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Finanzverrat & harte Konsequenzen (Teil 2/2)

15.05.2013  |  Jim Willie CB
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“Bail-In“-Lösung bei Bankenbankrotten im Zypern-Stil:

Diese Maßnahmen sind verschlagen und zerstörerisch, Banken werden das Thema Rekapitalisierung im Rahmen ausgeklügelter Restrukturierungsereignisse auf den Plan bringen. Wenn sich aber der Staub gelegt hat, werden sich die Lage und die eigentlichen Veränderungen so deutlich präsentieren, dass man tote Banken im Auflösungsprozess mit geleerten Bankenkonten sehen wird. Mit anderen Worten: Plattgemachte Banken ohne funktionierende Bankenzentralen und mit Bankkonten, die Nullstände anzeigen. Die Konsequenz ist hässlich und schwerwiegend: Verlorenes Kundenvertrauen in Bankeninstitutionen. Vertrauen ist eine entscheidende Säule stabiler Systeme. Die Inhaber von US-Konten bekommen Aktienanteile jener toten Banken zugesprochen, deren Wert schnell in Richtung des Nullpunkts tendieren wird. Gleicher Effekt, verlorene Konten. Es ist bald mit einem Höhepunkt bei Bankruns zu rechnen. Die Bankruns werden mit Bullion-Bankruns einhergehen, dem schnellen Abzug der gelagerten Goldbestände der Bullion-Banken - darunter JP Morgan und der GLD Exchange Traded Fund.


Bilanzfälschung bei US-Großbanken mit FASB-Gütersiegel:

Im April 2009 fand ein entscheidendes Ereignis statt: Großen Finanzinstitutionen wurde die Erlaubnis erteilt, ihre Aktiva ganz legal mit jedem gewünschten Wert anzusetzen. Ganz großes Kino! So als würde man Schulkindern die Erlaubnis erteilen, ihre eigenen Prüfungen zu bewerten. Oder Al Capone die Erlaubnis erteilen, die eigene Steuererklärung abzusegnen. Natürlich bestehen dann fast alle großen US-Banken die Fun-Stress-Tests, jene Mogelpackungen, mit denen man den Bilanztrümmern auch noch eine zweite Schicht Scheinlegitimität verpasst. Die Folgen sind vielseitig. Zum Wiederaufbau ihrer Bilanzen sind die großen US-Banken inzwischen abhängig vom Carry-Trade mit US-Staatsanleihen geworden. Sie nehmen kostenlos Kredit auf und investieren diesen in 10- oder 30-jährige US-Staatsanleihen. Sie haben in der Tendenz keine profitablen Geschäftssegmente mehr - nicht durch Kreditvergabe an andere Unternehmen, nicht durch Investmentbank-Funktionen wie Anleihe- und Aktienausgabe und auch nicht im Kreditkartengeschäft. Die Banken haben innerhalb der US-Wirtschaft somit ihre Kreditfunktion für den Unternehmenssektor verloren. Sie sind zu Casinos für Carry Trades, Derivate und Geldwäschen geworden.


China, die meistbegünstigte Nation; mit dem goldenen Kniff:

Dieser Pakt war ein geheimer, aber seine hässlichen Details wurden dennoch bekannt. Die Wall-Street-Banker kümmerten sich im Jahr 1999 um diesen sehr eigenen Pakt, bei dem die Chinesen den Syndikatsbankern einen ordentlichen Teil des Goldes der Mao-Tse-Tung-Ära liehen. China kam daraufhin ab 2002 in den Genuss großer ausländischer Direktinvestitionen, um eine kritische Menge Fabriken aufzubauen, die reichen sollten, um die Nation zu industrialisieren. Die Handelsüberschüsse recycelten sie wiederum zu US-Staatsanleihen, so wie schon die Saudis ab Anfang der 1970er Jahre. Die Wall-Street-Banker waren somit in der Lage, ihr Spiel mit den Gold-Leihen fortzusetzen. Das tonnenschwere Fort Knox hatten sie schon ausgeweidet. Dann machten sie mit dem Gold aus China weiter und verliehen auch dieses, um weiterhin die Preise zu drücken.

Die Jungs von der Wall Street hielten sich aber nicht an die Bedingungen des Pakts, sie gaben das Gold 2007 nicht an China zurück. Also heizte sich der Handelskrieg schwer auf. Die Konsequenz ist ein multilateraler Handelskrieg, der in einem tödlichen Konflikt gipfelt. Aus verschiedenen Gründen ist die Führung aus Peking nun motiviert, den US-Dollar als Weltreservewährung zu zerstören: Es ist es nicht wert, er ist monetärer Inflation ausgesetzt, über welche die US Fed unilateral und ganz allein entscheidet. Er ist der gemeinsame Nenner eines kaputten Bankensystems. Er ist die Kreditkarte für Konsum und sogar für aggressive Kriege im Ausland. Er macht das wett, was den USA im Industriesektor fehlt. In der Endkonsequenz werden die Vereinigten Staaten ihr Privileg der US $-Weltreservewährung verlieren, unter importierter Preisinflation zu leiden haben, sich mit Angebotsengpässen anfreunden müssen und chaotische Zustände bekommen. Die Dritte Welt ist dann das Todesurteil, das mit einem gewaltigen Polizeistaat und schwerer Brutalität einhergeht.


US-Wirtschaft: Vertrauen auf Asset-Bubbles und Abhängigkeit von Immobilien-Bubble:

Die Entscheidung der Jahre 2001-2004, einen großen Teil der US-Industrie nach China auszulagern, war ein entscheidender Wendepunkt für die Wirtschaft der Vereinigten Staaten. Jackass war sofort von politischer und unternehmerischer Sabotage der Nation überzeugt. Industriesektoren und legitime Einkommensquellen aufzugeben, heißt auch, die Nationen einem systemischen Risiko auszusetzen. Das Ausgabe- und Konsumverhalten der US-Wirtschaft von gigantischen Immobilien- Hypotheken-Asset-Bubbles abhängig zu machen, kam einer gefährlichen Maßnahme gleich. Jackass hatte für 2006-07 das Platzen dieser Twin-Bubble erwartet, das einen unkontrollierbaren Spiralsturzflug mit sich bringen würde. Die Subprime-Hypothekenkrise setze dann 2007 ein und 2008 kam der Lehman-Bankrott. Die Wall-Street-Experten wollten den sauberen Plan angewandter, raffinierter Finanztechnik innerhalb einer fortschrittlichen Systems und einer komplexen, hochentwickelten Wirtschaft verkaufen. Damit scheiterten sie, so wie auch die Scheinstrukturen für Risikoausgleich scheiterten. In der Konsequenz streben die USA nun dem systemischen Zusammenbruch in einem Umfeld unaufhaltsamer monetärer Hyperinflation zu; "Weimar" steht auf dem Schildern an den überhitzten Druckerpressen. Die Folge ist ein Parallelzusammenbruch mit Europa und eine Revolte unter den östlichen Nationen, die im Handelsgeschäft und für das Management ihrer Bankenreserven eine Alternative zum US-Dollar suchen.


Der TARP-Fonds in Folge der Bankrotte von Lehman/ Fannie Mae/ AIG:

Ein wichtiger Wendepunkt, mit dem sich der Öffentlichkeit die Kriminalität an der Wall Street offenbarte, war der 700 Mrd. $ schwere TARP-Fonds, der für die Rettung des US-Bankensystems zur Verfügung gestellt wurde. Dem US-Kongress und der Öffentlichkeit wurde erzählt, dass die 700 Mrd. $ dringend für die Spülung der Kreditkanäle mit Barmitteln gebraucht würden, um einen systemischen Krampf im gesamten Kreditsystem abzuwenden. Die arroganten, größenwahnsinnigen, niederträchtigen Banker finanzierten damit aber Vorzugsaktien für die großen US-Banken und sicherten zudem auch die Zahlung weiterer Managerboni ab. Die größten US-Banken wurden dadurch schnell zu gigantischen Schilfrohren - hohl und ohne jede Rettungshoffnung. Die Banker, die die US-Regierung im festen Kontrollgriff hatten, erkannten, dass die Kapitaleinspeisung in die Kreditkanäle letztendlich aber keine Insolvenz und keinen Ruin abwenden kann. Also füllten sie sich selbst die Taschen. In der Folge verlor die Öffentlichkeit ihr Vertrauen in US-Großbanken, sie erkennt nach und nach, dass diese Banken Verbrechersyndikate sind, die strafrechtliche Immunität genießen. Die “Too-Big-To-Fail”-Banken gelten jetzt im Allgemeinen schon als "Zu-Groß-Für-Den-Knast": ein großer Wahrnehmungswandel. Begleitet von abgeschmetterten Gerichtsprozessen wuchsen Volksbewegungen.




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