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Indiens Edelmetallverkäufe sinken

06.12.2011  |  Roman Baudzus
Laut neuer Marktanalysen führte der Anfang November abgeschwächte Außenwert der indischen Rupie zu reduzierten Gold- und Silberabsätzen nach dem Ende des Lichterfests Diwali.

In Indien markierte der in Rupien denominierte Goldpreis am vergangenen Donnerstag ein neues Allzeithoch bei rund 91.322 pro Feinunze. Im Vergleich dazu notierte der in US-Dollar denominierte Goldpreis an den Weltmärkten bei etwa 1.750 $ pro Feinunze, fast 7 Prozent niedriger als das Anfang September erreichte Rekordhoch von ca. 1.920 $ pro Feinunze. Indiens Gold- und Silberhändler haben ihre Lager trotz der im Oktober begonnenen Festivitäten nicht in dem Ausmaß aufgestockt, wie Investoren und Börsenhändler zuvor erwartet hatten.

Neben den in den vergangenen Monaten gestiegenen Preisen für Edelmetalle, belastete auch der schlechtere Ausblick für das Wachstum der Weltwirtschaft die Kauflust der Händler und Investoren. Der sinkende Außenwert der indischen Rupie hatte zuletzt hohe Kapitalabzüge zur Folge, wodurch die indischen Börsen unter Verkaufsdruck standen. Ausländische Investoren und Kapitalanleger repatriierten ihr Anlagekapital auch aufgrund der europäischen Banken- und Staatsschuldenkriese. Dadurch stand Indiens Aktienmarkt in diesem Herbst unter Druck.

Vielen anderen asiatischen Ländern erging es ähnlich. In China sank das BIP-Wachstum im dritten Quartal auf Jahresbasis auf 9,1 Prozent, herunter von 9,5 Prozent im zweiten und 9,7 Prozent im ersten Quartal. Die Meinungen an den Finanzmärkten zum zukünftigen Wachstum Asiens und anderer Schwellenländer könnten zurzeit kaum unterschiedlicher sein.

Während eine Reihe von Ökonomen und Bankanalysten mit einem anhaltend hohen Wirtschaftswachstum in der Region rechnet, äußerten sich immer mehr renommierte Investoren zuletzt skeptischer. Dazu zählt auch Templeton Emerging Market Manager Mark Mobius, der normalerweise für seinen optimistischen Ausblick für die Märkte der Schwellenländer bekannt ist. Mobius warnte vor Kurzem davor, dass die Welt abermals vor dem Ausbruch einer Finanzkrise stehe.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, wäre es für die Schwellenländer schwierig, nicht unter dem Zusammenbruch der Nachfrage aus den Industrieländern zu leiden. Eine potenziell platzende Immobilienblase in China würde auch schwerwiegende Probleme für die Weltwirtschaft mit sich bringen. Die Edelmetallpreise könnten aufgrund einer leicht rückläufigen Nachfrage aus Asien weiter sinken.

Dadurch dürften sich für Investoren aber exzellente Kaufgelegenheiten auf günstigeren Niveaus eröffnen. Investitionen in Edelmetalle empfehlen sich vor allem deshalb, weil sich an den Gründen, die die Krise im Jahr 2008/09 auslösten, nichts geändert hat. Gold und Silber werden Investoren auch weiterhin als Fluchtburgen vor Inflation und Systemverwerfungen dienen.


© Roman Baudzus
www.GoldMoney.com/de



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