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Verfasst von Jay Taylor am 17.06.2009 um 8:30 Uhr

Inflationieren ODER Sterben? Oder Inflationieren UND Sterben?

Richard Russell pflegt gerne zu sagen, die Entscheidungsträger in der Politik hätte nur die folgende Wahl: Entweder sie blähen die Währung auf oder sie schauen zu, wie die Wirtschaft einen schrecklichen, deflationären Tod stirbt. Ich habe oft schon gesagt, dass es wirklich keine Alternative gibt - ganz gleich wie stark die US-Notenbank inflationiert. Die Wirtschaft wird am Ende sterben, WEIL das Geldangebot aufgebläht wird. Ich sage dies mit dem Gefühl der Sicherheit, denn eine der beiden "Todesformen" wird eintreten. Entweder wird es einen "Tod" durch Hyperinflation oder einen "Tod" durch eine deflationäre Implosion geben.

Ich gebe zu, hinsichtlich dieser beiden Szenarien zwischen den Stühlen gesessen zu haben - anders als die meisten meiner Freunde im Lager des echten Geldes, die sich entweder auf der einen Seite oder der anderen verorteten. Shedlock und Gordon stehen zum Beispiel auf der deflationären Seite. James Turk, John Williams und die meisten anderen Goldbugs sind auf der inflationären Seite.



Und meine Unfähigkeit, mich klar zur Richtung zu positionieren, in die unser pathologisches Geldsystem läuft, war natürlich der Grund, warum ich damals im Januar 2005 meine IDW (Inflation/Deflation Watch) aufbaute. Und aktuell ist sie zumindest auf leicht inflationär gedreht. (Siehe Diskussion unten.) Wir glauben, bei dieser ansteigenden Bewegung handelt es sich um ein natürliches Abprallen, dass mit Dr. Robert McHugh´s steigender (B)-Welle zusammenfällt, bevor die gefürchtete (C)-Abwärtswelle eintritt - ein katastrophales Ereignis, das Nationen verändern wird und den Bullenmarkt korrigiert, der im Jahr 1718 begonnen hatte.

Der oben stehende Chart zeigt eine einbrechende Geldmenge M3, wie sie vom Inflationisten John Williams kalkuliert wurde, vor dem ich höchste Achtung habe. Schauen Sie, wie M3 einbricht; trotz des hockeyschlägerähnlichen Anstiegs, zu dem es kam, als die US-Notenbank Geld ins System pumpte. Die monetäre Basis der Notenbank von St. Louis, sie ist Teil unseres globalen Indikators für US-Dollarliquidität (Global U.S. Dollar Liquidity measure, GUSDL), schoss mit fast 40% in die Höhe. Unser GUSDL, der auch US-Dollareinlagen in ausländischen Zentralbanken einbezieht, ist jetzt leicht über die 40%-Marke hinausgewachsen. Nun ist es einmal so, dass Geld ins Bankensystem gepumpt wird mit der Absicht eine Inflationierung zu bewirken, doch das funktioniert ganz einfach nicht, zumindest bis jetzt noch nicht.



Das Problem ist folgendes: Solange es keinen massiven Geldtransfer von der Bundesregierung direkt zu den Massen gibt, wird dieses Geldpumpen nur solche spekulativen Booms anheizen, wie wir sie bei Aktien, Bonds und jüngst bei den Rohstoffen gesehen haben. Banken verleihen einfach nicht in größerem Umfang, denn ihnen fällt es zurzeit sehr schwer, kreditwürdige Schuldner zu finden, oder sie fürchten, dass diejenigen, die jetzt noch als kreditwürdig erscheinen, es in naher Zukunft schon nicht mehr sein werden, da sich die ökonomischen Bedingungen auch weiterhin verschlechtern.

Und genau diese Art von Problemen hatten die politischen Entscheidungsträger in den 1930er Jahren. "You can lead a horse to water but you can't make him drink." Es ist so, als würde man versuchen, eine Schnur zu schieben - "pushing on a string" - eine weitere Analogie aus den 1930ern. Und eine große Frage stellt sich mir: Auf welcher Grundlage können die Takling Heads auf CNCB in diesen Zeiten bloß ein so optimistisches Bild zeichnen?




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