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Dow Jones: Wertverlust von 97% gegenüber Gold zu erwarten

09.11.2017  |   Egon von Greyerz
Wenn ein Anleger im Jahr 1969 1.000 $ in den Dow Jones investiert hätte, läge der Wert seines Investments heute bei 33.000 $. Das entspricht einem prozentualen Gewinn von 3.200% bzw. 7,6% jährlich. Hätte er vor 48 Jahren dagegen Gold für 1.000 $ gekauft, würde er dafür heute 37.000 $ bekommen - eine durchschnittliche jährliche Wertsteigerung von 7,8 %. Wenn man allerdings auch die Dividende einberechnet, ist der Gesamtertrag des Dow Jones bei reinvestierten Dividenden mit 10,7% deutlich höher.

1969 scheint ein willkürlich gewähltes Jahr zu sein, aber es war das Jahr, in dem ich meinen ersten Job hatte. Natürlich hätte niemand diese Kapitalerträge vorhersagen können. In den vorhergegangenen 48 Jahren, zwischen 1921 und 1969, ist der Dow Jones nur auf das Neunfache gestiegen, doch da die Dividenden damals höher ausfielen, belief sich der durchschnittliche Jahresgewinn dennoch auf 10%.

Der Goldpreis hat sich in der gesamten Zeit dagegen nur einmal erhöht: 1933, als der Dollar abgewertet und der Goldpreis von 31 $ auf 45 $ angehoben wurde. Damit stieg der Goldpreis innerhalb dieser 48 Jahre gerade einmal auf das 1,5-fache. Dank des Goldstandards war diese Zeitspanne jedoch durch einen relativ stabilen Geldwert und - abgesehen vom 2. Weltkrieg - nur durch begrenzte Kreditausweitungen gekennzeichnet.

Die Geschichte kann ein hervorragender Lehrer sein, aber sie verrät uns trotz allem kaum etwas über die Zukunft. Vor 48 Jahren hätten nur sehr wenige Menschen vorhergesagt, dass der Dow Jones heute bei 23.000 Punkten notieren würde. Was also wird in den nächsten 48 Jahren geschehen? Persönlich muss ich mir darüber natürlich keine Gedanken machen, meine Kinder und Enkelkinder aber schon. Wenn ich meinen Enkeln heute ein Geschenk machen würde, würde ich ihnen dann Aktien oder Gold schenken?


Nächste Station: 1.000 Punkte

Innerhalb der letzten 48 Jahre kam es beim Dow Jones zu vier heftigen Crashs, bei denen der Aktienindex zwischen 39% und 54% einbrach. Jeder, der zwischen 2000 und 2002 in den NASDAQ investiert war, wird sich mit Sicherheit an den Rückgang um 80% erinnern, bei dem der Wert zahlreicher Aktien auf Null fiel. An den Crash von 1987 erinnere ich mich ebenfalls sehr lebhaft. Ich war damals gerade in Tokio, um das britische Unternehmen Dixons, dessen Vizevorsitzender ich war, an der Tokioter Börse zu listen.

Das war am Montag, dem 19. Oktober, der als Schwarzer Montag in die Geschichte eingehen sollte - nicht gerade der beste Tag für einen Börsengang in Japan. Wenn wir heute zurückblicken, erscheint der damalige Kurseinbruch von 41% nur als kleiner Schluckauf im Chart. So hat es sich aber definitiv nicht angefühlt, insbesondere da alles innerhalb weniger Tage geschah.

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Trotz dieser heftigen Einbrüche in den Jahren zwischen 1969 und 2017 hat sich der langfristige Bullenmarkt des Dow Jones bis zum heutigen Tag fortgesetzt, während die investierte Geldmenge auf das 33-fache angewachsen ist. Wenn mir im Jahr 1969, als der Dow bei 700 Punkten notierte, jemand gesagt hätte, dass ich seinen Anstieg auf über 23.000 Punkte erleben würde, hätte ich natürlich gesagt, dass das lächerlich ist. Hätte ich damals 48 Jahre in die Vergangenheit geblickt, hätte ich den Dow bei 80 Punkten gesehen. Zwischen 1921 und 1969 ist der Aktienindex also nur auf das Neunfache bzw. um durchschnittlich 4,5% im Jahr gestiegen.

Basierend auf diesen historischen Werte, d. h. wenn der Dow Jones heute beim Neunfachen seines Kurses von 1969 notieren würde, läge er bei 6.300 Punkten. Wie ist es also möglich, dass heute ein Kursniveau von mehr als 23.000 Punkten verzeichnet wird? Nun, darum haben sich in der Zwischenzeit die Falschgeldzauberer gekümmert, die mit ihrem Hokuspokus riesige Geldmengen aus dem Nichts geschaffen haben



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