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Anleihen, Aktien oder doch lieber Gold & Silber?

19.01.2007  |  Dr. Jürgen Müller
Die Aden-Schwester aus den USA bringen in ihren kurzen Aufsätzen immer wieder die wichtigen Kernaussagen auf den Punkt. Sie summierten das Jahr 2006 wie folgt (Orginalartikel hier):
  • S&P 500: +11,78%
  • Dow Industrials: +14,90%
  • NASDAQ: +7,65%
  • Dow Transportations: +8,59%
  • Dow Utilities: +11,44%
  • US-Anleihen: down slightly ("etwas runter")
  • Euro gegen Dollar: +9,86%
  • Pfund gegen Dollar: +12,22%

Für die Edelmetalle stehen in Dollar gerechnet dem gegenüber die folgenden Jahreszahlen:
  • Gold: +19,69%
  • Silber: +41,06%

Dies führt uns zur Kernaussage 1: Ein US-Investor der sein Vermögen in 50% Gold und 50% Silber hielt, hat auch in 2006 mit seinem Warengeld sämtliche amerikanischen Kreditgeldmärkte geschlagen. Er erreichte einen Gewinn von +30,4% und das noch mit weniger Risiko.

Doch wie sieht diese Gleichung auf europäischem Boden aus? Der Dax gewann in 2006 bekanntermassen +22%. Nimmt man die Londoner Fixingpreise, so gewannen Gold und Silber in Euro gerechnet "nur" +10,0% und +28,7%. D.h. ein Euroländer mit 50% Gold / 50% Silber im Keller gewann im Gegensatz zum US-Kollegen nur rd. 19,4%, d.h. wäre z.B. mit einem Dax-Zertifikat um 2,6% besser gefahren.

Zweite Kernaussage: In Euro gerechnet schlug der deutsche Aktienmarkt in 2006 die Edelmetalle leicht.

Die folgende Abbildung zeigt die Verhältnisse von Gold zu Anleihen (im Graph "Gold/Bond-Ratio"), sowie die Gold zu Aktien Relation (im Graph "Gold/Stocks Ratio" genannt). Die gestrichtelte Durchschnittslinie bildet den Durchschnitt über 80-Monate dar (6,6 Jahre!):

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Die Ordinate dieser Graphen scheint in logarithmischer Darstellung zu sein. Diese Graphen verdeutlicht daher wie ich finde sehr eindrucksvoll, daß
  • Der langfristige Trend ("das große Bild") für Gold und gegen Aktien und Anleihen spricht
  • Die US-Aktienmärkte im Vergleich zu Gold sehr hoch bewertet sind (niedriges Gold/Aktien Ratio im Vergleich zu 1980)

Die Wahl "Gold oder US-Aktien" sollte nach dem Studium speziell des rechten Bildes also gefallen sein. Die Aden-Schwestern fahren fort, daß in der Vergangenheit Rohstoff-Haussen immer durch Kriege zustande kamen.

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Ich interpretiere die Ordinate als die durchschnittliche jährliche Rendite von Rohstoffen. Diese lag also in den 80ern in Zeiten des Kalten Krieges bei ca. 12% p.a. Weiterhin ist ersichtlich, daß diese mittlere Rendite mit fast jeder Hausse weiter anstieg (dargestellt durch die rote Linie im Graph). Wenn in der Vergangenheit "nur" Kriege die Rohstoffpreise antrieben, so dürften es heutzutage zwei Faktoren sein: Kriege und geologisches Zur-Neige-Gehen der Rohstoffe, wobei letzterer Punkt ersteren befruchtet, sprich der Krieg um die letzten Ressourcen dieser Erde. Ich kann ihnen hierzu die Publikationen von F. William Engdahl empfehlen. Der Kampf gegen den Terror ist in Wahrheit ein Kampf für Öl. Die Adens schließen, daß die Edelmetall-Märkte auch in den kommenden Jahren die Papiermärkte schlagen werden. Zumindest aus Dollarsicht, sollte das kein Problem sein (annualisiertes US-Geldmengenwachstum der M3-Geldmenge derzeit bei ca. 11,5%). Doch auch im Euroraum sollte das Chance/Risiko-Verhältnis klar auch für Trader klar für Edelmetalle sprechen. Für weitsichtig, historisch gebildeten, strategischen denkenden Investoren ist dies eh keine Frage. Uns allen ein gutes 2007.


In eigener Sache:
Die nächsten Termine für die Stammtische der Einkaufsgemeinschaft sind Do. 29.3., Fr. 27.4., Do. 24.5. und Fr. 22.6.2007.
Mein Buch "Generation Gold" erscheint dieser Tage als aktualisierte Zweit-Auflage im Kopp-Verlag Rottenburg.



© Jürgen Müller
www.goldsilber.org
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