Hamburgische Münze

Die Hamburgische Münze ist eine stattliche Einrichtung, die als Landesbetrieb der Finanzbehörde der Hansestadt Hamburg unterstellt ist. Sie ist die die älteste deutsche Münzprägeanstalt, deren Geschichte sich bis ins Jahr 834 zurück verfolgen läßt, als Erzbischof zu Hammaburg die ersten Münzen schlagen lies.

1189 verlieh Kaiser Friedrich Barbarossa der Hamburgischen Münze das Recht zur Prüfung der Gräflich Schauenburgischen Münzstätte.

Der Graf von Holstein verkaufte 1325 die Münzstätte an die Bürger von Hamburg, denen damit erlaubt war, eigene Münzen zu schlagen. Bei den Prägungen handelte es sich überwiegend um Brakteaten. 1435 wurde das Recht zur Prägung von Goldmünzen, dem Gulden, durch Kaiser Sigismund verliehen. 1553 wurden erstmals Taler und Portugaleser geprägt.

Nach der Besetzung der Stadt 1806 durch französische Truppen wurde sieben Jahre später der Betrieb der Prägestätte ausgesetzt. Der damalige Münzmeister erwarb einen Teil der Ausrichtung und betrieb bis zum Brand 1842 eine private Prägestätte weiter. Dabei stellte er im Auftrag der Hamburgischen Bank den Hamburger Dukaten und Scheidemünzen her.

1873 beschloss die Hamburgische Bürgerschaft eine neue Prägestätte zu errichten, die 1875 an der Norderstraße eröffnet. Als neunte Münzprägestätte des Deutschen Kaiserreichs erhielt sie den neunten Buchstaben des Alphabetes, das "J" als Prägestättezeichen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Produktionsstandort der Hamburgischen Münze schwer beschädigt. Nach dem Wiederaufbau 1948 folgte 1982 der Umzug in ein neues Gebäude, in Meiendorf, einem Ortsteil von Hamburg-Rahlstedt. Die Münze Hamburg produziert heute Umlauf-, Gedenk und Sammlermünzen sowie Medaillen.

Aus Sicht des Anlageinvestors werden alljährlich 20% der 100 Euro Goldmünze in München mit dem Münzzeichen "J" geprägt, gleiches gilt für die 20 Euro Goldmünze Deutscher Wald.

Die Hamburgische Münze ist eine von fünf staatlichen Münzprägestätten in Deutschland, die es noch in BerlinKarlsruhe, München und Stuttgart gibt. Generell können keine  (Gold-)Münzen über die Prägestätte geordert werden. Dies übernimmt die Verkaufsstelle für Sammlermünzen.

Münzprägestätte, Deutschland


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