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Während die Wirtschaft überhitzt, liegt der Finanzsektor auf der Intensivstation

05.10.2017  |  Uwe Bergold
- Seite 2 -
Betrachtet man in Abbildung 2 die größte und viertgrößte börsennotierte Bank in Deutschland (Nr.2- und Nr.3-Bank sind nicht börsennotiert) - Deutsche Bank und Commerzbank - so visualisieren sich auf den ersten Blick die dramatischen Folgen dieser Geldpolitik. Während die Deutsche Bank 85 Prozent von ihrem Allzeithoch entfernt notiert, liegt die Commerzbank sogar mit 96 Prozent im Minus.

Während beide Banken während der Aktienblase in 2000 (CAPE von 44) und der Immobilienblase inkl. Aktienechoblase in 2007 (CAPE von 27) haussierten, befinden sie sich aktuell, während der Bondblase (Verschuldungsblase) inkl. Immobilien- und Aktienechoblase (CAPE von 31) weiterhin in einer zyklischen und Baisse!

Was wird bei der nächsten Rezession im Finanzsektor und letztendlich dann auch in der Realwirtschaft passieren, wenn doch der Zins aktuell bereits negativ ist? Inflationäre(!) Depression ante portas?


Gold als Portfolio-Versicherung im Rahmen der globalen Verschuldungskrise

Vergleicht man seit der Einführung des Euros die Entwicklung der Eurozone-Aktien mit der Entwicklung des Goldes, so visualisiert sich eindeutig der Versicherungscharakter von Gold. Während der MSCI EMU (European Monetary Union) seit 18 Jahren um seinen Emissionskurs von 100 oszilliert und aktuell 27 Prozent seit dem 01.01.1999 im Plus liegt, hat Gold in EUR im gleichen Zeitraum um über 340 Prozent zugelegt (siehe hierzu Abb. 3).

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Abb. 3: MSCI EMU in EUR (oben) vs. MSCI EMU in Unzen GOLD (unten) von 01/1999 bis 09/2017
(Quelle: GR Asset Management)


Zusätzlich visualisiert sich in Abbildung 3 die Divergenz zwischen nominaler (monetäre Illusion) und realer (in Unzen Gold bewertet) Entwicklung der europäischen Aktien und somit der europäischen Wirtschaft. Während der Aktien-Index nominal oszillierend seitwärts um die 100 (EUR) läuft, bewegt er sich real stufenweise abwärts.

Während man am 01.01.1999 mit 100 EUR noch 12,7g GOLD kaufen konnte, kann man aktuell mit der gleichen Summe nur mehr 2,7g GOLD erwerben. Dies stellt seit Einführung des Euros einen Verlust der Gemeinschaftswährung gegenüber GOLD von etwa 79 (!) Prozent dar.

Und das Ende der (Inflations-)Fahnenstange ist noch lang nicht in Sicht. Sobald die aktuell größte globale Anleihenblase der Geschichte platzt, kommt es zur finalen Extrem-Hausse beim Gold und bei den Rohstoffen (und natürlich bei den dazugehörigen Aktien). Der Auslöser wird höchstwahrscheinlich geopolitischer Natur (Krieg), die Ursache wird - wie ausnahmslos in der Geschichte - nicht mehr kontrollierbare INFLATION sein!

"Die INFLATION zersetzt die natürliche Arbeitsteilung und verringert
die Produktion. Sie privilegiert die wirtschaftlich Etablierten auf Kosten
aller anderen Schichten und vergrößert dadurch die natürlichen
Einkommensunterschiede innerhalb der Bevölkerung.“

Murray N. Rothbard (US-amerikanischer Ökonom und politischer Philosoph)

Zwei wichtige Presseartikel im September zu der aktuellen Problematik:


OECD-Ökonom erwartet Kapitalschnitt und Bankenrettung 2.0

Mit dieser Überschrift erschien am 14. September 2017 bei Goldreporter.de ein Artikel über ein Interview mit dem ehemaligen Chefökonom der BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) William White, der aktuell die OECD berät. Hierin war nach dem Untertitel "Der ehemalige Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, William White, warnt vor einer Krise die gefährlicher sei als 2007/2008. Zentralbanken könnten die Probleme nicht mehr lösen" unter anderem zu lesen:

"... Die aktuelle Lage sei gefährlicher als 2007. Sie ähnle sehr dem Jahr 2008, sagt der heutige OECD-Berater in einem Interview mit Bloomberg TV. Seinerzeit mündete die US-Immobilienkrise in eine Weltfinanzkrise. Jetzt sei allerdings mehr als nur ein Markt überhitzt: Anleihen, Aktien, Immobilien. In dieser "Alles-Blase" [Kommentar: "Antiblase" der Rohstoffe wurde vergessen zu erwähnen] sei jede einzelne Übertreibung Grund zur Sorge…"



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