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China prägt die neue Finanzordnung und Gold ist sicher dabei

03.10.2017  |  Dr. Dietmar Siebholz
Zwei Anmerkungen möchte ich zu Beginn meines Kommentars vorausschicken, eine ist historisch, die andere aktuell. Hier zuerst die aktuelle: Ich sah rein zufällig eine Sportsendung und die Kommentierung über die hohen Transferzahlungen im europäischen Fußball. Ein Teilnehmer, der frühere Trainer Hans Meyer wurde da gefragt, was mit einer Ablösezahlung, wenn sein Verein eine solche über 100 Mio € erziele hätte, anfangen würde. Er antwortete, "ich würde es in Gold horten". Damit erntete er belustigtes Gelächter. Das fand ich gut, denn die Lacher werden noch einmal an den guten Meyer denken.

Anmerkung zwei: Im Oktober 2004 - also fast 13 Jahre her, schrieb ich einen Kommentar darüber, in welchen Schritten China die USA an die Wand spielen werden. Wer es gern nachlesen möchte, soll mich anschreiben. Meine E-Mail-Anschrift finden Sie weiter unten..

Dort sagte ich sinngemäß, wenn China sich auf den Rückzug aus der Weltleit(eher: leid)-Währung zurückziehen wird, dann ist die Stadionrunde beim Finanz-Marathon erreicht und dann sollten alle den Sicherheitsgurt anlegen, also "Fasten your seat belts, ladies and gentlemen" sagte ich damals.

Nun stelle ich fest, dass wir diesen klassischen Paradigmenwechsel - wenn wir es genau betrachten - schon vor uns sehen können. Aufgrund welcher Fakten, fragen Sie? Es sind folgende:

1. China verkauft verstärkt US-Anleihen

2. China ist weltweit unterwegs, um seine Dollars in Rohstoffe zu tauschen, erst kürzlich war z.B. eine Delegation in Peru und hat dort Investments getätigt.

3. Letzte Woche war eine hochrangige Delegation in Panama, in diesem Winzling, aber mit drei großen (potentiellen) Kupferlagerstätten und sagte insgesamt Investitionen mit US-$ 9 Milliarden US-$ zu. Das sind lediglich kleinere Aktionen nach deren Investments in Australien und Afrika

4. China stellt den Goldhandel in Shanghai auf solidere Basis um; angesichts der Manipulationen in London und New York kein Wunder. Und damit das auch faktisch erkennbar ist, stellen sie den Handel auf eine neue Feinheit von 999/1000 (anstatt auf 995/1000 in London und New York) um und dazu noch als 1-kg-Barren anstelle der sonst üblichen 400-Unzen Barren (=ca. 12,4 kg) angloamerikanischer Vorgaben

Wenn einmal die Schwerpunkte Richtung Osten verändert sind - viel fehlt ohnehin nicht mehr - kann man dann zwischen West-Barren und Ost-Barren sehr gut unterscheiden.

Übrigens: Die Schweizer Schmelzen arbeiten Tag und Nacht bei der "Veredelung" der 400-Unzen-Barren-in 1-Kilo-Barren mit der höheren Feinheit. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum die Chinesen diesen Aufwand auf sich nehmen?

5. China verwöhnt die westliche Welt nicht mit aktuellen und vor allem korrekten Meldungen über seine wirklichen Goldbestände. Der von mir sehr geschätzte mexikanische Millionär Hugo Salinas-Price - den Insidern auch als Mr. Plata (= Meister Silber) von Mexiko bekannt und Eigentümer u.a. von Fernsehsendern, einer mexikanischen SATURN-ähnlichen Techno-Kette und auch Eigentümer der AZTEKA-Bank, die viele Filialen hier in Panama unterhält - schätzt die wirkliche Goldmenge in China einschließlich des Privatgoldes auf mehr als 30.000 Tonnen.

6. Die chinesische Regierung macht seit Jahren öffentliche Werbung, um ihren Bürgern den Erwerb von Gold ans Herz zu legen. Bei uns lacht man darüber, siehe oben.

7. Nicht gelacht wurde, als China mit Hinweis auf seine Dollarreserven und seinen angestiegenen Goldbesitz darauf drängte, in die Champions-League der Notenbanken, also in den Kreis der Sonderziehungsrechte, also diese für Krisenbewältigung geschaffene fiktive Währungseinheit aufgenommen zu werden. Hat sich niemand gefragt, warum sie diese Forderung stellten?


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