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Was kaufen: Fragen & Antworten

je 1 oz Gold oben, Palladium und Silber, Platin untenDie richtige Auswahl der Münze ist für Anfänger oft nicht leicht. Unabhängig von der Feinheit, der Größe, dem Motiv, dem Angebot und der Metallsorte empfiehlt es sich, als Grundstock bekannte Anlagemünzen zu wählen. Hoher Bekanntheitsgrad und große Umsätze (also Angebot und Nachfrage) einer Münze bedeuten nicht nur günstige Preise beim Kauf und Verkauf, sondern auch faire Rückkaufspreise.

Die weltweit bekannteste Goldmünze zur Kapitalanlage ist der südafrikanische Krügerrand. Der seit 1989 geprägte österreichische Philharmoniker besitzt eine Reinheit von 99,99% und ist zudem die einzige Kapitalanlagemünze im Euro-Währungsraum. Unter dem Aspekt der aktuellen jährlichen Auflagen verliert der Krügerrand deutlich an Bedeutung, zugunsten des Philharmonikers und den kanadischen Maple-Leaf-Münzen. Die Maples, die es mit gleichem Motiv in Gold, Silber, Platin und seit Ende 2005 auch in Palladium gibt, haben einen hohen Bekanntheitsgrad und führen weltweit die Top 10 an. Die Australier, ob nun nun die Standardmünzen, wie der Nugget bzw. Känguru (Gold), Kookabura (Silber) und Koala (Platin) oder die Lunar-Serien, punkten mit wunderschönen Motiven, haben aber begrenzte Auflagen. Die chinesischen Münzgraveure stehen mit den exzellenten Panda-Motiven auf gleicher Stufe mit den Australiern, jedoch muss für diese Münzen etwas mehr Aufgeld bezahlt werden. Neuerdings etwas ins Abseits geraten sind die American-Eagle-Münzen aus den USA. Die niedrige Feinheit (91,67%) bei der Goldversion, die zwischenzeitlichen Strafzölle bei den Silbermünzen und das politische Gebaren gegenüber dem Rest der Welt haben den Absatz außerhalb der USA nicht gerade beflügelt.

Bei kleinen und kleinsten Goldeinheiten lohnt der Blick in die Vergangenheit. Die 20 Reichsmark aus dem deutschen Kaiserreich, der Dukat oder die Kronen in Österreich (einschließlich deren Nachprägungen) und der Vreneli aus der Schweiz sind einige Alternativen, die ein Investor nicht aus den Augen verlieren sollte. Diese Münzen weisen zwar meist deutliche Umlauf-/Gebrauchsspuren auf, dafür sind sie aber in der unmittelbaren Nähe des aktuellen Goldpreis erhältlich. Gleiches gilt für die Silbermünzen.

Finger weg von Medaillen! Ein Hauptmerkmal ist der fehlende Nennwert. Weil dieser fehlt, darf jeder, ob Privatperson, Münzhändler, Stadt oder ein Unternehmen, ein Stück Blech mit seinem Wunschmotiv prägen lassen. Dieses Stück Blech - aus welchem Metall auch immer - soll einer Münze ähneln. Eine Münze ist/war jedoch per der Definition immer ein gesetzliches Zahlungsmittel. (Achtung! Sondersituation des Krügerrandes und der Libertad-Münzen beachten.) Der Mix aus schönen Motiven, kleinen Auflagen und großen Werbekampannien ergibt einen extrem teuren Verkaufspreis. Einzig und allein zum Materialwert können solche Stücke unter Anlagegesichtspunkten in Erwägung gezogen werden.

Fazit: Den Grundstock sollten klassische, weit verbreitete und bekannte Münzen bilden, wobei der Faktor Heimatland oder Währungsgebiet (z.B. €-Raum) mit berücksichtigt werden sollte.

 

Barren werden entweder von Herstellern wie Umicore (Nachfolger von Degussa) oder Heraeus unter eigenem Namen vertrieben oder aber im Auftrag für Banken (z.B. Commerzbank, Sparkasse, UBS) oder anderen Auftraggebern angefertigt. Besonders letztere Gruppe, die beispielsweise auf den Barren Motive von Stadt- oder Firmenjubiläen abbilden, sollten für Anleger nicht erste Wahl sein. Beim Verkauf könnten diese einen Preisabschalg aufweisen, weil sie tendenziell nicht wiederverkauft sondern eingeschmolzen werden.

Generell sind gestanzte Barren schöner zu betrachten, da sie eine polierte und somit glänzende Oberfläche aufweisen. Die Abmaße und Formen variieren von Hersteller zu Hersteller. Standardgrößen gibt es nur beim Gewicht, nicht aber bei den Abmaßen. Der eine oder andere Barren-Produzent änderte im Laufe der Jahrzehnte seine Barrenformen. Die aktuellen Variationen sind zu bevorzugen.

Völlig unwichtig und überflüssig ist ein beiliegendes Echtheitszertifikat, das meist in der Verpackungsfolie mit eingeschweißt ist. Auf dem Stück Papier sind ein paar Angaben des Herstellers und eine Serien-Nummer aufgedruckt. Beim Verkauf ist dieses Papier völlig belanglos, denn der Käufer prüft den Barren auf Echtheit und nicht das Papier (Gilt auch für Münzen). Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen möchte, der kann einen "kinebar®"-Barren erwerben, der ähnlich wie bei einem Geldschein ein Sicherheitsmerkmal aufweist.

Fazit: Analog zu den Münzen gilt auch hier: einheimische bekannte "Durchschnittsware" ist extravaganten Unbekannten vorzuziehen.

 

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