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Panik & Ängstlichkeit wirbeln den Sturm (Teil 2)

02.09.2011  |  Jim Willie CB
Den ersten Teil dieses Artikels können sie hier lesen ...


Listiges Spiel um Vertrauen und Zuversicht

Der amerikanischen Öffentlichkeit wird erzählt, Zuversicht wäre die Grundursache der fehlenden, elendiglich niedrigen Unternehmensinvestitionen. Nach der leeren Einigung über den US-Haushalt zwischen US-Regierung & US-Kongress und der letztendlich erfolgten Schuldenausweitung hat die Zuversicht und das Vertrauen Schaden genommen. Aber die wahre Ursache für fehlende Unternehmensinvestitionen sind weitverbreitete und tiefgreifende Insolvenz, unschöne Geschäftsrisiken, ein ruinierter Bankensektor ausgehend vom kaputten Immobilienmarkt und eine unzureichende industrielle Basis.

Der staatliche Finanzierungsbedarf verdrängt die Bieter am Anleihemarkt, in einem normalen System würde der Staat zu Zwecken der Kapitalbildung auf den Finanzsektor vertrauen, um Unternehmensentwicklung und dem Aufbau von Plattformen, die Arbeitsplätze schaffen, voranzutreiben. Im US-Finanzsektor geschieht Innovation jedoch in Form von Carry-Trade-Spekulation, Ausnutzung von Easy-Money-Fazilitäten und schweren Anleihebetrugs - Dinge, die wohl kaum als Wachstumsmechanismus bezeichnet werden können.

Großbanken vergeben keine Kredite, wenn sie zuverlässiges Geld im US-Staatsanleihen-Carry-Trade machen können. Der amerikanische Unternehmenssektor hat auf die Liquiditätsflut (alias Hyperinflation) und die damit einhergehende ätzende Kapital-Unterminierung reagiert und Investitionen ins Ausland abfließen lassen. Siehe Cisco, General Electric und Hewlett Packard (die gegenüber den asiatischen PC-Produzenten die weiße Flagge hissen). Die eklatanteste Folge der Geldpolitik - die durch QE, QE-Light, QE 2 und geheimes Global-QE schadet (und nicht fördert) - ist der Anstieg der gesamten Kostenstruktur, ohne dass auf der anderen Seite auch die Einkommen gestiegen wären.

Schauen Sie sich auch die Ökonomie für Fortgeschritten des Chairman Bernanke an. Niedrigen Zinssätze belasten die US-Wirtschaft und stimulieren sie nicht. Die verdienten Zinserträge sind fast doppelt so hoch wie die ausgezahlten Zinskosten. Die Pensionäre und Rentner haben mit unzureichendem Einkommen zu kämpfen, und geben weniger aus. Die Anleiheinvestoren suchten nach höheren Zinserträgen im Bereich Hypothekenanleihen, nur um letztendlich 25% bis 40% ihres eingesetzten Kapitals verbrennen zu sehen. Die Erträge der Pensionsfonds sind deutlich gesunken. Das Motiv war natürlich, die Spekulation an der Wall Street zu unterstützen und zu stimulieren - ein Ort, dem die hauptsächliche Loyalität der US Fed gilt - und nicht der Main Street oder den Unternehmensinteressen.


Angst macht sich breit, Panik setzt ein, Ruin wird gespürt

Ein Mix aus wichtigen Wahrnehmungsfakoren schwirrt in der nationalen Mentalität umher. Angst macht sich breit. Die frühen Phasen von Panik zeichnen sich ab. Eine steigende Wahrnehmung des Ruins ist zu verzeichnen. Die Menschen reagieren jetzt auf zahlreiche bedeutende Entwicklungen, die alle ihren wichtigen Teil zum Mosaik der Extreme beitragen, und in den 1990ern wären keine solchen Entwicklungen passiert. Der Krisenchor ist laut und schrill. Unten finden Sie eine Reihe von Entwicklungen, die die amerikanische Öffentlichkeit im Auge behalten muss.

  • ein kaputter US-Haushalt und die zukünftig gewaltig steigenden Defizite; mit tendenziell sinkenden Steuereinnahmen und benötigen Programmen zur wirtschaftlichen Stimulierung wird das US-Defizit nächstes Jahr größer ausfallen und nicht kleiner - trotz der irrigen Aussagen des US-Bundesrechungshofs.

  • eine überdeutliche US-Rezession - die Indizien dafür stehen und liegen an jeder Ecke - die jüngsten Indizien: Richmond-Fed-Index mit 10% im Minus (als gut bezeichnet) und Philadelphia-Fed-Index mit 37 im Minus (er konnte offiziell nur noch als schrecklich bezeichnet werden); die Prognosen der Philadelphia-Fed lagen bei Minus 2 - unerschrocken erstellt von karnevalesken, marketingtreibenden US-Ökonomen auf Kundenfang





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