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Verkaufen Sie alles Gold und Silber, …

30.04.2013  |  Friedrich A. Lange
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Lawine an Verkäufen von Gold-Terminkontrakten ausgelöst

Wir erlebten eine ausgezeichnet orchestrierte Beeinflussung des Papier-Gold- und Silbermarktes durch das Bankenkartell, die Folge: Die Papier-Gold- und Silberpreise wurden gedrückt. Damit wird zugleich signalisiert: Es gibt keine Krise!

John Hathaway vom Tocqueville Asset Management schilderte seine Auffassung, dass an den beiden Tagen, also Freitag und Montag (12. und 15. April) insgesamt 1 Mio. Kontrakte auf Gold gehandelt wurden. Dies entspricht rund 112% der weltweiten Jahresförderung an Gold.


Botschaft: Gold ist kein sicherer Hafen

Der gesamten Welt wurde eindrucksvoll vor Augen geführt, dass Gold doch kein sicherer Hafen sei. Die Verkäufer des Papiergoldes kamen der Deckung ihrer Leerverkäufe näher. Und da Gold als Krisenbarometer gilt, wurde politisch klargestellt: Es gibt offiziell keine Krise!

Und die Lektion für alle Welt ist: Hände weg vom Gold! Dies ist kein sicherer Hafen. Und zur Krise: Welche Krise?

Es sind in erster Linie westliche Gold-Halter, die jetzt ihr Gold abstoßen, die anderen - Schwerpunkt Asien - kaufen und nutzen ihre Chance, nochmals günstigdas gelbe Edelmetall zu kaufen.


Historische Kaufchance

Damit müssten Edelmetallpreise dramatisch sinken oder Aktienkurse der Edelmetallgesellschaften explodieren. Für das erste Szenario sehe ich keine Ursache, damit sind steigende Aktienkurse wahrscheinlich.

Wer jetzt den Mut aufbringt, zu außergewöhnlich niedrigen Kursen zu kaufen, wird sicherlich auf Jahressicht hohe Gewinne erzielen.

Angesichts der Einschätzung, dass sich die langfristigen Aufwärtstrends von Gold und Silber fortsetzen werden, sehe ich auch die Kurse der Minenaktien mit enormem Nachholpotenzial in den Kursen.

Die schon als Endzeitstimmung beschreibbare Lage des Minensektors war auch in der Vergangenheit oft die Basis für eine große Hausse. Ich betrachte die aktuelle Lage als eine historische Kaufchance für Gold, Silber und die Minenaktien!


Wer in der vorausgegangenen Goldhausse zu früh aufgab, verpasste die Riesengewinne zum Schluss

Der Goldpreis hatte sich während der letzten Goldhausse in den 1970er Jahren sogar halbiert (derzeit minus 31%). Wer damals enttäuscht aufgab, verpasste das große Finale der Goldhausse, nämlich einen Anstieg des Goldpreises um bis zu 700% in den Januar 2000 hinein.

Ich sehe den jüngsten Kurseinbruch beim Gold für bewusst herbeigeführt an. Die Art der Beeinflussung ist legitim. Genauso wie gekauft werden kann, sind auch Verkäufe möglich und die Medien berichten stets den kurzfristigen Trend.

Nicht wenige Edelmetallanleger haben aufgegeben oder werden angesichts des stark gefallenen Papier-Goldpreises entnervt kapitulieren und zu Tiefkursen verkaufen.

Deshalb wird sich der Goldpreis in den kommenden Monaten weit besser entwickeln als Aktienindizes. Dabei schließe ich nicht aus, dass zuvor der Goldpreis sogar nochmals leicht sinkt oder nach einer raschen Gegenreaktion nach oben sein Tief nochmals testet bzw. gering unterschreitet, um so nochmals Anleger abzuschütteln.


Gold - im langfristigen Aufwärtstrend, aber kurzfristig noch in der Korrektur

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Silber, der "kleine Bruder des Goldes" reagiert noch weit volatiler

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Fundamentale Lage spricht für Gold und Silber

Nüchtern betrachtet: Die fundamentale Lage für Gold und Silber hat sich sogar verbessert. Gold und Silber sind weiterhin in keiner Blase und echte Alternativen zu den Papierwährungen. Die US-Notenbank wird weiter monetär Gas geben. Die Bank of Japan wird dies noch um mehr als das Doppelte übertreffen. Und die EZB wird angesichts der sich immer weiter eintrübenden Konjunkturaussichten und den Spannungen im Eurosystem den Ankündigungen von September 2012 jetzt Taten folgen lassen müssen: Zinsen runter und Anleihen kaufen.


© Friedrich A. Lange
Chefredakteur OXFORD CLUB-Communiqué



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