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Ist Silber das tote Pferd, von dem wir absteigen müssen?

19.02.2013  |  Silberjunge
Im Silberbulletin vom 9. Februar 2013 machte ich meine Abonnenten noch auf den Einbruch des Silberpreises im Februar 2010 aufmerksam und verglich die Entwicklung heute mit der damals. Für mich drängen sich gewisse Parallelen auf, wobei ich an der Stelle gerne das Zitat von Mark Twain anführe: "Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich". Ähnlich wie damals stecke ich mental und emotional die aktuelle Schwäche mit Gelassenheit, Geduld und Beharrlichkeit weg.

Lassen Sie mich Ihnen aber zunächst einen Chart zeigen, der zu einer Zeit beginnt, als ich Sie vor Euphorie warnte und meine im Frühsommer 2012 zwischen 26 und 29 US-Dollar aufgebauten Silberpositionen wieder veräußerte (siehe Investitionsquote im Silberbulletin). Zum Verständnis: Per 3. Oktober 2012 sind die Preise von Silber (rot), Gold (blau), Rohöl (schwarz), DAX (grün), Platin und Palladium mit 100 indexiert:

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Quelle: Bloomberg, Silberjunge


Silber und Gold enttäuschten, während alles andere stieg. Gold und Silber braucht man nach Ansicht vieler Vermögensverwalter und Banker nicht mehr, da die Euro-Krise gelöst sei und wir in eine inflationsfreie Zukunft unseres doch auf einem gesunden Fundament ruhenden Papiergeldsystems schauen (Vorsicht bitte, Ironie!). Unter Ausblendung der Tatsache, dass Aktien bei einem Inflationsschock kaufkraftbereinigt in der Regel deutliche Verluste erleiden, redet man den Menschen ein, dass Aktien "in" und Gold sowie Silber in den kommenden Jahren "out" seien. Gerade diese "Glaubenssätze" habe ich während meiner Seminare mit historischen Belegen "zerpflückt". Aber ein Inflationsschock ist ja in der Welt der meisten Berufsauguren bar jeder Vernunft!

Der obige Chart zeigt uns allen doch anscheinend, dass wir Silberinvestoren anscheinend auf das falsche Pferd setzen. Eine alte Indianerweisheit lautet: "Wenn Du entdeckt, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab". Dass ich Silber nicht für ein totes Pferd halte, brauche ich nicht zu betonen. Lassen Sie uns gemeinsam die Fahne für Silberinvestments hochhalten. Ein alter Sozialistenspruch lautet: "Keiner schafft den Plan allein, alle müssen Helfer sein". Stellen Sie mich jetzt aber bitte nicht in diese Ecke! Ich will damit nur deutlich machen, dass wir Edelmetallinvestoren bitte die Fahne für Silberinvestments gemeinsam hochhalten.

Clive Maund verunsicherte auch meine Leserinnen und Leser Anfang 2012 mit Charts, die beim Silber Rückgänge auf 16 bis 17 Dollar beinhalteten. In seiner ganz aktuellen Analyse zeigt er einen Chart, der einen Rückgang des Goldminenindex HUI auf rund 150 Punkte (jetzt bei 379,21!!!) möglich erscheinen lässt. Ich habe Ihnen in meiner Sonderstudie vom 27. Dezember 2012 eine Strategie aufgezeigt, mit der ich mich zum Jahreswechsel unter 30 US-Dollar positioniert habe. Sie erlaubt mir jetzt, dass Geschehen mit Ruhe und Gelassenheit zu verfolgen.

Vergangenen Freitag, den 15. Februar 2013, schrieb ich Ihnen beim Versand des Sentimentreports: "Wer zum Jahreswechsel nicht wie ich in meiner Sonderstudie beschrieben investierte, kann doch jetzt die Schwäche als willkommene Investitionshilfe betrachten und auf fast gleich hohem Niveau kaufen". Ich befürchte, dass einige allerdings wieder zu lange warten werden in der Hoffnung auf noch stärkere Rückgänge. Bei dieser Strategie ist es aber nicht wichtig, ob man bei 28, 29, 30 oder 31 US-Dollar investiert hat. Wichtig ist nur, dass man dabei ist, wenn die nächste große Silberhausse beginnt. Das Put/Call-Ratio auf die Optionen auf den Silber-Future an der US-Warenterminbörse (ich zeige es Ihnen in der wöchentlichen Kurzfassung des Investmentkompass vom 17. Februar 2013) ist wieder angestiegen und die Leerverkäufe der Aktien von Silver Wheaton sind gefallen.

Der Optimistenanteil unter den von Bloomberg befragten Bankanalysten ist bereits auf 32,35 Prozent zurückgegangen. Die Positionierung der vier großen Spieler am US-Terminmarkt und der kommerziellen Trader ist zwar nicht so günstig wie im Sommer 2012 von mir betont, aber sie hält mich nicht von der Anwendung meiner in der Sonderstudie vom 27. Dezember 2012 dargelegten (www.silberjunge.de/silberschlaglicht) Strategie ab.


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