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Das globale Goldmarkt steuert auf einen Herzstillstand zu

15.12.2017  |  David Smith
Im Fernen Osten bahnt sich eine Edelmetallnachfrage von gigantischem Ausmaß an, denn immer mehr Menschen in der östlichen Hemisphäre können es sich heute leisten Gold und Silber zu kaufen. Allein in China entsteht derzeit eine neue, wohlhabende Mittelschicht, die bald größer sein wird als die gesamte US-Bevölkerung. Die Nachfrage nach den Edelmetallen wird dadurch für die kommenden Jahre auf ein solides Fundament gestellt.

In China, Indien und Südostasien dienen Gold und Silber schon seit jeher als Sparrücklage, als Absicherung gegen politische Überraschungen (wie die unerwartete Entwertung von 80% aller indischen Banknoten im letzten Jahr) und als gern gesehene Geschenke zu allen wichtigen Anlässen.

Chinas Initiative One Belt, One Road - auch bekannt als "Neue Seidenstraße" - ist das größte Wirtschafts- und Infrastrukturprojekt, das die Welt je gesehen hat, und soll 60% der Weltbevölkerung mit Hilfe finanzieller und ökonomischer Strukturen miteinander verbinden. Unter diesen Voraussetzungen ist es praktisch garantiert, dass das globale Goldangebot weiterhin vom Westen Richtung Osten fließen wird. Ein überproportional großer Teil der jährlichen Minenproduktion wird dabei von China aufgekauft.

Nachdem es in den Schweizer Scheideanstalten zu Barren mit einem Feingehalt von 99,99% umgegossen wurde, verkauft der Westen einen Großteil seines Goldes an östliche Handelspartner. Doch es gibt einige westliche Länder, die ebenfalls Nägel mit Köpfen machen und einen zunehmenden Anteil an der globalen Goldnachfrage haben. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang insbesondere Deutschland und die Türkei.

Auch den Fondsmanagern wird endlich bewusst, dass es sich lohnt, Gold langfristig in Anlageportfolios zu integrieren. Das gilt natürlich nicht nur für institutionelle, sondern auch für private Anleger. Doch die Tatsache, dass auch professionelle Investoren die Vorteile von Gold zunehmend zu schätzen wissen, ist ein weiterer Faktor, der die langfristigen Aussichten auf eine hohe und stabile Goldnachfrage untermauert - und auf einen hohen Goldpreis.


Herzstillstand am Goldmarkt

Metaphorisch gesprochen deuten die verfügbaren Daten allerdings stark darauf hin, dass sich die Angebotsarterien des globalen Goldkreislaufs in den nächsten Jahren so verengen werden, dass es zu plötzlichen Krampfanfällen der Goldmärkte und schließlich zum Herzinfarkt mit Folgen für das gesamte System kommen wird. Vor allem die Zahlen der letzten Jahre erhärten den Verdacht, dass die Lage bald kritisch werden könnte.

Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Gesamtfördermenge im Goldbergbau 2015 ihren Höhepunkt erreicht hat und künftig sinken wird. Dies würde auch mit dem etwa 20-jährigen Zyklus von der Entdeckung einer Lagerstätte bis zur Minenproduktion übereinstimmen: 1995, d. h. 20 Jahre vor "Peak Gold", erreichte die Anzahl der neu entdeckten Vorkommen ihren Höchstwert. Seitdem ist sie rückläufig und in den letzten Jahren gab es keinerlei Anzeichen für eine Umkehr dieses Trends.

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Goldproduktion Südafrikas in der Abwärtsspirale

Fast 40% alles jemals geförderten Goldes stammen aus dem Witwatersrand-Becken in Südafrika. Doch mit ihrer aktuellen Bergbaupolitik gefährdet die Regierung des Landes Südafrikas Stellung als derzeit noch siebtgrößtes Goldförderland weltweit. Künftig wird sich die globale Bedeutung des südafrikanischen Goldbergbaus wohl weiter verringern.

Vor nicht allzu langer Zeit hat die Regierung eine neuerliche Änderung der Bergbaugesetze beschlossen, die nun eine höhere Gewinnbeteiligung des Staates sowie verstärkte Bemühungen zur Einbeziehung schwarzer Bevölkerungsgruppen von den Minengesellschaften fordern.


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