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Globale Goldinvestmentnachfrage wird Angebot während des nächsten Marktcrashs übertreffen

20.11.2017  |  Steve St. Angelo
Wenn es zum nächsten Marktcrash kommt, wird die weltweite Goldinvestmentnachfrage wahrscheinlich das Angebot übersteigen. Wenn das passiert, könnte der Goldpreis endlich sein letztes Hoch von 1.900 USD übertreffen. Hierbei handelt es sich nicht um reine Spekulation, denn wir haben dies in der Vergangenheit bereits erlebt. Als die breiteren Märkte im ersten Quartal 2009 auf Tiefststände abstürzten, und als es im ersten Quartal 2016 zu einer 10%-Korrektur kam, stellten sich diese Zeiträume als die beiden Quartale mit der größten Gold-ETF-Nachfrage aller Zeiten heraus.

Es interessiert mich eigentlich nicht besonders, ob die Gold-ETFs wirklich über die angegebenen physischen Goldbestände verfügen. Ich sehe hier vielmehr einen wichtigen Indikator, der uns anzeigt, wir groß die Angst der Investoren am Markt ist. Außerdem wird die Goldinvestitionsnachfrage angesichts des Ausmaßes der Hebelwirkungen und der Verschuldung im System auf bis dato nicht erlebte Rekordhöhen steigen, wenn der Markt diesmal zusammenbricht.

Der folgende Chart zeigt den Umfang der Investmentnachfrage nach physischem Gold in den vergangenen 14 Jahren. Mit dem steigenden Goldpreis stieg auch die Höhe der Nachfrage nach Goldbarren und -münzen:

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Wie wir sehen können, verdoppelte sich die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen während des US-Banken- und Immobiliencrashs im Jahr 2008 auf 868 Tonnen, verglichen mit 434 Tonnen im Jahr 2007. Dies stellt eine ziemlich hohe Nachfrage nach Goldbarren und -münzen dar, denn es handelt sich um fast 28 Mio. Unzen (1 Tonne = 32.150 oz). Darüber hinaus erhöhte sich die Münzen- und Barrennachfrage auf knapp 1.500 Tonnen (48 Mio. Unzen), als der Goldpreis 2011 auf 1.571 USD stieg.

Der Grund für den starken Anstieg der physischen Goldinvestments im Jahr 2013 war der enorme Preissturz, bei welchem der Goldpreis von fast 1.700 USD Anfang des Jahres auf ein Tief von 1.380 USD Mitte April fiel. Die Anleger sahen Gold als großes Schnäppchen an, sodass die Nachfrage nach Barren und Münzen einen neuen Rekord von 1.716 Tonnen erreichte.

Das Nettogoldinvestment lag 2013 allerdings nur bei 804 Tonnen, da die Gold-ETFs massive Abflüsse von insgesamt 912 Tonnen verzeichneten. Im Prinzip ermöglichte dieser gigantische Sell-off der Gold-ETFs den Investoren durch den Preiseinbruch den Kauf einer Rekordmenge von Goldbarren und -münzen. Auch in den Jahren 2014 und 2015 fiel die Bilanz der Gold-ETFs negativ aus. Innerhalb dieser drei Jahre (2013-2015) gingen die Bestände der weltweiten Gold-ETFs alles in allem um 1.221 Tonnen zurück. Entsprechend blieb das weltweite Nettogoldinvestment von 2013 bis 2015 unter 1.000 Tonnen.

Dies änderte sich aber im Jahr 2016, als der US-Aktienmarkt im ersten Quartal einen Einbruch um 2.000 Punkte erlebte. Der Dow Jones Index fiel von 17.500 Anfang Januar innerhalb eines Monats auf ein Tief von 15.500:

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In diesem Quartal erhöhten sich die Zuflüsse zu den Gold-ETFs sprunghaft auf 349 Tonnen, nachdem im vierten Quartal 2015 noch Nettoabflüsse von 66 Tonnen verzeichnet worden waren. Wie oben erwähnt fielen die Bestandserhöhungen der Gold-ETFs nur in einem einzigen Quartal noch stärker aus - dem Märzquartal von 2009, als der Dow Jones auf ein Tief von 6.600 Punkten stürzte. Damals hatten die ETFs 465 Tonnen zugekauft, verglichen mit 95 Tonnen im Dezemberquartal 2008.

Wir müssen uns bewusst machen, dass die lächerliche Marktkorrektur um 11% im Januar 2016 unter den Investoren ähnliche Panikkäufe von Gold ausgelöst hat wie heftige Crash Anfang 2009. Wenn es zum nächsten ernsten Einbruch der Aktienkurse kommt, werden die Anleger also wahrscheinlich noch viel stärker in den Goldsektor drängen als das 2009 der Fall war. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren habe ich den nächsten Chart erstellt:


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