Edelmetall-Barren

Barren zu Anlagezwecken werden von mehreren Scheide- und Prägeanstalten hergestellt. Die "good-delivery-Barren" garantieren einen reibungslosen Handel in allen Teilen der Welt. Neben den bekannten Rechteck-Barrenformen werden unzählige andere Variationen angeboten. Motivbarren und andere Gewichtseinheiten (z.B. in Tael, Tolas) ergänzen das Angebot. Bei einer Investition in Barren sollten ländertypische (neutrale) Barrenformen und einheimische Prägeanstalten bevorzugt werden.

Barren-Anbieter: Münze Österreich

LogoHerzog Leopold V. gründete im Jahr 1194 die heute unter dem Namen "Münze Österreich" fungierende Gesellschaft. Rund 200 Jahre später, im Jahr 1397, wurde die Wiener Münze erstmals urkundlich erwähnt. Markante Meilensteine der Münzprägestätte waren u.a. der bis heute geprägte Maria-Theresien-Taler (Prägung Günzburg, ab 1780), die Umstellung auf die Goldwährung Krone (1892), die Einführung der Schillingwährung (1924 bzw. 1945) sowie die Ausgabe der ersten Silber-Gedenkmünze (1955). Das Hauptmünzamt war ein Amt, das dem Finanzministerium unterstand. 1988 wurde es zusammen mit dem Münzregal (Recht zur Ausgabe von Münzen) an die Österreichischen Nationalbank (OeNB) verkauft. Am 01.01.1989 fusionierten beide Gesellschaften zu der Münze Österreich AG, deren Aktien zu 100% im Besitz der OeNB sind. Im gleichen Jahr erschien die Erstausgabe des "Wiener Philharmonikers", der ersten Gold-Anlagemünze Österreichs und einzigen im Euro-Währungsraum.

In Deutschland weniger bekannt sind die Edelmetallbarren aus Wien. In Kooperation mit dem schweizerischen Unternehmen Argor-Heraeus S.A. werden seit 1995 Goldbarren von 2 g bis 1 kg angeboten, wobei diese bis 100 g geprägt, ab 250 g gegossen hergestellt werden. Auf jedem dieser Barren sind das Logo der Münze Österreich, das Wort "Feingold", die Feinheit in Höhe von "999.9", die Gewichtsangabe, eine individuelle Barrennummer (ab 250 g), sowie das Prüfer- und Schmelzerzeichen von Argor-Heraeus SA. ersichtlich. Die Barren, die nur in Gold angeboten werden, werden bis zu einer Gewichtseinheit von 100 g in einer Folie mit Echtheitszertifikat eingeschweißt vertrieben.

Gleiches gilt für die kinebar®-Goldbarren, die es nur in geprägter Form und in den Größen 1 g, 5 g und 10 g gibt. Allerdings ist die ansonsten blanke Unterseite des Barren mit einem Motiv bestückt, das gleichzeitig ein Sicherheits- und Echtheitsmerkmal darstellt. Es gibt zwei Versionen, wobei das Standardmotiv die bekannten "Lippizaner Pferde der Spanischen Hofreitschule" in Wien zeigt. In Abhängigkeit vom Betrachtungswinkel ändert sich die Position von Pferd und Reiter, welche die Formation "Levade" einnehmen. Zum Jahrtausendwechsel erschien einmalig eine Sonderedition mit einem "Feuerwerk"-Motiv, bei dem sich die Jahreszahl 1999 je nach Lichteinfall in 2000 wandelt.

Fazit: Die Goldbarren sind in Österreich sehr bekannt und verbreitet, in Deutschland sind sie eher unbekannt.

 

Kontaktdaten

Münze Österreich AG
Am Heumarkt 1
A - 1030 Wien
www.austrian-mint.com Download: z.Z. nicht vorhanden Flyer in deutscher Sprache

 

Stückelungen und Abmaße

Hinweis: Die ca.-Abmaße der gegossenen Barren sind an der Oberfläche gemessen und weichen nicht zuletzt durch die konische Form ab.

 

Abbildungen


Goldbarren, gegossen

kinebar®

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Anmerkung/Hinweis:

  • Farbe und Größe der abgebildeten Barren sind nicht maßstabs- und farbgerecht
  • Die genannten Abmaße der Barren können leicht schwanken

26. Mai 2013 - 02:50 Uhr   Seite aktualisieren