Suche
 

Falscher Vergleich mit 2008 (Teil 2)

16.09.2011  |  Jim Willie CB
Den ersten Teil können sie hier lesen ...


Unterschiede zu 2008

Bleiben wir also bei den falschen Vergleichen. Die Wall Street versucht verzweifelt, unrichtiges Denken, Ablenkung vom besten Weg und grundlagenlose Analysen zu verbreiten. Die Jungs haben mehr Arbeit. Die unten aufgelisteten Punkte dienen nur als eine Art Einleitung in die Unterschiede zwischen heute und 2008. Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackerman, schockte den Kontinent diese Woche mit seinem direkten Kommentar, dass das Finanzsystem erneut vor einem Zusammenbruch stehen würde - wie 2008. Aber viele mächtige Analysten, die in der Kunst der Täuschung bewandert sind, griffen diese Story auf und laufen mit ihr in die falsche Richtung. Er sagte nicht, dass Gold einen Kursverlust von 25% erleiden wird. Ackerman sagte aber eigentlich, dass eine Reihe von Lehman-Brother-Pleiten unmittelbar bevorstünden. Obwohl er dieses Fazit nicht in diesen ausdrücklichen Worten zog, so meinte er genau das, denn die insolventen Bäume sind schutzlos den Finanzwinden ausgesetzt.

Denken Sie an die zahlreichen Veränderungen in der "Landschaft", die es in den vergangenen drei Jahren gegeben hat. Hier kommt eine beeindruckende Liste zusammen. Nichts gleicht sich, nur die Nähe zu einer Kette weiterer außergewöhnlicher Ereignisse, die sich am besten als Ausfallereignisse beschreiben lassen, bei denen das Fiat-Team in der Notaufnahme und auf der Intensivstation mehr Herzinfarkte erleiden wird. Ausgewählte Banken aus New York und London wurden auf fahrbaren Krankentragen durch die Türen zur NA und IS gefahren. Als nächstes kommt eine Serie von 20 europäischen Lehman-Doppelgängern, die dann einige US-Banken auf der anderen Seite des großen Teichs zum Umfallen bringen. Das wird großes Theater, aber wohl eher im Stil der griechischen Tragödie.

  • US-Staatschuldenobergrenze wieder und wieder gebrochen, auf ewig nach oben offen
  • drei Jahre 0%-Zins, für mehr als ein ganzes Jahr ununterbrochen QE-Inititativen
  • satte 4,7 Billionen $ für Hilfen, Rettungen, Stimuli - alle Maßnahmen, das Schiff wieder aufzurichten, scheiterten
  • die US Fed gibt offen zu, dass sie über keine weiteren Instrumente verfügen; Arsenal aufgebraucht
  • Zentralbanken nehmen am Globalen QE teil; lassen Verzweiflung durchblicken (Schweiz, Japan)
  • offener Streit und Revolten zwischen Europäischer Zentralbank und Deutscher Bundesbank
  • Konsolidierung der Wall-Street-Banken läuft schief - Vorzeigeobjekt: Bank of America
  • Insolvente US-Großbanken stolpern umher, Banken reagieren auf Gerichtsprozesse
  • Bank of America sucht nach Kapitalspritzen, um Bankpleite aufzuschieben
  • Die Royal Bank of Scotland ist das Londoner Vorzeigeobjekt für Bankenpleite.
  • Die Bank of New York Mellon erhebt Kontogebühren.
  • Die westlichen Wirtschaften reagieren nicht auf Stimuli und fallen wieder zurück in die Rezession.
  • Haushaltskürzungen und Sparmaßnahmen drängen sich auf, Versuche der Ausgabensenkung
  • nach Dubai (November 2009): Staatsanleihenkrise fängt an, sich zu übertragen
  • Die Staatsschuldenkrise des südlichen Europas überträgt sich von Griechenland auf Italien und Spanien.
  • Der Lichtkegel der Krise streift Frankreich - einen PIGS-Doppelgänger.
  • Misstrauen unter den Banken, was sich am Stillstand der Interbank-Kreditvergabe ablesen lässt
  • Kreditausfallsversicherungen (CDS) werden offenen genannt, sie sind kein versteckter Bereich mehr.
  • langfristige Umlaufrendite von US-Staatsanleihen liegen bei 2%, nicht 4%
  • umfangreiche Kursverluste an den Aktienmärkten schlagen in Panik um
  • das Sinken der Immobilienmärkte wird chronisch, Verzweiflung bei den Bürgern
  • Monströser Anstieg der Immobilien in Bankeneigentum nach Zwangsvollstreckung, die Schattenbestände
  • Die MERS-Datenbank der Rechtstitel wurde vor Gericht als nicht rechtskräftig diskreditiert.
  • versteckter Anstieg strategischer Ausfälle von Hypothekenzahlungen, weil die Besitzer Nachweis des Rechtstitels verlangen
  • Kürzung der individuellen Hypothekenlasten wird aktiv vermieden
  • US-Regierung strengt Prozesse gegen 17 US-Banken wegen Anleihebetrugs an und fordert Erstattung
  • saftige 90 Mrd. $ libyschen Kapitals eingefroren (gestohlen).
  • saftige 60 Mrd. $ ägytischen Kapitals beschlagnahmt
  • ganz Nordafrika und der gesamte Nahe Osten in Aufruhr
  • politischer Stillstand und Infarkt verhindern Fortschritt
  • Der "too big to fail"-Ansatz zugunsten der US-Großbanken wird zum angefochten Mantra.
  • US-Politiker machen sich öffentlich über ihre Schlachtrufe nach Schaffung von Arbeitsplätzen lustig.
  • Obamas größte Leistung, die Gesundheitsfürsorge, lähmt Kleinunternehmen.
  • Neue Gold-Börsen eröffnen den Handel und sorgen für Wettbewerb.
  • Aus der COMEX werden die physischen Gold- und Silberbestände abgezogen.
  • missbräuchliche Umleitung von GLD- und SLV-Beständen während heimlicher Bestandsentnahmen
  • DIE EINZIG ÄHNLICHKEIT ZU 2008 IST DIE ERNEUT KAPUTTE GESAMTLAGE!!!


Gold macht sich für Ansturm auf 2.000 $ bereit

Lassen wir die Nachrichten zur Goldkorrektur beiseite. Das sind die Nachrichten von heute, die bald die Nachrichten von gestern sein werden. Es handelt sich bloß um eine gesunde Konsolidierung, der Boden zieht sich zusammen, so dass er mehr Gewicht und höhere Preise verträgt. Die Mächte hatten im Mai gesagt, Gold wäre ein totes Geschäft - nur wenige Monate, bevor neue Höchststände markiert wurden. Die Nachrichten von morgen werden sich um staatliche Stimuli in den USA drehen, um Rezessionsbekämpfung, den Übergang zu stärkerer Defizitfinanzierung, ein besser verstandenes Globales QE und um die Unfähigkeit der US-Wirtschaft, Fuß zu fassen und irgendetwas Wachstumsähnliches hervorzubringen. Denken Sie immer daran, dass ein offizieller 0%-Stillstand in Wirklichkeit für eine MINUS 5%-Rezession steht, da die Lüge um die Inflationsbereinigung konservativ mit 5% zu Buche schlägt.




Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!




Alle Angaben ohne Gewähr! Copyright © by GoldSeiten.de 1999-2019.
Die Reproduktion, Modifikation oder Verwendung der Inhalte ganz oder teilweise ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt!

"Wir weisen Sie ausdrücklich auf unser virtuelles Hausrecht hin!"