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Silber, das Metall des Teufels

30.05.2013  |  Silberjunge
Am Dienstagmorgen, den 21. Mai 2013, las ich in Frankfurt die Financial Times und sah einen Artikel, in dem Silber als das "Metall des Teufels“ bezeichnet wurde. Spöttisch merke ich an, dass ich dann gern "des Teufels General“ bin. Im Mainstream hält das Schlechtmachen von Gold und Silber an. Im Silberbulletin vom 25. Mai schreibe ich auf Seite 3 über den Einbruch in der Nacht von Sonntag auf Montag. Der Future-Preis stürzte kurzzeitig am 20. Mai nach Mitternacht auf 20,25 US-Dollar. Viele Stop-Loss-Aufträge wurden ausgelöst. Unzählige Zertifikate mit einer Totalverlustschwelle zwischen 20,25 US$ und darüber wurden wertlos. Keine Marktaufsicht schreitet hier ein. Food for thought!

Ist es nicht interessant, wie die Medien zwar über den Preiseinbruch schrieben, dabei gleichwohl nicht erwähnten, wie der Silberpreis am Montagabend in der Spitze wieder auf 23,24 US-Dollar klettern konnte? Jedes Kartellamt, das seine Aufgabe ernst nimmt, würde einschreiten, wenn eine Bank wie JP Morgan Chase über 75 Prozent aller außerbörslichen Goldderivate und über 50 Prozent bei Silber, Platin und Palladium auf sich vereinigen würde. Aber eine so marktbeherrschende Stellung findet dann keinen Kläger und keinen Richter, wenn sie der Systemerhaltung dient. Der Zweck heiligt eben die Mittel.

Führen wir uns vor Augen, dass die Gesamtnachfrage des Jahres 2012 bei Rohöl einen aktuellen Marktwert von 3.125 Milliarden Dollar hat. Die Werte für Gold liegen unter 200 Milliarden und bei Silber sogar bei nur 23 Milliarden Dollar. Das Rohöl konnte seine Mitte April 2013 erlittenen Verluste schnell aufholen und sogar ins Plus drehen und über die Aktienmärkte müssen wir gar nicht reden. Gold und Silber sind "schwer unter die Räder geraten". Am Papiergoldmarkt wurden am 15. April 2.336 Tonnen Gold oder 82 Prozent der Minenproduktion des Jahres 2012 verkauft und die sonderbaren Geschehnisse beim Silber kurz nach Mitternacht am 20. Mai 2013 sprechen Bände. Die beiden Märkte für Gold und Silber sind im Vergleich zur aufgeblähten Welt des Papiergeldes winzig und über die Terminmärkte leicht zu manipulieren. Allerdings haben derartige Markteingriffe kurze Beine und können nicht unendlich anhalten.


Hier das tägliche Handelsvolumen am US-Terminmarkt für Gold in Tonnen:

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Quelle: Bloomberg, Silberjunge


Vergleichen wir dies mit dem Wohnungsmarkt. Hält der Staat die Mieten unter ihrem fairen Marktniveau, werden weniger Wohnungen gebaut und gleichzeitig steigt die Nachfrage. So kommt es zur Mangelverwaltung. Hin und wieder sind den Silbermarkt-Manipulatoren daher die Hände gebunden. Sie müssen den Silberpreis loslassen, denn der Druck im Kessel wird zu hoch. Viele Banker und Systemvertreter reden den Menschen derzeit ein, dass die Zentralbanken die Macht haben und den Siegeszug der Edelmetalle aufhalten können. Hier ist eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Vergessen wir nicht, dass das Gold noch immer deutlich über seinem Tief im Jahre 1999 von rund 252 US-Dollar und das Silber über den 4,04 US-Dollar des Jahres 2001 liegt. Auf Dauer können die Zentralbanken nicht die Spuren ihrer Papiergeldentwertung verwischen.


Mitte der 70er Jahre gab es einen Milliardär und heute 1.426! Der folgende Chart zeigt die Entwicklung, die für die Aufblähung aller Vermögenswerte weltweit steht:

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Quelle: Forbes, Silberjunge


Da ich dieses Weltfinanzsystem selbst analysiert habe und die Aufblähung der Anleihenmärkte sowie der weltweiten Geldmenge kenne, lasse ich mir keinen Schreck in die Glieder fahren. Mein Gold und Silber verkaufe ich weder heute, morgen und auch nicht übermorgen. Meine (wirklich sehr) langlaufenden Optionsscheine habe ich wie geschrieben aufgestockt. Ich sage mir: Wenn die Nacht am dunkelsten ist, ist das Morgengrauen nicht mehr fern. Der Optimismus der nordamerikanischen Silber-Berater ist inzwischen so niedrig wie seit 2005 nicht mehr. Warren Buffett sagte einmal: "Sei gierig, wenn andere ängstlich sind und ängstige dich, wenn andere gierig sind". Den Zeitungslesern wird suggeriert, dass sich die Experten (die institutionellen Anleger) klugerweise von Gold und Silber trennen. Nur die "dummen“ Privatanleger kaufen, ist zu lesen.




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