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Sonntag, 21. März 2010 - 6:01 Uhr 
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Geld, Gold und der Goldstandard

3. Gold, die Voraussetzung für einen neuen Goldstandard

Voraussetzung zur Einführung eines Goldstandards ist natürlich GOLD. Wieviel Gold es gibt, spielt dabei keinerlei Rolle, dass es sich nicht um eine Goldumlaufwährung (Goldmünzen) handelt, sondern um einen Goldstandard.

Ein Goldstandard setzt nicht unbedingt eine 100 % Deckung durch Gold voraus. Es gab in der Vergangenheit Goldstandards, die alle möglichen Deckungs-Prozentsätze hatten.
In der Schweiz galt bis vor ein paar Jahren noch ein 40%satz.

Historisch gesehen, wurden auf unserer Erde insgesamt ca. 120 000 t Gold gefördert. Das entspricht einen goldenen Würfel mit einer Seitenlänge von etwa 20 Metern.

Wie alle Ressourcen ist auch Gold nicht unerschöpflich. Professor Rudolf Saager von der ETH Zürich schätzt, dassmit den heutigen Technologien 45 300 Tonnen Gold abgebaut werden könnten. Die Gesamtmenge an Gold, die überhaupt noch bergbaulich gewinnbar sein wird, wird auf 100.000 Tonnen geschätzt.
Dazu kommen noch etwa 30 Milliarden (!) Tonnen ungefördertes Gold in einer 15 km dicken Erdkruste, wovon etwa 25 Prozent in den Weltmeeren gelöst sind. (Quelle: Lucien F. Trueb: "Gold. Bergbau, Verhüttung, Raffination und Verwendung", Verlag NZZ, 1992)

Mangelware wird das Gold also nie werden, doch was eine abbaubare Lagerstätte ist, bestimmt ausschließlich der Preis zur Förderung des Goldes.

3.1. Der Unterschied des historischen zum zukünftigen Goldstandard

Ein wesentlicher Grund weshalb in Zwanzigern der erneute Versuch zur Einführung des Goldstandards scheiterte, war die Hortung von Gold durch die amerikanische Notenbank.

Im historischen Goldstandard gab es immer nur eine Minimum-Golddeckung, nie eine Maximum-Golddeckung. Die Golddeckung betrug im Regelfall 33,3 %. Die Notenbank durfte die restlichen 66,6 % (max.) als Kreditevergeben, jedoch nie darüber hinaus, sonst wäre es aufgrund fehlenderGolddeckung zum Bankrott der Notenbank bzw. zur Abwertung derLandeswährung gekommen.

Im Umkehrfall ging man davon aus, dasssich die Geldmenge analog der neu ins System fließende Goldmenge erhöhte, dassdie Notenbanken dadurch mehr Kredite ausgeben konnten (und somit mehr Zinsen (Gewinn) erwirtschaften).

In normalen Zeiten des Goldstandards funktionierte dies auch so, aber halt nicht immer und so erwies sich diese Annahme im nachhinein als falsch!
Durch die Hortung von Gold über die Deckungsgrenze hinaus, (was nur möglich ist, wenn die Zinsen und die Geldmenge konstant bleiben), führt

Nach Dr. Paul C. Martin (Autor vieler Wirtschaftsbücher, zB "Die Krisenschaukel", muss ein neuer Goldstandard eine gesetzlich festgelegte. Deckungsgrenze... ...nach unten
und
nach oben...
 ...aufweisen.        

Anhand eines kleinen Beispieles soll diese neue Erkenntnis erklärt werden. Dabei gilt eine 33 % Deckungsgrenze nach unten und eine 38 % Verpflichtungsgrenze nach oben (beide Prozentangaben sind frei gewählt bzw. definierbar).

 Fall 1: Gold fließt ab. 
Die Notenbank muß ihren Zinssatz erhöhen, um nicht unter die 33 % zu fallen.
Die Geldmenge vermindert sich tendenziell. Inflation wird automatisch gestoppt.
 Fall 2: Gold fließt zu. 
Die Notenbank muß ihren Zinssatz senken, um nicht über die 38 % zu steigen.
Die Geldmenge erhöht sich tendenziell. Deflation wird automatisch gestoppt.
 Fall 3: Gold fließt weiter zu, die 38 % Grenze wird überschritten.
Die Notenbank muß ihren Zinssatz weiter auf Null senken.
Hilft dies nicht, muß ein Minuszins her, bis die 38 % Grenze wieder unterschritten wird.

4. Ein kleiner Ausblick in die Zukunft

Der Goldpreis kann weiter fallen, muß aber nicht. Die US-Notenbank ist erst bei einem Kurs von USD 42,22, dem seit Nixon geltenden offiziellen Preis für Geschäfte der Notenbanken untereinander gezwungen, Gold unbegrenzt aus dem Markt zu nehmen.

Alle Notenbanken zusammen, könnten mit ihren ca. 32.000 Tonnen Gold eine Verkaufspanik am Goldmarkt hervor rufen - ebenso das Gegenteil - eine Goldpreisexplosion, sobald das Vertrauen in die Weltwährungen schwindet.

Dabei ist noch nicht einmal sicher, inwieweit die einzelnen Zentralbank-Goldbestände überhaupt noch physisch vorhanden sind. Seit mehr als 10 Jahren wird immer mehr Gold an die Investmentbanken verliehen. Die Banken verkaufen das Gold am Markt und bewirken damit ein Überangebot und sinkende Kurse. Wollen die Zentralbanken ihr Leihgut Gold zurück, stehen die Investmentbanken vor dem Problem, zusätzliches Gold zum ohnehin bestehenden Golddefizit aufzutreiben.
Insider gehen davon aus, dassbei einem rasanten Goldpreisanstieg die Goldleiher -wenn überhaupt- nur noch in der Lage wären, den Preis des Goldes in Form von Papiergeld zurück zu zahlen. Das Gold, das dem Staat gehört, wäre hoffnungslos verloren.

(dasskeine Zentralbank der Welt irgend jemanden revesionspflichtig ist, auch nicht gegenüber dem eigenen Staat, gab es und wird es nie genaue Zahlen geben.)

Bemerkenswert ist auch das verhalten der USA zu Gold. Die USA sind der größte Goldhorter der Welt und verkaufen seit Jahren kein Gramm Gold!
In der Vergangenheit verstanden die USA es brächtig, anderen Staaten das Gold zu entlocken. Beispielsweise Anfang der 80-iger Jahre Südafrika (mit Hilfe einer Kredit-Sicherheit) und vor kurzem der Schweiz (Widergutmachung). Das deutsche Gold lagert bereits zu einem großen Teil in den USA...

Daher sollte man zukünftig ganz genau auf die USA achten, denn dort werden die Weichen für die Zukunft des Goldes gestellt! Einen Vorgeschmack findet man in dem Buch von FED-Chef Alan Greenspan (erschienen 1966), wo er seine Einstellung zu Gold darlegt.

Unser heutiges ungedecktes und unkontrollierbares Kreditgeldsystem verursacht eine mega-gigantische Kreditblase. Der Zinseszinseffekt bewirkt eine trotz Sparmaßnahmen stetig wachsendes Haushaltsdefizit. Kein Land wird je seine Schulden zurück zahlen können.

Am Ende steht der unausweichbare Staatsbankrott und mit ihm der Zusammenbruch der Währungen. Die weltweite Verflechtungen der Wirtschaft, der Währungen und der Staaten untereinander werden diese Krise als Weltwirtschaftskrise, ähnlich wie 1929 - nur etwas schlimmer, in die Geschichtsbücher eingehen lassen.

Die derzeit für so "sicher" gepriesen Staatsanleihen (Obligationen, Schatzbriefe,...) werden sich in Luft auslösen.
Vielen Bürgern ist nicht bewußt, dasssie sowohl Schuldner (sie sind der Staat, der das Geld ausgibt), als auch Gläubiger (die dem Staat das Geld geben, damit er es ausgeben kann), in ein und derselben Person, sind.

Etwas anders ausgedrückt:

Staatsanleihen sind nichts anderes, als ein Versprechen eines heutigen Politikers, dasserhaltene Geld in x-Jahren plus Zinsen zurück zu zahlen! Ob es gutgeht, wir werden es sehen...

Die Sparguthaben werden gegen Null tendieren, dassdie Währungen ebenfalls zusammenbrechen werden. Ob Dollar, DM, Euro, Yen, Pfund oder jede andere Währung wird gegen Null streben, dasssie beliebig vom Staat aus dem Nichts erzeugt worden und somit wertlos sind.

Immer mehr Politiker Europas, Asiens und Amerika fordern ein neue Art des Bretton-Wood-System. Hinter den Kulissen, weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, brodelt es bereits gewaltig. Im Frühjahr 2000 reichte Italien eine Resolution bei der EU in Brüssel ein.
Hochrangige Vertreter aus der Finanzelite der USA haben im Sommer 2000 einen Börsencrash simuliert.
Diese beiden Tatsachen zeigen sehr deutlich, dassunser heutiges weltweites Finanzsystem in Schwierigkeiten ist und das hinter den Kulissen bereits kräftig gearbeitet wird.

4.1. Die Vorteil des Goldstandards gegenüber dem heutigen Kreditgeld-Standard

Heute wird Geld gegen vorhandene Kredittitel ausgegeben, vor allem - und demnächst nur noch - gegen Staatspapiere. Damit muß die Wirtschaft den vorgegebenen Krediten hinterher hecheln, d.h. die Waren erst noch produzieren, die - über das Kreditvolumen definiert - verlangt werden.

Beim Goldstandard wird erst produziert und danach (!) beginnt sich die Kreditpyramide aufzutürmen. Dies bedeutet einen solideren und realisierbaren Wachstumspfad, und das mit niedrigen Zinsen. Im Goldstandard kann es keine Kreditexzesse geben, das verhindert die "Goldene Bremse" (eben die nicht wie eine Kreditgeldbuchung beliebig ausweitbare zusätzliche Goldförderung, die sich ihrerseits wiederum an dem Goldpreis und der an der allgemeinen wirtschaftlichen Aktivität orientiert).

Beim Kreditgeld bleibt letztendlich die Frage offen: kann das alles überhaupt produziert werden? Wenn wir die heutigen weltweiten Schulden anschauen, dann ist völlig klar: Diese den Schulden entsprechenden gleich hohen Kredite (= Forderungen) können nie und nimmer durch Warenproduktion bedient werden!
(Merke: Wir haben heute GUTHABEN - aber es gibt keinerlei Chance, das "Gut" auch jemals zu "haben", was wir uns vorgestellt haben.)

4.2. Das Überschuldungsproblem - Lösungsansätze

Das Überschuldungsproblem wird -muß- über kurz oder lang gelöst werden, wobei mehrere Lösungsmöglichkeiten in betracht kommen. Das wären:

  • Tilgung der Altschulden
  • Hyperinflation
  • Rückkehr zum Goldstandard mit Festsetzung einer neuen Parität

100 Millionen MarkDie Tilgung der Schulden durch Steuereinnahmen ist unter jetzigen Bedingungen und Voraussetzungen nicht möglich, dassdie Ausgaben des Staates größer sind als die Einnahmen. (Das Märchen von der Schuldenfreiheit.)

Bei einer Hyperinflation steigt die Geldmenge rasant an. Es kommt zur Geldentwertung indem man immer wenigere Waren für sein Geld erhält.
(Inflation in den Zwanzigern)

Die Rückkehr zu einem neuen Goldstandard mit einer wesentlich höheren Parität (zB US-Dollar 5.000,00 pro Unze) ist die noch "günstigste" Variante. Der Staat gibt mit der Einführung des Goldstandards Gold aus seinen Beständen ab und tilgt so seine Schulden.
Nachteil: Sofort würde sich ein neues, viel höheres Preisniveau ergeben. Es würde alle Gläubiger schwer treffen (Sparer, Rentner), aber die Schuldner entlasten - vor allem eben den Staat.

Ein kleines Rechenbeispiel
Nehmen wir an, die USA würden den Dollar massiv abwerten (aktuelle Gold-Rückkaufgarantie durch die FED von derzeit USD42,22 pro Unze oder auch vom derzeitigen Marktpreis von ca. USD 280,00 pro Unze ausgehend) und eine neue Goldparität festlegen (zB: US-Dollar 1.000, 5.000 oder gar 10.000 pro Unze) mit gleichzeitiger unbeschränkter An- und Verkaufspflicht, so wäre das Überschuldungsproblem sofort und mit einem Schlag gelöst.
Unmittelbar danach könnte so eine absolute Preisstabilität eintreten und die Wirtschaft könnte wieder schnell an Fahrt gewinnen.

Vom Lösungsansatz ist diese Möglichkeit die schnellste und effektivste zugleich. Der Prozess könnte über Nacht weltweit ausgelöst werden und würde das damit verbundene Elend und deren Folgen zeitlich stark einschränken.

Man muß aber hier nochmals darauf hinweisen, dassalle (auch privaten) Guthaben (Sparbuch,...) auf Konten und Anlagen in Staatstiteln (Anleihen, Schatzbriefe,...) mit einem Schlag vernichtet werden. Inwieweit danach auf staatliche Ansprüche (Renten,...) ein Anspruch erhoben werden kann, ist eher zu bezweifeln.
Dies klingt hart und es wird hart werden, es ist aber immerhin wesentlich besser, als das dieser Prozeß Monate oder Jahre dauert.

Mit welcher Parität der neue Goldstandard theoretisch eingeführt wird, ergibt sich nach der einfachen Arithmetik:
Vorhandene STAATSSCHULDEN geteilt durch vorhandenen GOLDBESTAND. Und dassder neue Goldstandard nur von den USA ausgehen kann, rechnen wir also rund:

US-STAATSSCHULDEN:  USD 5,6 Billionen  und   US-GOLDBESTAND:  8.000 Tonnen.

NEUE GOLDPARITÄT: 1 Unze Gold = US-Dollar 21.770,00.

Der aktuelle Goldpreis schwankt zur Zeit (2001) um die USD 280,00 pro Unze. Das Ganze läuft also auf eine Aufwertung des Goldes auf gut das 78-fache hinaus. Denn die neue Notenbank braucht auch selbst einen Goldbestand, um ihre Geschäfte aufzunehmen. Und auf die längst überfällige KOMPLETTABWERTUNG des USD.

Der Betrug liegt nicht im GOLD, sondern in den USD 5,6 Bio. Staatsschulden der USA, die absolut uneinbringlich sind und niemals zurückgezahlt werden.
Und dassviele Notenbanken, von der Buba (dt. Bundesbank) bis zur BoJ (jap. Bundesbank) die amerikanischen Staatsschulden in ihrer Aktivseite unter dem Posten "Währungs"- bzw. "Devisenreserven" eingestellt haben, ist es ein WELTBETRUG.

5. Resümee

Das heutige Geld, ob US-Dollar, DM, Euro oder Rubel, haben in der jetzt bestehenden Form keine Zukunft.
Wer einmal begriffen hat, wie das Geld aus dem Nichts entsteht und mit ihm die neuen Schulden - der wird die Zukunft mit anderen Augen sehen müssen. (Wie das Geldsystem funktioniert!)

Der Politikers Jacques Delors brachte es auf einen Punkt, indem er ironisch feststellte:

"Nicht alle Menschen glauben an Gott, aber alle an die Bundesbank".

Desinformationen, Halbwahrheiten und die Gleichgültigkeit der Bevölkerung waren die Voraussetzung für die Schaffung eines hoheitlichen staatlichen Geldmonopols, dessen es eigentlich gar nicht bedurfte. Mit ihm konnte und kann man betrügen, manipulieren und verfälschen.
Die Geschichte lehrt uns, dasssolche Systeme keine langen Überlebenschance besitzen. Leider interessiert die Geschichte niemanden, wie bei vielen anderen Themen auch, denn sonst könnte man aus der Geschichte lernen.
Aber wie so oft: "Heute ist alles anders als früher"....

Gold gilt seit Jahrtausenden als Symbol und Inbegriff von Reichtum, Glück, Luxus Wertbeständigkeit und Unabhängigkeit.
Gold hat die Menschen niemals kaltgelassen, und ein guter Teil der Weltgeschichte lässt sich ohne die Faszination des Goldes nicht erklären.
Gold ist die einzige Form von Wohlstand, die ihren Wert und die Kaufkraft über einen Zeitraum von über 5.000 Jahren behalten und dabei Kriege, Intrigen, Verleumdungen, Deflationen, Inflationen, Depressionen, Diktaturen, Politik und andere Formen von sozialen, politischen und finanziellen Unruhen überstanden hat.


Am Ende einer Epoche stand immer BÜROKRATIE, VERSCHULDUNG, STAATSBANKROTT
Am Anfang war immer GOLD die Grundlage eines neuen Finanzsystems.
So war es immer und so wird es auch wieder sein!


Bei der kommenden Aktienbaisse und Währungskrise wird die Welt nicht untergehen!
Nur unsere Einstellung gegenüber Geld und Wohlstand wird sich ändern müssen.
Die Welt war immer im Wandel, alles war und ist in Bewegung,
nur wer statisch denkt und alte Besitztümer bewahren will, der verliert.
Wer flexibel reagiert, selber denkt und nicht immer den Massenmedien glaubt,
wird so manche Krise im Leben besser meistern können.


Wir danken für die freundliche Unterstützung:
Herrn Paul C. Martin,
ferner Herrn Reinhard Schneider, Herrn Matthias Emde,
sowie den Postern des JüKü-Form, die diesen Beitrag erst ermöglichten.

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