Edelmetall-Barren
Barren zu Anlagezwecken werden von mehreren Scheide- und Prägeanstalten
hergestellt. Die "good-delivery-Barren"
garantieren einen reibungslosen Handel in allen Teilen der Welt. Neben
den bekannten Rechteck-Barrenformen werden unzählige andere Variationen
angeboten. Motivbarren und andere Gewichtseinheiten (z.B. in Tael, Tolas)
ergänzen das Angebot. Bei einer Investition in Barren sollten ländertypische
(neutrale) Barrenformen und einheimische Prägeanstalten bevorzugt
werden.
Barren-Produzent: Umicore
Union
Minière ("Bergbau Union") wurde im Jahr 1909 als staatliche
Bergbaugesellschaft in Belgien gegründet. 1989 erfolgte eine Fusion
mit den Firmen Metallurgie Hoboken-Overpelt (MHO) und Vieille Montagne.
In den Folgejahren entwickelte sich das Unternehmen zu einem Metall-
und Werkstoffkonzern. Die Neuausrichtung der Geschäftsfelder wurde
im Jahr 2000 durch die Umbenennung in "Umicore" Rechnung getragen.
Weltweit sind für die Umicore-Gruppe mit Hauptsitz in Brüssel
ca. 14.000 Mitarbeiter tätig. In Deutschland übernahm die
Gesellschaft im Jahr 2003 die früher zu Degussa gehörende
"Precious Metals Group" Sparte.
In der Übergangszeit bis Ende 2005 wurden alle vier Edelmetalle
unter dem bekannten "Degussa"-Logo
von Umicore produziert. Mit Beginn des Jahres 2006 werden die Barren
unter dem Markennamen "Umicore" vermarktet. Die "neuen"
und "alten" Barren sind von den Abmaßen und Gewichtsstückelungen
identisch, lediglich der Name und das Logo haben sich geändert.
Die Goldbarren werden von 1 g - 100 g in geprägter und von 250
g - 1.000 g in gegossener Barrenform hergestellt. Alle Größen
ab 250 g weisen eine eingestanzte Produktionsnummer auf. Auf der oberen
Seite ist neben dem "Umicore"-Namen und Logo, die Feinheit
von "999.9" und die Gewichtsangabe in Gramm ersichtlich.
Bei Silber ist die 1.000 g Gewichtseinheit die gängigste Barrenform.
Darüber hinaus erfreuen sich die 5 kg Barren unter Insidern großer
Beliebtheit. Aufgrund des relativ niedrigen Materialpreises kommt es
bei den geprägten Barren bis 100 g zu Auftragsprägungen (von
Firmen, Städten, Vereinen, Münzhändlern etc.), bei denen
auf der Unterseite ein Motiv aufgeprägt wird. Da es für solche
Motivbarren keine Statistiken oder einen florierenden Markt gibt, fallen
Rückkäufe meist dem Schmelztiegel zum Opfer. Auf der oberen
Seite ist der "Umicore"-Namen und das Logo, die Feinheit von
"999" und die Gewichtsangabe abgebildet.
Platin- und Palladiumbarren werden bis 100 g in geprägter Form
hergestellt. Im Gegensatz zu Barren in Gold und Silber werden Einheiten
über 100 g nicht gegossen, sondern aus einem Blech ausgestanzt.
Auf der Oberseite der Barren ist der Firmennamen, das Logo, das Wort
"Feinplatin" bzw. "Feinpalladium", die Feinheit
von jeweils "999.5" und eine Gewichtsangabe sowie teils mit
einer Produktionsnummer, verhanden. Speziell bei Palladium kann es noch
eine Sonderform
geben, bei dem einzelne Palladiumbleche angeboten werden.
Fazit: Der Name "Umicore" (ex Degussa) ist aktuell noch etwas
unbekannt, die Barren sind aber am leichtesten erhältlich.
Kontaktdaten
Stückelungen und Abmaße
Hinweis: Die ca. Abmaße der gegossenen Barren sind
an der Oberfläche gemessen und weichen nicht zuletzt durch die
konische Form und den Rundungen ab.
Abbildungen

100 g Goldbarren, geprägt |

100 g Silberbarren, geprägt |

100 g Platinbarren, geprägt |

100 g Palladium, geprägt |

1.000 g Goldbarren, gegossen |

1.000 g Silberbarren, gegossen |

1.000 g Platinbarren, gestanzt |

1.000 g Palladium, gestanzt |
Anmerkung/Hinweis:
- Farbe und Größe der abgebildeten Barren sind nicht Maßstabs- und Farbgerecht
- Die genannten Abmaße der Barren können leicht schwanken
- Auflistung nicht vollständig
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