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Falscher Vergleich mit 2008 (Teil 1)

15.09.2011  |  Jim Willie CB
Wann immer es Team Titanic, am zunehmend unter Zug stehenden Steuerrad, passt, werden neue falsche Vergleiche in grundlagenloser Nachrichtenform als seriöse Analysen aus dem Hut gezaubert. Das jüngste Propagandabrett: Das aktuelle Finanzklima, das sich mit jeder Woche verschlimmert, soll dem Jahr 2008 gleichen und deswegen auch schlecht für die Gold- und Silberpreise sein. Der implizite Rückschluss entbehrt jeder Grundlage. In den letzten Monaten des schicksalsträchtigen Jahres 2008 - als das Lehman-Brothers-Flaggschiff in eisigen Gewässern sank und dem Ableben des US-Bankensektors einen frühen aber immer noch nicht erkannten Grabspruch vorschrieb - sanken die Edelmetallpreise gewaltig inmitten eine großen Krise und abfließenden Liquiditätsmengen.

Obwohl das aktuelle Klima durchaus diesem tragischen Herzstillstand und Todesereignis ähnelt, bei dem die Leichenbeschauer und Gerichtsmediziner gezinkt wurden, damit sie die Sterbeurkunde fälschen (siehe rechtskräftige Änderung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung durch das FASB im April 2009), so sind die Unterschiede allerdings so tiefgreifend, dass man um eine andere Beschreibung der Situation nicht umhinkommt.

Diese Abgrenzung sollte Investoren bei der Erkenntnis behilflich sein, dass der Goldpreis unerschrocken zu Spritztouren aufbrechen wird, und genau das Gegenteil der koordinierten Demolierung von Anfang 2009 erleben wird. Dieser vergangene Angriff wurde von Wall-Street-Attacken auf Hedgefonds-Kunden angeführt - wie auch von gigantischen Krediten der US Fed, als weit über 10 Billionen $ an die Bankerkumpels gingen. Diese manipulierten einen Ausverkauf, um sich weltweit Vermögensanlagen unter den Nagel zu reißen - ein verheimlichter, aggressiver Kaufrausch mit unrechtmäßig aufgebrachtem Kapital und ohne staatliche US-Erlaubnis. Heutzutage, drei Jahre später, sind dieselben Zentralbanker, die einem gescheiterten Franchise-System vorstehen, in der Defensive. Heute erleben wir das genaue Gegenteil.


Ablenkung mit falschem 1980er-Vergleich

Schlendern wir zum Vorspiel einem Moment durch die Geschichte. Denken Sie einige Jahre zurück, als der Goldbullenmarkt durch einige Barrieren krachte. Nehmen wir zum Beispiel nur eine dieser Barrieren - die 1000 $-Barriere. Zahlreiche Kunden und Bekannte von Jackass fragten damals, ob das Tausend-Dollar-Niveau wohl jetzt das Ende des Goldbullenmarktes markieren würde - das psychologische Ende der Straße. Meine Antwort war: Zum Teufel NEIN!!

Als nachgehakt wurde, erklärte ich, dass das gesamte System Krämpfe durchleben würde, die einige Jahre andauern würden, was aber erst viel später erkannt werden würde - und zwar viel später; erst dann, wenn Geldentwertung als Akt der Verzweiflung zu einem wahrhaftigen Breitensport geworden sei - eine Entwicklung, die ihren Höhepunkt in staatlichen Schuldausfällen in Europa mit letztendlicher Übertragung auf die USA finden würde - wenn also der verruchte Währungsentwertungswettkampf, der in aller Öffentlichkeit ausgetragen werden würde, weil die Staatsdefizite aus der Kontrolle schlagen.

Etwas ein Dutzend Leute, die dem leidenschaftlichen Wortschwall zur Rechfertigung von Goldpreisen bei 1.500 $ und 2.000 $ lauschten, reagierten mit Unglaube, gehobenen Augenbrauen und offen ausgesprochenem Zweifel und offenem Eingeständnis, man könne sich einfach nicht vorstellen, wie das jemals passieren sollte. Sie verpassten jeden Aufwärtstrend, und werden auch weitere Aufwärtstrends verpassen. In ein paar Jahren werden wir es ihnen dann sicher zum Doppelten oder Dreifachen des aktuellen Goldpreises verkaufen, und zum Vier- bis Sechsfachen des aktuellen Silberpreises.




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