse ein Veto einzulegen. Schlau, aber vielleicht nicht schlau genug. Von diesem Recht wurde auch überreichlich Gebrauch gemacht: Griechenland wollte 350 Milliarden $; Veto. Russland und China wollten Kredite; Veto. Brasilien, Venezuela und Indien wollten Geld; Veto.

Aber dieser Geiz, oder genauer, dieses verzweifelte alleinige Hängen an der zentralen Finanzmacht schafft Feinde, daher schlossen sich die BRICS-Staaten insgeheim zusammen und unter der Führung von Moskau und Peking und den Mitläufern Indien, Brasilien, wie auch Südafrika (demnächst auch Türkei?) wurde leise aber energisch beschlossen, die Dominanz der USA herauszufordern, und wenn irgendmöglich zu brechen.


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