Gold - Anlagemünzen
Anlagemünzen sind im Prinzip Barren in Münzform. Die erste
erschien im Jahre 1967, drei Jahre später begann die Massenprägung
des Krügerrands in großen Stückzahlen. In den 80-iger
Jahren folgten andere Länder, die zudem einen Nennwert aufprägten.
Mit einem Gesamtanteil von ca. 50% ist der Krügerrand Marktführer.
Die auf dieser Seite gelisteten Goldmünzen sind alle in Deutschland
erhältlich und gehören zu den Standard Anlagemünzen im
Goldbereich. Weitere Goldmünzen, die in Richtung Sammlermünzen
tendieren, befinden sich unter "Sonstige",
Münzen aus Großvaterszeiten unter "Historisch".
Alle Goldmünzen zu Anlagezwecken sind seit ein paar Jahren von
der MWSt. befreit.
Der Krügerrand hat einen minimalen Preisabschlag, der aus der
Historie (Verbot) her begründet ist, der Panda einen kleinen Aufschlag.
Sind andere Metalle (z.B. Kupfer) dem Gold als Legierung beigemischt,
erhält die Münze ihre charakteristische Färbung (z.B.
Krügerrand, Britannia, American Eagle). Legierungen erhöhen
aber auch die Festigkeit einer Goldmünze und sind daher weniger
anfälliger gegen Kratzer. Gängige Größen sind 1
oz Stücke bis 1/4 oz, wobei generell gilt, umso kleiner eine Münze
ist, desto höher ist der Aufpreis zum Gold.
Nugget / Känguru, (Australien)
Die Goldgräber in Australien fanden ihr erstes Gold in
Form von Goldklumpen - in englisch "Nugget". In Erinnerung
an berühmte Funde erhielt die erste australische Anlagemünze
diesen Namen. Den Anfang machte 1986 die Abbildung des berühmten
"Welcome Stranger"-Nuggets (gefunden 1869), der zugleich
eine Ähnlichkeit zum australischen Kontinent aufwies. Interessanterweise
waren die Motive auf den kleineren Stückelungen nicht identisch
mit der 1 oz Variante (1/2 oz = "Hand of Faith" (1980),1/4
oz = "Golden Eagle" (1931), 1/20 oz = "Little Hero"
(1890)). Es gab insgesamt drei Jahrgänge mit gleichen Motiven,
die zuerst in "Polierter
Platte" und ein Jahr später als "Massenware"
in Stempelglanz-Qualität erschienen. Die Bezeichnung "The
Australian Nugget", die Größenangabe, das Prägejahr
und später auch die Feinheitsangabe sind in der Rundschrift
erkennbar, der Name des Nuggets steht unterhalb des Motivs.
Drei Jahre später entstand eine Sondersituation, die bis
heute weltweit einzigartig blieb: Die Akzeptanz der Nugget-Motive
war relativ gering und so entschloss sich die australische Münzprägeanstalt
The Perth Mint das Motiv unter Beibehaltung des Münznamens
zugunsten des australischen Känguru (engl.: Kangaroo) zu
ändern. (Anmerkung: Die einige Jahre später (ab 1993)
regelmäßig erschienene Silbermünze "Känguru"
der
The Royal Australian Mint ist auflagenbedingt eine Sammlermünze
und steht in keinerlei Beziehung zur "Nugget"-Münze
mit den "Känguru"-Motiven.)
Die Abbildungen der Känguru-Motive wechseln jährlich,
sie sind jedoch bei allen Stückelungen eines Jahrgangs gleich.
Zu Beginn wurde jeweils eine Unterart des weltbekannten australischen
Beuteltiers abgebildet. Den Anfang machte das "Rote Riesenkänguruh"
(engl.: Red Kangaroo), gefolgt von dem "Grauen Riesenkänguruh"
(engl.: Grey Kangaroo) und dem "Bergkänguruh" (engl.:
Nailtailed Wallaruh). In den Folgejahren erschienen weitere Motive,
jedoch ohne detailierte Angaben der Tierart. Auch hier erscheinen die verschiedenen
Münzqualitäten um einen Jahrgang versetzt. Die Rückseite
ziert bei beiden Variationen die englische Königin Elizabeth
II mit der Nennwertsangabe. Wie bei allen anderen Münzen
mit dem Bildnis der Queen wird das Porträt nach einigen Jahren
dem aktuellen Alter (Aussehen) der Königin angepasst. In
Australien erfolgte die letzte Anpassung mit dem Jahrgang 1999.
Im selben Jahr wurde auf allen Stückelungen das Münzzeichen
"P100" (motivseitig) aufgeprägt, das auf das 100-jährige
Jubiläum der Perth Mint hinwies.
Das offizielle Erstausgabejahr der Münze wird in der Literatur
einmal mit 1986, ein anderes Mal mit 1987 angegeben. Richtig ist
das Jahr 1986 (siehe oben), da hier die erste Auflage in Polierter
Platte (15.000 Sätze, bestehend aus den 1, 1/2, 1/4 und 1/10
Unzen Münzen) geprägt wurden. Ein Jahr später begann
die "Massenproduktion", wobei das 1/20 Unzen Exemplar
erstmalig 1990 hinzu kam. Eine Weltneuheit stellte die ab 1991
geprägte 1 kg Goldmünze dar. Zeitgleich erschienen auch
eine 10 Unzen und eine 2 Unzen Münze, die beide bis 2009 geprägt wurden. Bedingt durch die niedrigen Auflagen (bei diesen drei Stückelungen) wurde das erste Känguru-Motiv
des "Roten Riesenkänguruh" bis heute beibehalten. Zudem weist der allererste Jahrgang mit Nennwerten von
10.000 A$, 3.000 A$ bzw. 500 A$ eine Besonderheit auf (*).
Für Australien typisch, für eine Goldanlagemünze
eigentlich untypisch, ist die Begrenzung der jährlichen Auflagenhöhe,
die z.B. für das 1 Unzen Stück max. 350.000 Stück
beträgt. Allerdings wurden die Obergrenzen nachfragebedingt
oft nicht erreicht. Alle Größen bis zum 1 Unzen Stück
sollten problemlos erhältlich sein und gehören seitens
des Motivs mit zu den schönsten Goldmünzen weltweit.
Das entsprechende Gegenstück in Silber ist der Kookaburra,
in Platin der Koala
und in Palladium der kaum bekannte und äußerst seltene
Emu. |
 |
 |
| Nennwert |
Bezeichnung |
Größe |
Feinheit |
Goldgehalt |
Gesamt |
Abmaße |
MWSt. |
| 3.000 A$* |
Nugget |
1 kg |
999,9 |
1.000 g |
1.000 g |
75,30 x 13,90 mm |
0 % |
| 1.000 A$* |
Nugget |
10 oz |
999,9 |
311,03 g |
311,03 g |
60,30 x 7,90 mm |
0 % |
| 200 A$* |
Nugget |
2 oz |
999,9 |
62,206 g |
62,206 g |
40,60 x 4,00 mm |
0 % |
| 100 A$ |
Nugget |
1 oz |
999,9 |
31,103 g |
31,103 g |
32,10 x 2,65 mm |
0 % |
| 50 A$ |
Nugget |
1/2 oz |
999,9 |
15,552 g |
15,552 g |
25,10 x 2,20 mm |
0 % |
| 25 A$ |
Nugget |
1/4 oz |
999,9 |
7,776 g |
7,776 g |
20,10 x 1,80 mm |
0 % |
| 15 A$ |
Nugget |
1/10 oz |
999,9 |
3,110 g |
3,110 g |
16,10 x 1,50 mm |
0 % |
| 5 A$ |
Nugget |
1/20 oz |
999,9 |
1,555 g |
1,555 g |
14,10 x 1,40 mm |
0 % |
Panda (China)
1982
begann China eine Münze aus purem Gold zu prägen. Auf
der Vorderseite ist der vom Aussterben bedrohte und streng geschützte
Pandabär mit dem Nennwert und Feinheitsangabe, auf der anderen
der "Tempel des Himmels" mit dem Prägejahr abgebildet.
Das Motiv des Pandabären wechselte bis 2000 jährlich,
2001 und 2002 war es gleich, ab 2003 wechselte es wieder. Die
Abbildung des Tempels ist immer gleich, jedoch schwankt die Form
des außenliegenden Randes (mit der Schrift). Es gibt 3 Versionen:
von 1982-1991, 1992-1999 und 2000-2006.
Eine Besonderheit stellt der Nennwert der Münzen dar (*).
Die Erstausgabe 1982 besaß keinen Nennwert, von 1983-2000
wurden die 1 Unzen Stücke mit nominal 100 Yuan geprägt,
ab 2001 erhöhte sich der Nennwert auf 500 Yuan! Das ab 1983
geprägte 1/20 Unzen Stück war weltweit das Erste in
dieser Größe. Zudem gab es einmalig 1991 eine 1 Gramm
Goldmünze mit einer Auflage von 110.000 Exemplaren. Größen
über 1 Unze werden zeitweise auch geprägt, sie sind
jedoch schon aufgrund der Stückzahl mehr eine Rarität
(z.B. 2001: 1 kg (2.000 bzw. 10.000 Yuan) = 44 Stück).
Offizielle und detaillierte Zahlen zu chinesischen Münzauflagen
sind nur unvollständig zu bekommen. Interessant ist aber
auch die fortstreitende chinesische Prägetechnik. In geschickter
Weise nutzen die Experten seit kurzem den Effekt des Reflektierens
für die Schwarz-Weiß-Darstellungen der Pandas und entwickelten
so die Spiegel-Prägetechnik "Reflection
Minting". Die Panda Goldmünze (siehe nachfolgend:
Abbildungen bzw. Jahrgänge nicht vollständig) mit zum
Teil gleichen Motiven gibt es auch in Silber,
in Platin und vereinzelt
in Palladium.
|
| Nennwert* |
NW (alt) |
Bezeichnung |
Größe |
Feinheit |
Gesamt |
Abmaße |
MWSt. |
| 500 Yuan |
(100 Yuan) |
Panda |
1 oz |
999,9 |
31,103 g |
32,00 x 2,70 mm |
0 % |
| 200 Yuan |
(50 Yuan) |
Panda |
1/2 oz |
999,9 |
15,552 g |
27,00 x 1,85 mm |
0 % |
| 100 Yuan |
(25 Yuan) |
Panda |
1/4 oz |
999,9 |
7,776 g |
22,00 x 1,53 mm |
0 % |
| 50 Yuan |
(10 Yuan) |
Panda |
1/10 oz |
999,9 |
3,110 g |
18,00 x 1,05 mm |
0 % |
| 10 Yuan |
(5 Yuan) |
Panda |
1/20 oz |
999,9 |
1,555 g |
14,00 x 0,83 mm |
0 % |
| |
3 Yuan |
Panda |
1 g |
999,9 |
1,00 g |
10,00 x 0,66 mm |
0 % |
Britannia (Großbritannien)
Gälen
und Britanner, benannt nach ihren alten Heimat Gallien und der
Bretagne, besiedelten zu allererst das heutige Großbritannien.
Später eroberte (teilweise) Julius Caesar (um 55/54 v.Chr.)
die Insel, die er selbst "Britannia" nannte. Heute steht
die "Britannia" als Symbol für das ganze englische
Königreich. Als erste europäische Anlagemünze erschien
sie 1987 in den 4 Unzengrößen. Die Münze besitzt
eine Feinheit von 916,66 (22 Karat). Als Legierungsmetall wurden
bis 1989 nur Kupfer (Rotgold), danach zu gleichen Teilen Silber
+ Kupfer (Gelbgold) verwendet, was zur Folge hatte, das die Färbung
der Goldmünze variiert.
Das klassische Motiv war bis zum Jahr 2000 gleich bleibend und
zeigt die weibliche Figur "Britannia" in wehendem Gewand
mit Helm und Schild. Im gezackten Rahmen sind die Größe
der Münze, ihr Name und das Prägejahr graviert. Auf
der Rückseite ist das Portrait von Königin Elizabeth
II. und der Nennwert abgebildet. Analog zu allen anderen Staaten
des Commonwealth (Australien, Kanada, Insel of Man,...) wird alle
ein paar Jahre das Portrait Throninhabers dem aktuellen Erscheinungsbild
angepasst. Allerdings erfolgt die Anpassung zu unterschiedlichen
Zeitpunkten/Jahrgängen.
Zur Begrüßung des neuen Jahrtausends (und vielleicht
auch zur Steigerung der Attraktivität der Münze), entschlossen
sich die Verantwortlichen der
The British Royal Mint zu einem (Teil-)Motivwechsel. In den
ungeraden Jahren erscheint jeweils ein neues Motiv der Britannia,
Jahrgänge mit geraden Zahlen bleiben unverändert. So
erschien erstmalig im Jahr 2001 das Motiv der "Britannia
mit einem Löwen". 2003 und 2005 folgten eine Abbildung
des "Kopfes der weiblichen Britannia" und die "Sitzende
Britannia".
Die Auflage war im ersten Jahr mit 92.000 ein Unzen Exemplaren
(alle Größen: 150.367 oz) die höchste und ging
in den Folgejahren tendenziell zurück. Zeitweise prägte
man diese Münzen nur in "Polierter
Platte" und als komplette Sätze. Die Britannia gibt
es seit 1997 auch in Silber,
die analog zur Goldversion, heute aufgrund der geringen Auflagehöhe
eher eine Außenseiterrolle spielt. Die Abbildungen zeigen
oben rechts das Standardmotiv, unten die Jahrgänge 2001,
2003 und 2005. (* Anmerkung: Ähnlich dem Krügerrand
schwanken die Abmaße der Münzen leicht um einige Zehntel.)
|
| Nennwert |
Bezeichnung |
Größe |
Feinheit |
Goldgehalt |
Gesamt |
Abmaße* |
MWSt. |
| 100 £ |
Britannia |
1 oz |
916,66 |
31,103 g |
33,84 g |
32,70 x 2,79 mm |
0 % |
| 50 £ |
Britannia |
1/2 oz |
916,66 |
15,552 g |
16,92 g |
27,00 x 2,08 mm |
0 % |
| 25 £ |
Britannia |
1/4 oz |
916,66 |
7,776 g |
8,46 g |
22,00 x 1,63 mm |
0 % |
| 10 £ |
Britannia |
1/10 oz |
916,66 |
3,110 g |
3,38 g |
16,50 x 1,17 mm |
0 % |
Maple Leaf (Kanada)
Die
24-Karat Goldmünze "Maple Leaf" erschien erstmals
im Jahr 1979. Sie ist damit die zweite Anlagemünze nach dem
Krügerrand und bezogen auf den Durchmesser die kleinste aller
1 Unzen Goldmünzen. Die Maples waren die ersten Anlagemünzen,
die eine Feinheit*
von 99,9% aufwiesen. Einige Jahre später, im Jahre 1983,
erhöhte die
The Royal Canadian Mint den Goldgehalt auf 99,99%. Die "4x9"
gelten heute als Standard, waren aber damals "nur" eine
Marketingaktion, denn bereits Anfang des 20. Jahrhunderts konnte
reinstes Gold hergestellt werden.
Ab 1982 folgten die 1/4 und 1/10 Unzen Münze, ab 1986 die
1/2 Unzen und ab 1993 die 1/20 Unzen Stücke. Zwischen 1994
und 1996 gab es auch ein 1/15 Unze Variante. Die Auflage des 1
Unzen Stückes überschritt mehrfach die Millionengrenze,
die niedrigste Auflage lag bis dato bei nur 143.000 Stück
im Jahr 1996.
Das Motiv des kanadischen Ahornblattes (engl.: Maple Leaf) ist jährlich gleich bleibend. In der Rundschrift werden aufgrund der Zweisprachigkeit Kanadas die numismatischen Daten in Englisch und in Französisch aufgeprägt. Auf der Rückseite ist das Porträt von der englischen Königin Elisabeth II., der Nennwert und das Prägejahr abgebildet. (Porträt-Änderungen: 1979-89, 1990-2003, 2004-aktuell)
Werden mehrere Münzen zusammen und ungeschützt voneinander gelagert, ist der scharfkantige geriffelte Rand oft eine Quelle der Selbstzerstörung (Kratzer). Die "Maple Leaf" Goldmünze steht bei der Gesamtauflage (alle Jahrgänge) auf Platz 2 (hinter dem Krügerrand), jedoch bei den aktuellen Jahrgängen auf Platz 1 ein. Die weltweit auflagenstärkste Goldmünze wird unter gleichem Namen in Silber, Platin und seit dem Jahr 2005 auch in Palladium geprägt. Im Jahr 2007 erschien die Maple Leaf in einer Spezialedition mit einer Feinheit von 99,999% Gold, sowie als 100 kg (!) Version mit einem Nennwert von 1 Million Can$.
|
| |
| Nennwert |
Bezeichnung |
Größe |
Feinheit* |
Goldgehalt |
Gesamt |
Abmaße |
MWSt. |
| 50 Can$ |
Maple Leaf |
1 oz |
999,9 |
31,103 g |
31,103 g |
30,00 x 2,87 mm |
0 % |
| 20 Can$ |
Maple Leaf |
1/2 oz |
999,9 |
15,552 g |
15,525 g |
25,00 x 2,23 mm |
0 % |
| 10 Can$ |
Maple Leaf |
1/4 oz |
999,9 |
7,776 g |
7,776 g |
20,00 x 1,78 mm |
0 % |
| 5 Can$ |
Maple Leaf |
1/10 oz |
999,9 |
3,110 g |
3,110 g |
16,00 x 1,13 mm |
0 % |
| 1 Can$ |
Maple Leaf |
1/20 oz |
999,9 |
1,555 g |
1,555 g |
14,00 x 0,92 mm |
0 % |
Wiener Philharmoniker (Österreich)
1989 begann die Republik Österreich als zweiter europäischer Staat nach Großbritannien (Britannia) mit der Prägung von 1 und 1/4 Unzen Goldmünzen. Aufgrund der großen Beliebtheit und Nachfrage folgten 1991 die 1/10 Unzen und ab 1994 1/2 Unzen Stückelungen. Mit der Euro-Einführung zum 01.01.2002 änderte sich der Nennwert von Schilling in Euro. Bedingt durch die Umrechnung und anschließender Rundung auf glatte Nennbeträge, weisen die "alten" Schilling-Münzen einen höheren Nennwert auf. Bezogen auf den Durchmesser von 37 mm ist der Philharmoniker die größte 1 Unzen Goldmünze zu Anlagezwecken. Die höchste Jahresauflage des 1 Unzen Stückes, die bis dato erreicht wurde, lag bei etwas mehr als 645.000 Exemplaren.
Stellvertretend für das weltberühmte Orchester finden sich auf der einen Münzseite ausgewählte Instrumente der Wiener Philharmoniker wieder. Die Orgel im goldenen Saal des Wiener Musikvereins, der Nennwert, die Feinheit und das Prägejahr ziert die andere Seite. Der Rand ist geriffelt und kann ungeschützt bei anderen Münzen unschöne Kratzer verursachen. Das Motiv der Münze bleibt jährlich gleich. Die Goldversion, wie auch der seit 2008 erhältliche Pendant in Silber, werden in der Münze Österreich AG in Wien geprägt.
Aus Anlass des 15-jährigen Jubiläums des Wiener Philharmoniker erschien im Herbst 2004 die zum damaligen Zeitpunkt größte Goldmünze der Welt mit 1.000 Unzen oder 31,104 kg (!) sowie einem offiziellen Nennwert von 100.000 Euro. Nur allein der Materialwert der Münze (Abbildungen), von den es weltweit nur 15 Stück gibt, beläuft sich bei einem angenommen Goldpreis von 600 US$/Unze auf 600.000 US$! (Die österreichische Münzprägestätte prägt auch Nachprägungen (Dukaten, Gulden, Kronen und den Maria-Theresien Taler in Silber) und bietet eigene Goldbarren an.)
|
 |
 |
| NW alt |
NW neu |
Bezeichnung |
Größe |
Feinheit |
Goldgehalt |
Gesamt |
Abmaße |
MWSt. |
| 2.000 S |
100 € |
Philharmoniker |
1 oz |
999,9 |
31,103 g |
31,103 g |
37,00 x 2,00 mm |
0 % |
| 1.000 S |
50 € |
Philharmoniker |
1/2 oz |
999,9 |
15,552 g |
15,552 g |
28,00 x 1,60 mm |
0 % |
| 500 S |
25 € |
Philharmoniker |
1/4 oz |
999,9 |
7,776 g |
7,776 g |
22,00 x 1,20 mm |
0 % |
| 200 S |
10 € |
Philharmoniker |
1/10 oz |
999,9 |
3,110 g |
3,110 g |
16,00 x 1,20 mm |
0 % |
Krügerrand (Südafrika)
Die
bekannteste und älteste Anlagemünze der "Neuzeit"
ist der Krugerrand, umgangssprachlich "Krügerrand"
gesprochen, mit beidseitig gleich bleibendem Motiv. Der Münzname
setzt sich aus dem abgebildeten burischen General und späteren
Präsidenten von Transvaal Paul Kruger (vollständig:
Stephanus Johannes Paulus Kruger, 1825-1904) und der südafrikanischen
Währung Rand zusammen. Die Rückseite zeigt eine
Springbock-Antilope mit dem Prägejahr und der Größenangabe.
Eine Währungsangabe* wird der Betrachter vergebens finden.
Trotzdem handelt es sich um eine Münze und nicht um eine
Medaille oder Barren. Laut südafrikanischer Verfassung bzw.
Notenbankverordnung ist die 22-karat Goldmünze in Südafrika
offizielles Zahlungsmittel mit einem täglich variierenden
Nennwert. Dieser entspricht dem Londoner Fixingpreis umgerechnet
in die Landeswährung.
Als erste "Bullion
coin" Münze ihrer Art wurde sie 1967-69 von der
The Pretoria Mint zu je 40.000 Stück geprägt. Die
"Massenproduktion" des Krügerrands, den es nur
in Gold gibt, begann 1970 mit 211.018 Stück. 1974 wurde erstmals
die Millionengrenze mit 3,2 Mio. Exemplaren überschritten,
gefolgt von dem bisherigen Rekord im Jahr 1978 mit über 6
Mio. geprägten 1 Unzen Goldmünzen. Erstmals kamen 1980
Halb-, Viertel- und Zehntelstücke hinzu, die außer
der 1/10 oz Stückelung nie die Millionengrenze überschritten.
1986 stellte für den Krügerrand ein markantes Jahr
dar! Auf Druck der USA boykottierte die EU alle südafrikanischen
Produkte und so kam es, das auch die Einfuhr des Krügerrands
in Deutschland untersagt wurde. Die südafrikanische Produktion
des Krügerrands und in der Folge der weltweite Handel brachen
ein und markierten beispielsweise 1995 mit nur 8.285 geprägten
1 Unzen Exemplaren bzw. 1998 mit einer Gesamtjahresproduktion
(alle Unzengrößen) von nur 23.277 oz das absolute Tief.
Während dieser Zeit (1986-1999) wurden größtenteils
Sätze und Einzelstücke in Polierter
Platte geprägt. Der Besitz und der Handel von Krügerrands
war in Europa, einschließlich Deutschland, nie verboten.
Allerdings nutzten die schweizerischen Banken die allgemeine Verunsicherung
sowie Desinformation aus und unterbreiteten Goldanlegern ein attraktives
Tauschangebot in Maple Leaf
Goldmünzen. Der kanadischen Münze bescherte diese Aktion
eine Rekordauflage, den Südafrikanern eine riesige Einschmelzaktion
und einen Preisabschlag. Von diesem Abschlag hat sich der Preis
nie wieder richtig erholt und so ist der Krügerrand noch
heute (zumindest in Deutschland) ungerechtfertigerweise meist
ein paar Euro´s billiger, wie alle anderen Goldmünzen. Die
oft anzutreffende Behauptung, daß der Preisunterschied von
dem schlechteren Gold (Feinheit nur 916,66) her rührt, ist
schlicht weg irreführend und falsch, da Münzen mit gleicher
Feinheit wie der "American
Gold Eagle" oder die "Britannia"
bei gleicher Feinheit keinen Preisabschlag aufweisen.
Nach dem Ende der Arpartheit und wurde das allgemeine Importverbot
im Jahre 1999 aufgehoben. Seit 2000 erhöht sich die Krügerrand-Produktion,
jedoch erreicht sie bei weitem nicht mehr die damaligen Auflagenhöhen.
Dank der enorm hohen Stückzahlen in den70/80iger Jahren gehört
sie auch heute zu den bekanntesten, beliebsten und am verbreitesten
Anlagemünzen weltweit. Dem Legierungsmetall Kupfer verdankt
die nur in Gold geprägte Münze ihre markante rötliche
Färbung und eine höhere Härte als "reine"
Goldmünzen. Letztere Beschaffenheit zeichnet sich noch heute
aus, da beim Kauf von Krügerrands zu 99% damalige Jahrgänge
und somit aus "zweiter Hand" angeboten werden. Aktuelle
Jahrgänge sind bedingt durch die geringe Auflage und meist
in "Polierter Platte" deutlich teuerer und nur nach
gezielter Suche erhältlich. (* Anmerkung: die Abmaße
variieren leicht um einige Zehntel mm).
|
| |
| Nennwert |
Bezeichnung |
Größe |
Feinheit |
Goldgehalt |
Gesamt |
Abmaße* |
MWSt. |
| -* |
Krügerrand |
1 oz |
916,66 |
31,103 g |
33,93 g |
32,70 x 2,80 mm |
0 % |
| -* |
Krügerrand |
1/2 oz |
916,66 |
15,552 g |
16,97 g |
27,00 x 2,20 mm |
0 % |
| -* |
Krügerrand |
1/4 oz |
916,66 |
7,776 g |
8,48 g |
22,00 x 1,80 mm |
0 % |
| -* |
Krügerrand |
1/10 oz |
916,66 |
3,110 g |
3,39 g |
16,50 x 1,30 mm |
0 % |
American Eagle (USA)
Der
"American Eagle", bezeichnet nach den alten
US-Goldmünzen mit der Abbildung eines Adlers (englisch:
eagle) aus den Gründerjahren, besteht zu 91,66% aus Gold
(= 22 Karat). Bedingt durch die Legierungsmetalle (5,33% Kupfer
und 3% Silber) besitzt der Eagle, ähnlich dem Krügerrand,
ein leicht dunkleres aussehen und ist durch die höhere Härte
unempfindlicher gegen Kratzer.
Als jährlich gleich bleibendes Motiv ist die "Liberty"
(Freiheitsstatute = das amerikanische Freiheitssymbol) und auf
der anderen Seite der "Adler im Anflug auf seinen Horst"
(Adler = amerikanisches Nationalsymbol) mit dem Nennwert und dem
Prägejahr abgebildet. Letzteres weist eine Besonderheit auf.
In den Jahren 1986 bis 1991 erfolgte die Angabe in römischer
Zahlenschreibweise, danach in numerischen Zahlen. (1986 = MCMLXXXVI,
1990 = MCMLXC, 1991 = MCMLXCI, usw.)
Im Erstausgabejahr 1986 wurden 1,3 Mio. 1 oz Stücke geprägt,
bei einer Gesamtanzahl (alle 4 Größen) von 1,7 Mio.
Unzen. Zwei Jahre später halbierte sich die Auflage und fand
mit nur 204.000 (1 oz) Stücken bei 253.000 Gesamtunzen im
Jahr 1991 das vorläufige Tief. 1998 überschritt die
Auflage erstmals wieder die Millionen-Grenze. Eine monatliche
Auflagenübersicht, auch der in Silber
und Platin ist auf
der Website der Prägeanstalt
The United States Mint zu finden. (Download: engl. Info-Flyer).
Die Popularität dieser
Goldmünze nimmt in Europa stetig ab, da sie zum einen keine
999,9 Feinheit aufweisen kann und anderseits Goldmünzen wie
der Philharmoniker
aus dem Euro-Raum bevorzugt werden. Zudem berichten einige Münzhändler,
daß immer mehr Käufer die Münze wegen der US-Außenpolitik
meiden (boykottieren).
|
| |
| Nennwert |
Bezeichnung |
Größe |
Feinheit |
Goldgehalt |
Gesamt |
Abmaße |
MWSt. |
| 50 US$ |
American Eagle |
1 oz |
916,66 |
31,103 g |
33,93 g |
32,70 x 2,83 mm |
0 % |
| 25 US$ |
American Eagle |
1/2 oz |
916,66 |
15,552 g |
16,97 g |
27,00 x 2,16 mm |
0 % |
| 10 US$ |
American Eagle |
1/4 oz |
916,66 |
7,776 g |
8,48 g |
22,00 x 1,79 mm |
0 % |
| 5 US$ |
American Eagle |
1/10 oz |
916,66 |
3,110 g |
3,39 g |
16,50 x 1,27 mm |
0 % |
American Buffalo (USA)
Seit
1986 werden die American Eagle-Goldmünzen
mit einer Feinheit von 916,6 (= 22 Karat) geprägt. Der Markt
forderte seit längerer Zeit eine Anlagemünze mit einer
999,9 Feinheit. Die
The United States Mint kam dieser Forderung im Juni 2006 nach
und präsentierte mit dem "Buffalo" die erste 24-karat
Goldanlagemünze der USA.
Das Motiv ist identisch mit der erstmalig 1913 erschienen Nickelmünze
"Indian Head" im Nennwert von 5 Cent. Das damalige Motiv
schuf Earle Fraser, der ein Schüler von Augustus Saint-Gaudens
war. Auf der einen Münzseite ein Indianer-Portrait abgebildet,
das auf drei (!) Persönlichkeiten zurück geht. Zwei
Indianer sind namentlich als "Chief Iron Tail" und "Chief
Two Moons" bekannt. Über den dritten herrscht Unklarheit.
Es könnte sich um "Chief John Big Tree" oder "John
Two Guns" handeln. Neben dem Porträt ist das Prägejahr
und das Wort "Liberty" ("Freiheit") ersichtlich.
Das umseitige Motiv zeigt den amerikanischen Bison. Zur damaligen
Zeit waren die in der nordamerikanischen Prärie lebenden
Tiere vom Aussterben bedroht. Als Münzvorlage diente Earle
Fraser daher ein Tier im New Yorker Zoo. (Anmerkung: Der europäische
Vertreter ist der Wisent, die afrikanischen und asiatischen Arten
nennt man Büffel. Umgangssprachlich wurden die Bisons zur
damaligen Zeit im englischen als Buffalo (zu deutsch: Büffel)
bezeichnet.) Neben dem Bison ist der Nennwert von 50 US$, die
Feinheit und das Ursprungsland abgebildet. Die Innschrift "In
God we trust" ("Wir vertrauen in Gott") verweist
auf den nationalen Wahlspruch.
Die Buffalo-Goldmünze wird seit dem ersten Prägejahr nur
als 1 Unzen Stück angeboten und parallel zum "American
Eagle" geprägt. Für
den anspruchsvollen Sammler erscheint die Münze auch in "Polierter
Platte"-Ausführung. Das Motiv ist idendisch, die Auflage
ist jedoch auf 300.000 Stück begrenzt. Mit gleicher Bezeichnung
gibt es in den USA auch eine 1 oz Silbermünze (.999), die
jedoch eine rechteckige Form aufweist.
|
| |
| Nennwert |
Bezeichnung |
Größe |
Feinheit |
Goldgehalt |
Gesamt |
Abmaße |
MWSt. |
| 50 US$ |
American Buffalo |
1 oz |
999,9 |
31,103 g |
31,103 g |
??,?? x ?,?? mm |
0 % |
Anmerkung/Hinweis:
- Die genannten Abmaße der Münzen können leicht schwanken
- MWSt. Angaben gelten nur für Deutschland
- Auflistung nicht vollständig
- Farbe und Größe der abgebildeten Münzen sind nicht Maßstabs- und Farbgerecht
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