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Argentiniens Regierung stellt sich gegen Minenunternehmen

05.06.2012  |  Roman Baudzus
In den letzten Jahren ist es in Lateinamerika zu einem dramatischen Linksruck gekommen, der sich zunehmend negativ auf die Minenunternehmen des Kontinents auswirkt. Im April dieses Jahres kam es wie aus heiterem Himmel zu einer Wiederverstaatlichung des argentinischen Ölkonzerns YPF und zu Beginn dieser Woche erließ die argentinische Regierung ein neues Minengesetz, welches die Importe von Minenunternehmen nach Argentinien beschränken soll.

Nachdem die ausländischen Investitionen in den Minensektor des Landes im vergangenen Jahr fast rekordhohe 3 Milliarden $ erreichten, werden diese Errungenschaften durch das neue Minengesetz weitläufig in Frage gestellt. Laut der Verordnung werden alle Importe von im Land aktiven Minengesellschaften nämlich nun unter die Kontrolle der Regierungsbehörden gestellt, was dazu beitragen soll, die ausländischen Devisenreserven Argentiniens zu erhöhen und den jährlichen Handelsüberschuss mit anderen Nationen auszuweiten.

Um Bohrausrüstungen und sonstige für die Exploration und den Abbau von Rohstoffen benötigte Güter einzuführen, benötigen die Unternehmen nun eine Genehmigung der Behörden. Importe müssen zudem mindestens drei Monate vor Bestellung bei den Behörden angemeldet werden. Laut der argentinischen Präsidentin Kirchner soll auf diese Weise auch die heimische Industrie geschützt werden, was ebenfalls bedeutet, dass im Land operierende Minenkonzerne - falls machbar - ihre Ausrüstung und technisches Equipment bei argentinischen Herstellern erwerben sollen.

Die Proteste gegen diese Maßnahme ließen aber nicht lange auf sich warten. Die Europäische Union hat aus diesem Grunde eine Wettbewerbsklage bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingereicht.

Zum Leidwesen vieler Mineninvestoren wird dies aber wohl noch nicht die letzte solche Maßnahme einer lateinamerikanischen Regierung gewesen sein.


© Roman Baudzus
www.GoldMoney.com/de



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