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Tim Schieferstein: Für Silbermünzen ab 2014 doch keine 19% Mehrwertsteuer dank Differenzbesteuerung

26.11.2013
Investitionen in Silbermünzen sind aus Sicht vieler Edelmetallhändler und Anleger ab 2014 kaum noch lukrativ, denn die Bundesregierung streicht den bisherigen Steuervorteil und hebt den Mehrwertsteuersatz von bisher 7% auf dann 19% an. Mit der Differenzbesteuerung, die bisher weitgehend unbekannt ist, können Privatanleger jedoch auch im kommenden Jahr attraktive Silbermünzen ohne nennenswerte Preiserhöhungen erwerben und so nach wie vor in den lukrativen Silbermarkt investieren.


Änderung des Mehrwertsteuersatzes bei Silbermünzen

Silbermünzen sind in Deutschland bisher steuerlich privilegiert, denn für sie wird lediglich der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent fällig. Ab 2014 wird sich an dieser gesetzlichen Regelung jedoch einiges ändern, denn die Bundesregierung ist im Sinne der EU-Harmonisierung dazu aufgefordert, die Mehrwertsteuerermäßigung zu streichen. Künftig müssen sowohl Edelmetallhändler wie auch Privatpersonen beim Kauf von Silbermünzen somit 19 Prozent Mehrwertsteuer entrichten. Gleiches gilt für Münzbarren, denn auch sie profitierten bisher von der gängigen Steuerpraxis. Wurde für die Feinunze Silber bisher beispielsweise 17,90 Euro berechnet, fallen nun 19,90 Euro an. Für Privatanleger verteuert sich eine Silbermünze demnach um 11,2 Prozent, was bedeutet, dass man bei einem Anlagebetrag von 10.000 € etwa 56 Silberunzen weniger bekommt:

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Die Auswirkungen für Händler und Privatanleger

Händler und Privatanleger müssen im kommenden Jahr also mit enormen Veränderungen beim Kauf und Verkauf von Silbermünzen rechnen. Experten gehen unter anderem daher davon aus, dass sich die Nachfrage nach Silbermünzen und Silber im Allgemeinen deutlich reduzieren wird, denn Gold ist von dieser Anhebung der Mehrwertsteuer nicht betroffen. Goldkäufe bleiben auch weiterhin steuerfrei. Zudem wird sich das Produktsortiment deutlich verkleinern, denn die geringere Nachfrage nach Silbermünzen und Münzbarren wird zum Teil für eine Einstellung der Produktion sorgen.

Für den Wiener Philharmoniker in Silber wird dies aufgrund der nachfolgend beschriebenen Möglichkeiten der Differenzbesteuerung den voraussichtlich den Tod bedeuten. Das geringere Geschäft mit mehrwertsteuerpflichtigen Produkten wird für Händler zudem einen geringeren Vorsteuerabzug und damit höhere Kosten bedeuten. Für Privatanleger hingegen bedeutet die Steuererhöhung höhere Preise, denn der Bruttoverkaufspreis steigt – würde es nicht die Alternative Differenzbesteuerung geben.


Panikkäufe zum Jahresende sind unbegründet

Aufgrund des großen Preissprungs bei Silbermünzen im kommenden Jahr werben viele Händler jetzt dafür, Silberkäufe vorzuziehen und noch schnell die eine oder andere Silbermünze oder einen Münzbarren zu erwerben. Zwar ist der Silberkauf jetzt aufgrund der in 2013 gesunkenen Preise durchaus lukrativ, auf Panikkäufe sollten Anleger allerdings verzichten. Auch im kommenden Jahr gibt es nämlich durchaus Möglichkeiten, Silbermünzen günstig anzubieten und so auch diese Anlageform weiter zu nutzen. Das Zauberwort heißt "Differenzbesteuerung". Obwohl sie dafür sorgt, dass Silbermünzen 2014 kaum teurer werden, ist sie bei vielen Händlern bisher nahezu unbekannt.


Die Grundlagen der Differenzbesteuerung

Die Differenzbesteuerung ist eine gute Möglichkeit, die Preiserhöhungen für Privatanleger weitgehend zu vermeiden oder aber die eigene Profitabilität als Händler zu steigern. Bei der Differenzbesteuerung wird die 19%ige Mehrwertsteuer nämlich nicht auf den gesamten Münzpreis erhoben, sondern lediglich auf die Differenz zwischen Verkaufspreis und Einkaufspreis, was die Steuerbelastung deutlich reduziert.

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Anwendbar ist diese Steuermethode allerdings nicht bei allen Silbermünzen, sondern lediglich bei Münzen, die aus einem Nicht-EU-Land importiert wurden. Die Münzen Maple Leaf aus Kanada sowie Kookaburra aus Australien können somit weiterhin mit sieben Prozent Mehrwertsteuer importiert werden. Die gezahlte Steuer wird dann allerdings nicht im Rahmen der Vorsteuer erstattet, sondern dem Einkaufspreis hinzugerechnet. Beim Verkauf wird der erhöhte Mehrwertsteuersatz jetzt lediglich auf die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Einkaufspreis erhoben. Händler haben nun die Möglichkeit, Silbermünzen entweder günstiger anzubieten oder aber ihre Händlerspanne und damit ihren Gewinn zu erhöhen.

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Diese Steuerpraxis ist im Übrigen auch dann anwendbar, wenn der Händler nicht selbst im Ausland einkauft, sondern die Waren über einen Großhändler bezieht. Dieser muss die Münzen allerdings aus dem Ausland importieren. Da dies schon heute gängige Praxis ist, werden sich für viele Edelmetallhändler kaum Änderungen ergeben.


Käufe von Privat ebenfalls lukrativ

Ebenso wie Käufe aus dem Nicht-EU-Ausland sind auch Ankäufe von Privatpersonen steuerbegünstigt. Händler haben auch hier die Möglichkeit, die Differenzbesteuerung anzuwenden und so ihre eigene Marge deutlich zu erhöhen. Schließlich erhöht sich durch den Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auch die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis und damit die Steuerersparnis. Händler können also auch 2014 durchaus lukrativ Silbermünzen anbieten und hiermit nach wie vor die Wünsche ihrer Kunden erfüllen.


Ausführlicher Ratgeber "Mehrwertsteuererhöhung bei Silbermünzen dank Differenzbesteuerung vermeidbar"

Der Ratgeber: "Mehrwertsteuererhöhung bei Silbermünzen dank Differenzbesteuerung vermeidbar" informiert ausführlich sowohl Silber-Anleger als auch Edelmetallhändler ausführlich über die geplante Mehrwertsteuererhöhung bei Silbermünzen und die Möglichkeiten die die Differenzbesteuerung bietet.


© Tim Schieferstein
Geschäftsführer Solit Edelmetall Handelsgesellschaft mbH
www.goldsilbershop.de



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