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US-Notenbank wird Crash und Goldrallye auslösen

22.09.2017  |  Markus Blaschzok
Die private US-Notenbank "Federal Reserve - FED" machte am Mittwochabend ernst und kündigte nicht nur eine weitere Zinsanhebung für dieses Jahr an, sondern auch eine schrittweise Reduzierung ihrer auf 4,5 Billionen US Dollar aufgeblähten Bilanz ab Oktober. Geld von fälligen Anleihen wird nun nicht mehr in andere Anleihen reinvestiert, was die Bilanz verkürzen und Zentralbankgeld dem Markt wieder entziehen wird. Anstatt wie bisher Geld zu drucken, wird sie vorhandenes Geld also vernichten.

Vor neun Jahren hatte die US-Notenbank FED bekanntgegeben Schrottanleihen am offenen Markt aufkaufen zu wollen und diese in ihre Bilanz aufzunehmen, um frisch gedrucktes Geld an das vor dem Kollaps stehende Bankensystem zu verteilen. Die Banken hatten die Einlagen der Kunden um ein Vielfaches verliehen, sodass sie ihr Eigenkapital um das Zwanzig- bis Vierzigfache gehebelt hatten, was letztlich zu einer Immobilienblase und letztlich dem Crash der Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 führte.

Es drohte eine Kettenreaktion im hochverschuldeten Bankensystem, das die Realwirtschaft mit in eine tiefe Depression gerissen hätte. Um ersteres zu verhindern, verteilte die US-Notenbank auf Kosten der Steuerzahler frisches Geld an die Banken, wodurch diese vor dem Bankrott bewahrt wurden. Nach diesem ersten sogenannten QE-Programm endete das dritte QE-Programm im Oktober 2014. Bis dahin hatte die FED die Geldbasis bereits fast vervierfacht, was der primäre Treibstoff für die Rallye am Gold- und Silbermarkt war.

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Seit 2008 stieg die Geldbasis in den USA um 360% an


Die FED-Chefin Janet Yellen sieht die US-Wirtschaft in guter Verfassung, die Inflation weiter anziehen, Vollbeschäftigung am Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsausblick aufgrund der Hurrikans nicht beeinträchtigt. Für 2018 prognostizierte Yellen sogar drei weitere Zinsanhebungen. Diese Aussagen waren völlig entgegen dem Marktkonsens - man hatte Zurückhaltung seitens der Notenbank erwartet. Der USD-Index schoss nach dem Zinsentscheid um einen Punkt auf 92,4 Punkte nach oben, während der Euro zum US Dollar um 1,5 US-Cent einbrach.

Der USD-Index ist kurz davor einen mittelfristigen Abwärtstrend zu brechen und beim Euro bahnt sich eine Umkehrformation an, die sich bestätigt, sobald der Euro zum US-Dollar auf 1,18 $ fällt. Der Goldpreis verlor nach der Notenbanksitzung 20 $ und Silber sackte um 40 US-Cent ab, was wir bereits erwartet hatten.

Die US Notenbank beginnt ab Oktober mit dem Abzug von 10 Mrd. US Dollar und steigert diesen Betrag monatlich um weitere 10 Mrd. Dollar, bis sie 50 Mrd. Dollar pro Monat zurückführen wird. Die sogenannte "Normalisierung" der Bilanz wird zu einer Reduktion der Geldmenge führen, was grundsätzlich ein deflationärer Prozess ist. Auf die Preise wirkt dies jedoch noch nicht deflationär, da die Zentralbank die Geldmenge in den vergangenen Jahren bereits um das Vierfache ausgeweitet hatte und diese Liquidität noch lange Zeit preissteigernd wirken wird.

Bei einer Reduktion von 50 Mrd. Euro pro Monat würde die Normalisierung der Bilanz sechs Jahre dauern, doch soweit wird es nicht kommen, da Janet Yellen mit ihrer restriktiven Politik zuvor Blasen an den Märkten anstechen und damit neue Krisen auslösen wird, die sie dazu zwingen werden, die Druckerpresse wieder anzuwerfen.


Staat und Notenbanken sind Verursacher der Krisen

Seit über einer Dekade weise ich in meinen Artikeln auf den Zusammenhang zwischen Wirtschaftskrisen und dem Wirken der Banken sowie der Zentralbanken hin. Nach der Österreichischen Schule der Nationalökonomie sind diese die Verursacher nahezu aller Wirtschaftskrisen der Geschichte. Grundsätzlich gibt es keinen Grund warum gesamte Volkswirtschaften in einer freien Marktwirtschaft nicht ständig und stabil wachsen sollten.

In einer libertären Welt ohne Zentralbanken und ohne staatlichem Geldmonopol, in dem Geldbetrug ebenso wie andere Kapitalverbrechen verfolgt wird, sollte es keine Wirtschaftskrisen, Massenarbeitslosigkeit oder Rezessionen mit ihrem nettowohlfahrtsvernichtenden Charakter geben.


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