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In Italien könnte eine politische Mehrheit für Parallelwährung entstehen

14.11.2017  |  Vertrauliche Mitteilungen
Die finanzwirtschaftliche Lage hat sich in Italien trotz der vielen hundert Milliarden teuren und vom Landsmann Mario Draghi durchgesetzten EZB-Subventionen nicht zum Positiven gewandelt. Es stellt sich immer mehr heraus, daß auf Kosten des Euros und damit der europäischen Sparer lediglich zusätzliche Zeit teuer "erkauft" wurde. Nach wie vor sind ca. 70% der Privatdarlehen italienischer Banken notleidend.

Diese sollen nun nach den Vorstellungen Brüssels und der EZB ab 2018 von den Banken mit 100% Eigenmitteln hinterlegt werden. Dies dürfte für viele italienische Institute aber kaum möglich sein. So zeichnet sich bereits jetzt für Italien die nächste Finanzkrise ab.

Dies wird sich vor allem für die im Rahmen der Aufkaufprogramme durch die EZB sowie weiterer europäischer Hilfstöpfe weitgehend "illegal" aufgekauften Staatsanleihen als besonders problematisch erweisen. Für diese drohen nämlich erhebliche Abwertungen und daraus resultierende Abschreibungen.

Denkbar ist hier auch, daß die zur Besicherung von EZB-Darlehen eingebrachten italienischen Staatsanleihen an die Geschäftsbanken „zurückgegeben“ werden müssen, was diese in weitere "finanzielle Not" bringen würde. Möglicherweise zogen die europäischen Banken in Erwartung dieser neuen Finanzmarktkrise bei der jüngsten Finanzierungsrunde durch die EZB das etwa Siebenfache der vorher erwarteten Summe ab.

Noch dramatischer sieht die Situation für den deutschen Finanzminister aus, der entgegen den Regularien über die sogenannten Target-2-Salden die Bundesbank zum Gläubiger italienischer Banken verkommen ließ.

Statt die als Kontokorrentdarlehen geführten und damit zum Jahresende eigentlich auszugleichenden Finanzierungen über die sogenannten Target-2-Salden auch tatsächlich ausgleichen zu lassen, ließ der Bundesfinanzminister zu, daß hier ein Gläubigerrisiko von mittlerweile ca. 800 Mrd. Euro entstand.

Mangels Reformwillen formiert sich in Italien nun eine breite Mehrheit für die Einführung einer sogenannten Parallelwährung (vgl. auch "Vertrauliche" vom 17.10.2017, Tz. 12).

Neben dem Euro soll dabei die Lira wieder "auferstehen", um öffentliche Zahlungen, Schulden etc. wie in der Vergangenheit gewohnt gegenüber dem Euro und anderen Währungen abwerten zu können. Der Ausgang der italienischen Wahl 2018 wird auch eine Antwort auf die Frage geben, ob sich eine politische Mehrheit für die Einführung der Parallelwährung ergeben kann.


© Vertrauliche Mitteilungen

Auszug aus dem Infoblatt Vertrauliche Mitteilungen - aus Politik, Wirtschaft und Geldanlage, Nr. 4258


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