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Der drohende Energie-Schock

04.10.2017  |  Chris Martenson
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Der Chart macht deutlich, dass für jedes weitere Wirtschaftswachstum auch mehr Energie notwendig ist. Höheres Wachstum ist gleichbedeutend mit höherem Energieverbrauch. Rohöl ist heute die weltweit wichtigste Energiequelle. Es ist die mit Abstand wichtigste Energiequelle im Transportwesen und die gesamte Weltwirtschaft ist im Grunde genommen nichts anderes als die Herstellung von Dingen, die anschließend über sehr weite Distanzen transportiert werden. Egal, was Sie über die Entwicklung vielversprechender, alternativer Energiequellen lesen - unsere Abhängigkeit vom Öl ist noch immer extrem hoch.


Sinkende Investitionen

Nachdem der Ölpreis 2014 zu sinken begann, wurde weltweit auch ein historischer Rückgang der Investitionen im Ölsektor beobachtet (z. B. Exploration und Entwicklung neuer Ölfelder, aber auch andere Investitionsausgaben). Rund um den Globus legten die Unternehmen ihre Projekte auf Eis, verschoben sie auf ungewisse Zeit oder gaben sie ganz auf:

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Der obenstehende Chart zeigt, dass die Investitionen in der Ölindustrie zwei Jahre in Folge (von 2014 auf 2015 und von 2015 auf 2016) stark gesunken sind. In diesem Jahr sieht es bislang so aus, als müsse ein weiterer Rückgang verzeichnet werden. Damit würden die Investitionen zum ersten Mal in der gesamten Geschichte des Ölsektors drei Jahre in Folge abnehmen. Der Trend, der sich hier abzeichnet, ist also wirklich ungewöhnlich. Es handelt sich nicht um eine vorübergehende Flaute, sondern um eine historische Krise. Wir wissen noch nicht, wie stark die Investitionen 2017 gegenüber 2016 fallen werden, aber der prozentuale Rückgang wird voraussichtlich in etwa dem der Vorjahre entsprechen.

Achten Sie als nächstes auf den blauen, gestrichelten Pfeil im Chart. Sehen Sie, wie stark sich die Investitionen in der Ölbranche zwischen 2009 und 2014 erhöht haben? Sie haben sich zwar nicht direkt verdoppelt, aber viel hat nicht mehr gefehlt. Prägen Sie sich diese Jahre ein, wir werden gleich noch einmal darauf zurückkommen. Die entscheidende Frage, die wir uns in diesem Zusammenhang stellen müssen, lautet: Wie viele neue Ölvorkommen wurden 2009-2014 dank der hohen Investitionen entdeckt?

Nun, nicht besonders viele.


Kaum neue Entdeckungen

Im Ölgeschäft gibt es ein unumstößliches Gesetz: Bevor man es hochpumpen kann, muss man es erst einmal finden. Das wachsende Problem hierbei ist, dass die Bilanz der neu entdeckten Vorkommen 2016 katastrophal, 2015 schrecklich und 2014 wirklich schlecht ausfiel. Die letzten drei Jahre stellen die schlechteste Serie im gesamten Datensatz dar:

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Um die Ölproduktion aufrechtzuerhalten, muss das Rohöl wie gesagt erst einmal gefunden werden. Und weltweit finden die Unternehmen nicht mehr ansatzweise so viel Öl wie früher. Der blaue Pfeil im Chart weiter oben verdeutlichte die Zunahme der Investitionsausgaben. Hier ist sein Gegenstück - die gleichzeitige Abnahme der neuen Entdeckungen:


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