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Silber: Trügerische Seitwärtsphase

14.11.2017  |  Florian Grummes
1. Silber in USD

Rückblick
:

In den letzten fünf Wochen lief der Silberpreis unter geringen Schwankungen letztlich seitwärts.

Zunächst gelang den Bullen noch der Anstieg bis auf 17,44 USD. Hier war aber bereits das Ende der erwarteten Zwischenerholung erreicht. In der Folge kam es zu einem zweiwöchigen Kursrückgang, welcher bei 16,62 USD stoppte. Seitdem pendelt der Silberpreis zwischen 16,80 USD und 17,20 USD hin und her, ohne dass sich eine der beiden Seiten letztlich durchsetzen konnte.


Silber Monatschart:

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Auf dem logarithmischen Monatschart für den Silberpreis wird deutlich, dass das Kursgeschehen im Grunde genommen seit Anfang 2016 zwischen 15,50 USD und 18,50 USD stattfindet. Zwar gab es im Sommer 2016 einen kurzen Ausreißer nach oben und in diesem Juli die Kapitulationskerze nach unten, letztlich läuft der Silberpreis aber übergeordnet seitwärts. Aktuell bewegen sich die Notierungen ziemlich genau in der Mitte dieser Seitwärtszone sowie in der Nähe des mittleren Bollinger Bandes (17,57 USD). Wie für eine Seitwärtsphase oft typisch, ist die Volatilität sehr niedrig.

Bei den Indikatoren kämpft das MACD-Kaufsignal von Anfang 2016 in den letzten Monaten ums Überleben. Bislang ist hier noch keine klare Entscheidung abzulesen. Auch die Stochastik hat im Juli eine Kaufsignal aktiviert, momentan wackelt aber auch dieses eigentlich bullische Signal.

Auf der Unterseite ist der Silberpreis in jedem Fall im Bereich um 15,50 USD mehr als solide unterstützt, während ein Durchbruch nach oben etwas leichter erscheint. Dennoch hat das ursprünglich favorisierte Ausbruchsszenario über 18,50 USD zuletzt deutlich an Wahrscheinlichkeit verloren.

Insgesamt braucht es also noch mehr guten Willen, um dem Monatschart auch weiterhin eine "vorsichtig bullische" Bewertung zu attestieren. Aufgrund der unklaren Lage bei den Indikatoren, ist derzeit nicht absehbar, in welche Richtung die Seitwärtsphase letztlich aufgelöst werden wird.

Im ganz großen Bild dümpelt der Silberpreis seit zwei Jahren zäh vor sich hin, während das Allzeithoch um 50,00 USD momentan in weiter Entfernung liegt. Die Erholung seit dem Tief bei 13,62 USD im Dezember 2015 ist bislang überschaubar. Erst ein Monatsschlusskurs oberhalb von 26,50 USD bringt hier den entscheidenden Befreiungsschlag. Nur dann wäre der Weg in Richtung der Allzeithochs um 50,00 USD frei.


Silber Wochenchart:

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Mit dem logarithmischen Wochenchart zoomen wir uns wie immer näher an das Kursgeschehen heran. Dabei wird die monatelange Seitwärtsrange noch klarer. Nachdem der August den Ausbruch über die wichtige Abwärtstrendlinie brachte, hat der Silberpreis im Zuge der laufenden Korrektur diese Linie Ende Oktober erfolgreich von oben getestet. Bislang hat dieser Vorgang aber noch nicht zu einer neuen Aufwärtsbewegung geführt.

Gleichzeitig wurde jedoch die überkaufte Lage auf dem Wochenchart mittlerweile vollständig abgebaut, so dass die Stochastik aktuell bereits fast die überverkaufte Zone erreicht hat. Es fehlen allerdings noch ein paar Wochen, bis der Oszillator wirklich "unten" ist und den Trendwendeprozess einleiten kann. Eine überverkaufte Stochastik auf dem Wochenchart legt in der Regel den Grundstein für eine mehrmonatige Aufwärtsbewegung am Silbermarkt. Die Indikatoren RSI und MACD präsentieren sich hingegen neutral.

In jedem Fall erscheint die Korrektur, welche auf die steile Sommerrally im Juli und August folgte, noch nicht abgeschlossen. Entweder werden nochmals tiefere Preise in Richtung 15,50 USD notwendig oder die laufende Seitwärtskonsolidierung wird einfach fortgesetzt.

Damit bleibt der Wochenchart auf Sicht der nächsten vier Wochen „neutral“ und das Kursgeschehen wird wohl weiterhin zwischen 15,50 USD und 18,50 USD stattfinden. Die Lage bei den Indikatoren lässt aber in den kommenden Monaten (möglicherweise ab Mitte/Ende Dezember) eine Rally erwarten, welche den Silberpreis in den ersten Monaten des neuen Jahres wieder an die Marke von 18,50 USD bzw. zumindest bis zum oberen Bollinger Band (18,08 USD) treiben müsste.


Silber Tageschart:

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Letztlich kam es auf dem Tageschart zum „roten Szenario“ und damit zu einer wenig überzeugenden Zwischenerholung. Preistechnisch hat sich allerdings unterm Strich in den letzten fünf Wochen nicht viel getan. Es fehlt weiterhin ein tieferes Tief als Abschluss der vermuteten ABC-Korrektur. Gleichzeitig kommen die Bären aber auch nicht wirklich voran, so dass man den Silbermarkt derzeit kurzfristig betrachtet wohl am besten mit "weder Fisch noch Fleisch" umschreiben muss.

Bei den Indikatoren scheint die Stochastik vor wenigen Tagen wieder nach unten gedreht zu haben, eindeutig ist das aber noch nicht. Auch die anderen beiden Indikatoren, MACD und RSI, liefern derzeit keine wirklich klare Aussage, sondern präsentierten sich eher neutral. Auffällig ist aber, dass sich die Bollinger Bänder (16,66 USD und 17,35 USD) zusammenziehen und damit den Handlungsspielraum kurzfristig weiter verkleinern. Erst wenn der Silberpreis eines der beiden Bollinger Bänder attackieren kann, dürfte klar werden, in welche Richtung sich die nächste Bewegung am Silbermarkt entladen wird.

Vorläufig hat eine weitere Ausverkaufswelle in Richtung 16,00 USD bzw. 15,50 USD erhöhte Wahrscheinlichkeit. Dennoch muss man den Bullen zugute halten, dass sie die Kurse nach wie vor in der Nähe der 50-Tagelinie (17,18 USD) und der 200-Tagelinie (17,18 USD) halten können.

Zusammengefasst fällt die Bewertung des Tagescharts aufgrund der aktuellen Pattsituation auf "neutral" zurück. Wahrscheinlicher ist eine Fortsetzung der Korrektur in Richtung der breiten Supportzone um 16,00 USD. Gleichzeitig liefern Kurse oberhalb von 17,35 USD wohl das Startsignal für einen erneuten Anstieg bis 18,50 USD.



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