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Nicht die Marktwirtschaft, sondern der Monopolkapitalismus ist das Problem

16.02.2012  |  Dr. Eike Hamer
In Davos saß die selbsternannte Weltregierung zusammen, um ihre zukünftige Rolle zu beraten. Nicht nur Absprachen über die Vorgehensweise in bestimmten ökonomischen Problemen wie z.B. die Staatsschuldenkrise Europas oder der USA oder geostrategische Absprachen wie z.B. über einen Überfall Syriens und des Irans stehen im Vordergrund, sondern auch die mittlerweile nicht mehr unbestrittene eigene Rolle in der Welt.

Diese so genannten "herrschenden Kreise“ haben gemerkt, dass ihre brutale und rücksichtslose Vorgehensweise nicht mehr kritiklos von den Bürgern hingenommen wird. Dabei ist nicht nur das Problem, dass die Bürger Ursachenforschung betrieben haben und die Täter persönlich zu lokalisieren versuchten, sondern dass die Kritik an ihnen sogar gesellschafts- und mehrheitsfähig ist. Zu viele Bürger und sogar Helfer der Machtelite fühlen sich zu Recht betrogen und beginnen sich zu empören, statt - wie gehofft - ihren Abstieg selbstbemitleidend, aber still hinzunehmen.

Nur mit einer schonungslosen Darstellung der Ursachen lässt sich selbst für die Machtelite eine persönliche Lösung finden. Es kann keine Lösung gegen abstrakte Systembegriffe wie Sozialismus, Kapitalismus o.ä. sein, weil die Menschen mangels eindeutiger Definition ohnehin verschiedene Auffassungen darüber haben, was sich hinter den Begriffen verbirgt. Hilfreicher ist es, aktuelle Fehlentwicklungen aufzuzeigen und daraufhin Verbesserungen zu überlegen, unabhängig davon wie das System dann genannt werden soll.

Festzustellen ist, dass die Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards den Menschen in Deutschland nicht nur den größtmöglichen Wohlstand brachte, sondern auch eine Zufriedenheit, die kaum ein anderes Wirtschaftkonzept in Deutschland je erreichte. Grundpfeiler dieses Konzeptes waren:

  • Eine Aufgabenteilung zwischen Staat und Wirtschaft, bei der der Staat sich auf hoheitliche Tätigkeiten konzentriert und diese konsequent durchsetzt, während dem Markt bzw. den Marktkräften größtmögliche Freiheiten zugestanden wurden.

  • Freiheiten wurden dort beschnitten, wo es unbedingt nötig war. Planwirtschaftliche Elemente für die private Wirtschaft wurden abgelehnt.

  • Den Menschen wurde eine Existenzsicherung zugesagt, welche im Gegenzug die Einsatzbereitschaft der Menschen einforderte.

  • Die Selbstverantwortung des Einzelnen stand im Vordergrund und wurde maximal gefördert. Wer sich selbständig machen wollte, konnte sich weitgehend von öffentlicher Bevormundung befreien und sich flexibel auf die sich verändernden Marktgegebenheiten einstellen.

  • Durch die Steuerfreiheit der im Unternehmen verbleibenden Gewinne wurde den Unternehmen das Wachstum aus eigener Kraft sowie deren Eigenständigkeit ermöglicht. Dies löste das so genannte Wirtschaftswunder aus.

Diese das Wirtschaftswunder ermöglichenden Umstände liegen heute in der Form nicht mehr vor. Zunehmende staatliche Eingriffe, die Diskriminierung der Leistungsträger sowie eine steuerliche Bevorteilung von Fremdkapital gegenüber Eigenkapital neben dem aus allen Fugen geratenen Staat (Staatsquote über 50%) führten zu der aktuellen Lage. Heute müssen wir beobachten, dass:



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