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Gold - Einfach mal die Kirche im Dorf lassen!

23.05.2013  |  Robert Schröder
An Gold scheiden sich in diesen Wochen die Geister. Nach dem April-Crash auf 1.320 USD ist die Aufregung aber auch die Verunsicherung in der globalen Finanzwelt groß wie selten zuvor. Die einen Finanzanalysten sagen hü, sprich kaufen, die anderen Finanzprofis sagen hott, bzw. verkaufen. Selten gingen die Meinungen so stark auseinander. Was also tun?

Die gestrige Übersicht der Presseschau (Stand: 18:30 Uhr) auf goldseiten.de spiegelt ungefähr das wider was, derzeit durch die deutsche Medienlandschaft geistert. Es gibt nur schwarz oder weiß. Entweder sehen Sie das aktuelle Niveau als historische gute Chance ("Gold im Portfolio ist ein Muss") Goldbestände weiter aufzustocken. Oder aber Sie nutzen das aktuelle Niveau, um sich komplett aus Gold zu verabschieden ("Finger weg vom Gold"), weil es eben die "Blase" geplatzt ist und die Kurse noch tiefer fallen werden. Sowohl Gold-Bullen als auch Gold-Bären haben ihre entsprechende Weltanschauung zurechtgelegt und argumentieren mit oder weniger stichhaltigen Argumenten.

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Was ist aber eigentlich wirklich passiert?

Ich habe natürlich auch nicht den Stein der Weisen. Ich kann Ihnen auch nicht mit 100%-iger Gewissheit und Sicherheit sagen, wohin sich der Goldpreis entwickelt wird. Aber wenn ich mir den langfristigen Monats-Chart bei Gold anschaue, frage ich mich ernsthaft, was die derzeitige Aufregung überhaupt soll. Gold befindet sich nach wie vor innerhalb der 1999 gestarteten Aufwärtsbewegung. Der entsprechende Trend und Trendkanal ist zweifelsohne in takt.

Nachdem Gold in 2011 eine leichte Übertreibungsphase gezeigt hat, sehen wir diese eben nun auf der Gegenseite. Seitdem hat Gold in der Spitze 31% verloren. Das ist nicht schön, aber kein Weltuntergang. Vor allem wenn wir bedenken, dass dieser Verlust innerhalb von 19 Monaten generiert wurde und sich auf zwei Abwärtsphasen verteilt hat.

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Zwar ist mit dem genannten Verlust per Definition (ab 20% Verlust) der Bullenmarkt vorbei, doch viel wichtiger als irgendwelche starren Zahlen ist, wie Gold gefallen ist und welche Marken dabei erreicht wurden.

Gold zeigt seit dem Allzeithoch bis heute lediglich eine grobe 3-teilige und damit korrektive Bewegung, die sich bestens durch einen fallenden Trendkanal einrahmen lässt. Hinzukommt, dass nicht einmal das log. 38,20% Fibonacci-Korrektur-Retracement erreicht wurde. Und auch zur unteren Trendkanallinie fehlt sogar noch ein Stückchen.

Unter diesem Aspekt hätte Gold theoretisch sogar noch Platz auf 1.290 USD, ohne dass sich das positive Chartbild gravierend ändern würde. Ob dieser Bereich noch erreicht wird, weiß ich nicht. Ich bin zumindest vorsichtig optimistisch und sehe erste Trendwende- bzw. Bodenbildungstendenzen, die allerdings noch nicht bestätigt sind.


© Robert Schröder
www.Elliott-Waves.com

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