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Nicht die Marktwirtschaft, sondern der Monopolkapitalismus ist das Problem

16.02.2012  |  Dr. Eike Hamer
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  • die Eigenständigkeit und Eigenverantwortung der Menschen weitgehend zurückgedrängt worden ist und zur "Vollkaskomentalität“ führte,

  • der Staat sich in immer mehr Lebensbereiche einmischt und Bürger dort bevormundet, so dass weniger von Freiheit oder Marktwirtschaft als vielmehr von Staatswirtschaft gesprochen werden kann.

  • Der Staat fungiert weniger als Schiedsrichter unter den selbstverantwortlichen Marktteilnehmern, sondern verdingt sich als Helfer einer kleinen internationalen Machtelite und hilft dieser dabei, die Bürger maximal auszuplündern.

  • Der Staat hat sich derart ausgedehnt, dass er kaum noch persönlichen Freiraum lässt. Die aktuelle Staatsquote in Höhe von über 50% bei gleichzeitiger Subventionierung und Bevorteilung der internationalen Machtelite führt dazu, dass Leistungsträgern mit einer Abgabenbelastung von bis zu 80% kaum noch persönlicher Freiraum gelassen wird.

  • Zu der schleichenden Bevormundung der Wirtschaftsteilnehmer in Deutschland durch Gesetzte und Verordnungen wurde der Freiraum noch einmal durch eine EU-Regulierung minimiert. Auf mehreren Märkten ist heute durch die feinmaschige Regulierung und Bevormundung durch den Staat statt Marktwirtschaft eher sozialistische Planwirtschaft zu erkennen.

Wo immer Planwirtschaft als ökonomisches Konzept in Deutschland durchgesetzt wurde, verarmte das Volk. Insofern zeigt die Erfahrung, dass Planwirtschaft Wohlstandsverlust und Unzufriedenheit mit sich bringt, während die persönliche Freiheit Zufriedenheit und Wohlstand erzeugt. Der aktuell geplante Schlag der Machtelite gegen die Bürger durch die Verlagerung eigener Spekulationsverluste auf die Steuerzahler durch die verschiedenen "Rettungspakete“ (ESM) ist der Auftakt zu einer neuen Dimension privater Einschränkung durch öffentliche Ausdehnung.

Kehrseite dieser Rettungspakete sind nämlich Inflation oder zunehmende Zwangsabgaben durch den Staat oder beides. Sämtliche Staaten Europas kommen nur dann zurück auf einen international wettbewerbsfähigen, erfolgreichen Kurs, wenn die Staaten anfangen sich konsequent zurück zu nehmen und der privaten Wirtschaft wieder mehr Freiraum durch weniger Zwangsabgaben und Bevormundung einräumen - also zurück zur sozialen Marktwirtschaft statt hin zum Europasozialismus.

Wie konnte die Machtelite nicht nur die Industrie monopolisieren, sondern sich auch die Staaten untertan machen?

Der Hauptgrund liegt darin, dass USA und England ab 1913 (Gründung der FED) das Geldmonopol getragen haben. Seitdem können die privaten Eigentümer der FED und der Bank of England nicht nur die Geldwertstabilität zu eigenem Nutzen und eigenen Zwecken gestalten, sondern sich alle Sachwerte der Welt quasi zum Nulltarif kaufen. Dessen heute spürbaren Folgen sind das eigentliche Problem. Die privaten Eigentümer der FED und Bank of England haben ganze Märkte für sich monopolisiert und mit ihren Banken ein Erpressungspotential über den Staaten geschaffen, welches diese zu grenzenloser Unterstützung zwingen kann. Genau hierin liegt das eigentliche Problem. Wenn statt Wettbewerb die private Macht derart konzentriert ist, weil Private das Geldmonopol innehaben, wird die Marktwirtschaft zur Machtwirtschaft, wird der Kapitalismus zum Monopolkapitalismus.

Abhilfe kann nur dadurch geschaffen werden, indem eine Rückbesinnung auf die marktwirtschaftlichen Prinzipien im Sinne von Ludwig Erhard stattfindet und statt Monopolwirtschaft wieder mehr Wettbewerb und Chancengleichheit hergestellt wird. Nicht die sozialistische Idee des gleichen Ergebnisses, sondern lediglich die Gleichheit in der Chance bringt die notwendigen Korrekturen und damit eine neue Wohlstandswelle und schließlich mehr Zufriedenheit bei den meisten Bürgern. Weder staatliches Monopol noch privates Monopol mit ihren planwirtschaftlichen Kommandostrukturen überzeugt die Menschen, sondern eine marktwirtschaftliche, menschliche Wirtschaft mit gleichwertigen, gleichberechtigten und chancengleichen Bürgern.

Irrwege sozialistischer staatlicher Kommandowirtschaft sowie das Gegenstück eines monopolkapitalistischen Wirtschaftssystems haben abgewirtschaftet, überzeugen die Menschen nicht und sollten sowohl im Sinne der Menschen, aber auch im Sinne der Machtelite selbst korrigiert werden. Sollten Korrekturen nicht aus Einsicht der Machtelite selbst kommen, zeigt uns die Geschichte nicht zuletzt 1989 mit der Beseitigung des sozialistischen planwirtschaftlichen Systems in der DDR, dass die Menschen eine Veränderung erstreiken werden oder im schlimmsten Fall wie bei Ludwig XVI sich der Machtelite entledigen werden.

An einer blutigen Auseinandersetzung kann niemand ein Interesse haben. Es bleibt die Hoffnung zur Einsicht bei der Machtelite, den Weg zurück zu einer Wirtschaftsordnung zu finden, indem wieder persönliche Freiheit und Eigenständigkeit möglichst vieler eine humanere Wirtschaft herstellen. Derzeit stehen die Weichen noch auf weitere Machtkonzentration (z.B. Europa-Superstaat) und weiterer Monopolisierung durch die "Rettungspakete“, welche nämlich zum Nutzen der privaten Machtelite nur auf Kosten der ohnehin schon durch Zwangsabgaben gebeutelten Bürger führt.


© Dr. Eike Hamer
Herausgeber "Wirtschaft aktuell"
www.mittelstandsinstitut-niedersachsen.de



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