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Massive Kaufsignale für Gold

01.09.2013  |  Claus Vogt
Ende Juni dieses Jahres fiel der Goldpreis auf ein Tief von 1.180 $ pro Feinunze. Damit war er von seinem knapp zwei Jahre zuvor erreichten Hoch von 1.920 um stattliche 38,5% gefallen. Zwar notierte er selbst nach dieser ausgeprägten Korrektur noch immer fast 400% höher als zur Jahrtausendwende - während Aktien in derselben Zeit nur eine nervenaufreibende Achterbahnfahrt zu bieten hatten - aber dennoch war die Enttäuschung groß und die Stimmung unter den Goldanlegern grottenschlecht, ja depressiv.


Schlechte Stimmung trotz steigender Kurse

An dieser extrem einseitigen Stimmungslage hat sich bisher nichts geändert, wie Sie auf dem folgenden Chart sehen. Er zeigt die Entwicklung des Goldpreises seit 2008 und darunter einen Sentimentindikator. Obwohl letzterer in den vergangenen Wochen ein wenig gestiegen ist, befindet er sich noch immer auf einem ungewöhnlich niedrigen Niveau.


Goldpreis pro Unze in $, Sentimentindikator, 2008 bis 2013

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Die Stimmung am Goldmarkt ist depressiv.
Quelle: www. sentimentrader.com


Diese Beobachtung ist keineswegs trivial. Denn der Goldpreis ist von seinem Ende Juni erreichten Tief schon mehr als 20% gestiegen. An der schlechten Stimmung der Goldanleger hat dieser Kursanstieg aber nicht gerüttelt. Die Sentimentindikatoren spiegeln weiterhin eine überwältigende Skepsis der Marktteilnehmer wider.

Schlechte Stimmung trotz steigender Kurse ist eine sehr bullishe Kombination. Hier zeigt sich auf beeindruckend deutliche Weise die sprichwörtliche "wall of worry", die als wichtiges Merkmal einer gesunden Hausse gilt.


Fundamentale Rahmenbedingungen bullish für Gold

Außer dem Stimmungsbild sprechen auch die fundamentalen Rahmenbedingungen längerfristig ohne Wenn und Aber für Gold. Die fundamentale Triebfeder der langfristigen Goldhausse ist die unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik. Und der hemmungslose Einsatz der elektronischen Gelddruckmaschine wurde bisher ebenso ungebremst fortgesetzt wie die globale Staatsschuldenorgie.

Daran wird sich auf absehbare Zeit auch nichts ändern. Denn weltweit fehlt der politische Wille für eine Rückkehr zu seriösem staatlichen Wirtschaften. An diesem zentralen Punkt herrscht Einigkeit unter unseren gegenwärtigen Wählerstimmenmaximierern aller etablierten Parteien. Dieser für den Kauf von Gold entscheidende Punkt ist klar. Sobald die nächste Krise ausbricht, wird die Staatsverschuldung wie schon in den Jahren 2008/09 durch die Decke gehen. Und die Zentralbanken werden das tun, wofür sie der Staat geschaffen hat: Sie werden Geld drucken, um die Staatsschulden zu finanzieren.

Dieses gemeine und verantwortungslose Spiel werden Politiker und Zentralbanknomenklatura solange weiterspielen, bis ihnen eines Tages die Bevölkerung in die Parade fahren wird. Davon sind wir allerdings noch meilenweit entfernt. Das zeigt sich in Deutschland beispielweise an den bescheidenen Prognosewerten der AfD, der einzigen wahrnehmbaren politischen Kraft, die sich wenigsten gegen den allergröbsten finanzpolitischen Unsinn ausspricht. Das staatliche Geldmonopol mit seinen Zentralbanken, also das eigentliche Grundübel der angeprangerten Missstände, stellt diese junge Partei allerdings nicht in Frage.

In der staatstragenden und weitgehend unkritischen Presse werden zurzeit natürlich nicht die unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik für den Goldpreisanstieg verantwortlich gemacht, sondern die jüngsten Kriegsvorbereitungen des Friedensnobelpreisträgers Barack Obama. Ich kenne zwar niemanden, der die geplante Bombardierung Syriens zum Anlass genommen hat, Gold zu kaufen. Aber vielleicht ist das bei den Journalisten der Massenmedien ja anders.


Technische Kaufsignale für Gold

Wie auch immer dem sei, Tatsache ist, dass der Goldpreis seit Ende Juni bereits mehr als 20% gestiegen ist. Der Chart zeigt eine kleine Bodenformation, und der Goldpreis hat gerade eine weitere wichtige charttechnische Marke überschritten. Durch diesen Ausbruch über die bei knapp 1.400$ verlaufende Abwärtstrendlinie wurde ein weiteres Signal gegeben, das den neuen Aufwärtstrend bestätigt.

Im unteren Teil des Wochencharts sehen Sie den Preis-Momentum-Oszillator (PMO) auf Wochenbasis. Er befindet sich im extrem überverkauften Bereich und hat gerade erst ein Kaufsignal gegeben. Diese Konstellation signalisiert den Beginn einer zyklischen Aufwärtsbewegung mit sehr großem Potenzial.


Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2008 bis 2013

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Der Preis-Momentum-Oszillator hat ein Kaufsignal gegeben.
Quelle: www. decisionpoint.com


© Claus Vogt
www.clausvogt.com



P.S.: Politik kann tödlich sein - zumeist für die Regierten. Verantwortungslose Geld- und Staatsschuldenpolitik fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu. Schützen Sie sich mit Gold.



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