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Wo kaufen?

Wer Edelmetalle in Münz- oder Barrenform erwerben möchte, wird in den allermeisten Fällen sehr schnell feststellen, daß dies nicht ganz einfach ist. Von einem flächendeckenden Händlernetz kann keine Rede sein. Aber, und das ist wirklich Positiv, ganz langsam kommt Schwung in die Bude...

Anbieter von Edelmetallen.

 

... beim Edelmetallhändler

Reine Edelmetallhändler, die sich ausschließlich auf den An-/Verkauf von Edelmetallmünzen und Barren spezialisiert haben, können mit der Lupe gesucht werden. Als einzigste derzeit uns bekannte Firma ist pro aurum in München und Berlin. Die Zentrale in München befindet sich in einer ehemaligen Bankfiliale und beliefert sowohl institutielle als auch private Kundschaft. Neben der Fachkunde und einer seriösen Beratung sind Bestände für Ottonormalbürger ausreichend vorhanden. Größere Voluminas stellen kein Problem dar und werden direkt über die Prägeanstalten oder Barrenproduzenten geordert. Für diejenigen, die nur zu einem bestimmten Preis kaufen wollen, bietet die Firma einen Limitkauf (analog Börsenhandel) an. Wer Exoten, wie Palladium, Granulat, 5 kg oder gar 30 kg Silberbarren sucht wird bei diesem Händler fündig. Generell kann die Ware in der Filiale erworben und mitgenommen werden, es besteht aber auch die Möglichkeit des Versendens.

 

Anbieter von Edelmetallen".

Noch eine aktuelle Anmerkung: Generell müssen Händler, die langfristig und erfolgreich am Markt agieren wollen, neben den Logistik-, Lagerungs-, Versicherungs- und Preisabsicherungsfragen vor allem auch ein finanzielles Rückrat aufweisen. Sind diese Eigenschaften erfüllt, besteht in aller Regel kein Widerspruch zwischen aktueller Preisliste und sofortiger Lieferfähigkeit. Das andere Extrem sind jene Händler, die ihre Stärken in der Preisbildung und im vermitteln der angeblich vorrätigen Ware haben, jedoch erst das Geld des Kunden benötigen, um die eigentliche Ware selbst einkaufen zu können. Der Besteller erhält die Ware meist nach 1-2 Wochen, anstatt nach 1-2 Tagen. Da jeder Kauf per Versand auf einem Vertrauensverhältnis basiert, sollte der Interessent bereits im Vorfeld den Anbieter genausten prüfen und im Zweifelsfall eine kleinere Testbestellung vornehmen. Der fairer halber anzumerken wäre noch, daß es auch zu begründeten Lieferengpässe bei Neuware (seitens der Prägeanstalten/Barrenproduzenten) kommen kann, die ihnen ein seriöser Anbieter umgehend mitteilt.

 

20 Goldmark, 5 Reichsmark oder dem Maria-Theresien-Taler. Mit etwas Geschick kann der Preis ausgehandelt oder ein Wunschzettel in Auftrag gegeben werden.

Auf der Seite "Anbieter von Edelmetallen" sind ein paar Münzhändler aufgeführt, weitere findet man im Internet, Telefon- und Branchenbüchern.

 

Münzzeitschriften, aber auch auf Flohmärkten sind zwei weitere Möglichkeiten, um an begehrte Stücke zu gelangen. Beide Varianten eignet ich nur für denjenigen, der es nicht eilig hat und den Kauf mit einem Erlebnis verbinden möchte. In Anzeigen werden Einzelstücke bis hin zu ganzen Sammlungen angeboten. Die Gründe der Verkäufer sind sehr unterschiedlich und reichen von Erbstücken bis zu Notverkäufen. Für den Käufer unabdingbar sind detaillierte Kenntnisse des Marktsegments, Ausdauer und eine gewisse Flexibilität. Natürlich können auch Such-Anzeigen aufgegeben werden.

 

... mittels Online-Auktionen (ebay & Co)

Besonders beliebt sind in letzter Zeit Onlineversteigerungen per Mausklick. Allzu große Schnäppchen, wie bei einigen anderen Produkten, sind kaum zu erwarten. Dafür sorgt schon der Verkäufer! Der Käufer zahlt zudem zum ersteigerten Wert Gebühren und die Versandkosten. Wer dann noch rechnen möchte, stellt meist fest, daß ein Gang zum nächsten Münzhändler oder einer Bank nicht teuer gekommen wäre. Zudem trägt der Käufer das Risiko einem Betrüger auf den Leim zu gehen und den Zustand der Ware nicht zu kennen. Ein sehr schlechtes Chance- & Risikoverhältnis!

Zudem sollte jedem Ebay-Fan klar sein, besonders wenn es sich um ein US-Internet-Unternehmen handelt, daß seine Daten und sein Kaufverhalten in den USA gespeichert werden. Das diese simplen Daten auch ganz andere Dinge bewirken können, verdeutlicht dieses Beispiel aus dem Jahre 2003 (!). Und wem dies noch nicht reicht, sollte wissen, daß in dem freisten Land der Welt der Goldbesitz 40 Jahre (!) lang bis Anfang der 70er Jahre verboten war. Im Jahr 2004 waren alle US-Silbermünzen mit Strafzöllen belegt...

 

... auf Versteigerungen

Bei offiziellen Versteigerungen (z.B. vom Zoll, Finanzamt, Münzhändlern) ist das Chance-/Risikoverhältnis wesentlich besser. Zudem kommen oft ganze Sammlungen unter den Hammer, die auch größere Geldbeutel leeren können. Diese Art des Kaufs setzt gewisse Fachkenntnis und Flexibilität voraus, die bereits beim Termin der Versteigerung beginnt. Oftmals sind bei Auktionen und Versteigerungen noch weitere Kosten fällig (z.B. Gebühr für Auktionskatalog, Eintritt, sowie beim Ersteigern die Auktionator-Kosten und die MWSt.). Prüfen und rechnen sollte jeder in der Schule gelernt haben...

 

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